nervös

Freitagsfüller


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1.    Es könnte so schön sein, wenn  man nicht jeden Tag so früh aufstehen müsste.

2.    Manchmal hofft man auf ein Wunder, doch es gibt eben doch kein Wunder.

3.    Die größte Flasche zuhause mit Wein war mein letztes alkoholisches Getränk war für die nächsten Wochen.

4.    Ich trage eher einen sportlichen oder schicken Lok, eigentlich nie extravagante Klamotten.

5.    Im Kino war ich mal wieder schon lange nicht mehr.

6.   Das Überwachungsbewusstsein eines Leitstellenkollegen macht mich nervös.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Tupper-Abend bei Bekannten, morgen habe ich  eigentlich nichts so richtig geplant und Sonntag möchte ich Zeit mit der Familie verbringen!

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Das Abschlussgespräch auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Der Tag des Abschlussgesprächs ist gekommen. Ich bin am Morgen auf der Wache und melde mich erst einmal bei meinem Rettungsdienstleiter. Es ist noch ein bisschen Zeit, ich bin früh dran und ziemlich nervös.

Deshalb gehe ich erst einmal auf die Rettungswache und versuche mich mit den Kollegen etwas abzulenken. Alle sind sich sicher, dass das Gespräch für mich gut laufen wird und wünschen mir noch viel Erfolg.

Mitgebracht habe ich auch noch einen Kuchen fürs Abschlussgespräch. Dies ist bei uns mittlerweile so üblich und da will ich natürlich keine Ausnahme machen.

Irgendwann trifft auch der zuständige Notarzt ein und ich kann ihn kurz auf der Wache begrüßen. Danach treffen sich langsam alle, also der zuständige Notarzt, der Rettungsdienstleiter mit seinem Stellvertreter sowie mein zuständiger Lehrrettungsassistent, im Büro der Rettungsdienstleitung. Ich nehme auch Platz. Dabei bin ich doch sichtlich nervös.

Zunächst kommt ein kurzes Gespräch über die neuen Reanimationsleitlinien auf, es geht hier eher um Details zwischen dem Verantwortlichen für Reanimation / Frühdefibrillation und dem Notarzt. Ich mische mich auch ein bisschen ein. Insgesamt wird dieses Thema jedoch wieder beendet.

Danach beginnt das offizielle Abschlussgespräch. Ich bin bereit für alles weitere. Zudem stellt mein LRA fest, dass mein Berichtsheft vollständig und inhaltlich gut geführt ist, auch alle Bewertungen. Die Anwesenden stellen mir nun nach und nach Fragen. Es wird vereinbart, dass jeder eigentlich nur einen Komplex an Themen bzw. Fragen stellen soll.

Mein Lehrrettungsassistent beginnt mit einem Fallbeispiel: chirurgisch, Treppensturz ohne Notarzt, es ist wohl ein älterer Herr einige Stufen gestürzt und hat starke Schmerzen im Oberschenkelhals. (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung – das Ergebnis


Nach mittlerweile einer Woche voller Prüfungen gab es für alle Teilnehmer nun nur noch eines: Warten auf das Ergebnis.

Mein Kurs wartete also auf dem Schulgelände auf die Ergebnisse während drinnen die Lehrerkonferenz unter dem Vorsitz der Prüfungsvorsitzenden der Regierung tagte.

Jetzt konnten wir alle nur noch hoffen und uns gegenseitig Mut zusprechen. Die Stimmung war irgendwo zwischen Erleichterung, dass die Prüfung vorbei ist, und höchster Anspannung, denn man wollte wissen, ob man bestanden hat.

Dabei wechselten die Gespräche von Smalltalk über Prüfungsthemen bis hin zu Fachthemen und viel Privatem. Der Mix war schon sehr groß, doch man wollte sich einfach ablenken und die lange Wartezeit herum bekommen.

Ich selbst hatte für mich nach der mündlichen Prüfung beschlossen, dass ich da raus muss und bin ganz alleine einen Kaffee trinken gegangen. Bei dem Stammbäcker konnte ich bei Cappuccino und Kuchen eine halbe Stunde abschalten und mit meiner Familie telefonieren. Dabei war ich mir innerlich irgendwo sicher, dass es gereicht haben müsste, doch man kann sich eben auch täuschen.

Danach mischte ich mich wieder unter die Gruppe und unterhielt mich ebenfalls weiter. Wir alle hatten beschlossen, dass Handys gerade weitestgehend tabu sind, denn dies regt nur noch mehr auf.

Nun war der Moment gekommen und es hieß seitens der Schulleitung, dass wir nun einzeln die Ergebnisse erfahren konnten. So ordneten sich alle Schüler meines Kurses in eine Schlange und stellten uns vor dem Verwaltungsgebäude auf. Die Stimmung wurde immer gespannter. Die Gespräche weniger. Nacheinander wurde man in ein Zimmer begleitet und erfuhr die Ergebnisse. Die allermeisten kamen mit einem breiten Lachen wieder heraus. Die eine Schülerin aus der Vollzeitklasse weinte vor Freude, der nächste machte einen Luftsprung, ein anderer machte sich Gedanken wie er nun den versprochenen Besen fressen sollte 😉

Ich selbst wurde immer nervöser und zugleich wurde es mir vom langen Warten schon ganz komisch. Ich stand dem Kollaps nahe. (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung Teil III mündlich


Als letzter Teil der staatlichen Prüfung zur Rettungsassistentin stand nun als dritter Teil nach schriftlicher und praktischer Prüfung noch die Mündliche Prüfung an.  Ich war dabei eine der letzten Prüflinge an der Schule. Am letzten Tag am frühen Nachmittag sollte ich mein Wissen abrufen.

So machte ich mich am Vormittag zum hoffentlich letzten Mal auf den Weg zur Schule. Dort angekommen registrierte ich mich wieder und dann begann das Warten auf die Prüfung. Ich war zeitlich sehr pünktlich. Zum Glück war das Wetter gut und man konnte draußen sitzen. Dort traf ich auch einige Teilnehmer meines Kurses, die zum Teil auch noch warteten und zum anderen Teil schon fertig waren. Es wurde sich zahlreich über die Prüfung ausgetauscht. Ganz ehrlich es machte mich so langsam verrückt und ich wollte am liebsten nichts mehr davon hören. Besonders die „Angst“ bzw. der Respekt vor einem bestimmten Prüfer mit sehr detailreichen Fachfragen zu medizinischen Themen wuchs ins Unendliche.

Auch mein Partner für die mündliche Prüfer war nun anwesend und wir unterhielten uns auch noch ein wenig. Es ist nämlich so, dass man zu zweit in die Prüfung geht, denn so hat man quasi einen Zeugen dabei. Geprüft wird aber jeder getrennt, der jeweils andere sitzt nur still daneben.

Irgendwann einmal ging die Diskussion los, wer von uns beiden beginnen sollte oder wollte. Eigentlich wollten wir eine Münze werfen, doch mittlerweile war ich sooo nervös, dass ich darum gebeten habe beginnen zu dürfen. Dies musste erst noch ausdiskutiert werden. Dabei muss man sagen, dass der weitere Prüfling ein sehr guter Schüler und vor allem nie nervöser Mensch ist (er wirkt immer fast allwissend und vor allem gelassen und ruhig, im Gegensatz zu mir). Naja aber er lies mir dann doch den Vortritt, wahrscheinlich hatte er Angst ich könnte wirklich kollabieren, während er die Prüfung hat.

So fanden wir uns 10 Minuten vor Beginn ein und zogen zunächst unseren Fall. Ich zog dabei den Fall mit folgenden Infos: Nachts, Nieselregen, ca. 02:30 Uhr, Bewusstlos in der Bahnhofstoilette. Nun hatten wir einige Minuten Zeit den Fall zu strukturieren und uns Notizen zu machen. Ich schrieb mir zunächst das gesamte ABCDE-Schema mit Maßnahmen und zu erhebenden Vitalparametern auf einen Notizzettel. Des Weiteren versuchten wir Verdachtsdiagnosen zu finden. Mein Kopf war gerade ziemlich leer. Klar der erste Verdacht war Drogenintox. Doch es blieben eben einige weitere Dinge, die mir aber nicht wirklich einfielen. Jetzt war die Zeit aber auch vorbei.

Wir wurden in den Prüfungsraum gerufen. Ich sah die Prüfer und es war eine erste Erleichterung, denn von den drei Prüfer fand ich zwei gleich sehr sympathisch, den anwesenden Arzt kannte ich nur sehr wenig. Dazu saß in meiner Prüfungsgruppe auch noch die Vorsitzende der Prüfungskommission, also die oberste Chefin von der Regierung. Dies trug echt nicht zur Beruhigung bei, denn sie konnte immer unterbrechen und selbst Fragen stellen.

Nun sollte es los gehen mit der mündlichen Prüfung anhand des Falles. Es wurde eine PowerPoint-Präsentation mit den äußerlichen Umständen angeworfen. So erfuhr ich einiges und es sollte sich anscheinend echt um einen Drogenintox handeln, da man überall Spritzbesteck liegen sah.

Ich wurde also gefragt, wie ich an den Fall heran gehe. dabei ging es zunächst um die allgemeinen Dinge wie Schutzausrüstung, evtl. Hinzuziehen weiterer Kräfte, der Beachtung der eigenen Sicherheit (Wegräumen der Spritzen). Danach ging ich das Schema nach ABCDE durch, wobei es hier nur um das Gerüst und nicht jedes Detail ging. Die Werte standen schließlich auch sichtbar an der Wand. Dieser Teil ging schnell vorbei, doch nun sollte es ernst werden.

Der Arzt übernahm die Fragen zu den medizinischen Themen. Zunächst noch nach der Versorgung des Patienten. Der Mann hatte einige Probleme. Es waren Atemwege, Atmung und Kreislaufsituation kritisch. (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung Teil II praktisch (3)


Nach der Mittagspause sollte nun die „Zweite Halbzeit“ der praktischen Prüfung folgen. Während der Pause war die Stimmung insgesamt recht locker. Man unterhielt sich über alle möglichen Dinge und versuchte die Zeit zu überbrücken. Ich machte auch einen kurzen Spaziergang, um mich etwas abzulenken. Doch in Dienstkleidung ist dies immer seltsam, denn jeder schaut erst einmal, was jemand mit Rettungsdienstkleidung hier macht.

Als nächste Prüfung sollte wieder eine Reanimationssituation auf uns warten. Ich war als zweiter Helfer eingeteilt. Gemeldet wurde uns hierbei ein Patient mit „Herzrassen“. Es erfolgte wieder das übliche Prozedere. In der Situation selbst haben wir einen zunächst noch ansprechbaren Patienten vorgefunden. Hier lief zunächst alles nach dem üblichen Versorgungsschema ab. Doch der Patient wurde sehr schnell bewusstlos und reanimationspflichtig. Jetzt ging wieder alles nach dem gewohnten Schema der Reanimation. Es erfolgten wieder einige Schocks, bevor wir wieder einen regelmäßigen Herzrhythmus beim Patienten feststellen konnten.

Unser Team kam wieder ins Schwitzen, doch es lief auch dieses Mal sehr gut. Am Ende mussten wieder einige Fragen beantwortet werden. Diese hatten es echt in sich und ich hätte nicht alles so gut wie unser Teamchef beantworten können. Ansonsten waren die Prüfer recht locker.

Danach sollte gleich die nächste Prüfungsituation anstehen. Es ging zur letzten Prüfung über die Assistenzmaßnahmen. Gemeldet wurde uns dieses Mal eine Anaphylaxie nach Wespenstich in den Hals. Es wurde wieder eine Intubation und Narkose verlangt, wobei der Notarzt unseren Teamchef ganz schön beschäftigte. Diese Aufgaben hat unser Kollege dann an uns weitergegeben, sodass auch das gesamte Team gut beschäftigt war mit Monitoring, Zugang, Medikamenten sowie Intubation. Danach erfolgten die Fragen, dieses mal bevorzugt zur Anaphylaxie und Narkose.

Jetzt war noch einmal eine kurze Kaffeepause angesagt. In dieser konnte mein Team und einige weitere Teilnehmer meines Kurses sogar noch etwas entspannt mit einigen Prüfern plaudern. Diese waren echt sehr locker drauf und machten Witze. Gleichzeitig beruhigte dies auch jeden etwas, wenn man lockere Gespräche führen kann, anstatt immer nur an die Prüfung erinnert zu werden.

Schließlich ging es jedoch weiter und unsere vorletzte Prüfung, ein weiteres Fallbeispiel stand an. Es handelte sich dieses mal um Atembeschwerden bzw. Brustschmerzen. Der Patientin ging es auf den ersten Blick recht gut und sie wirkte nicht vital bedroht. Auch die gemessenen Werte waren alle nur leicht außerhalb bzw. im Normbereich. Dies war gar nicht so einfach, herauszufinden, wo genau das Atemproblem herkam. Unser Teamchef fragte jedoch sehr viel und bekam so auch die Information, dass eine lange Flugreise gerade erst vorbei ist. Somit bestand nun der Verdacht auf eine Lungenembolie. Der eigentlich sehr routinierte Kollege kam nun etwas Durcheinander und wusste nicht mehr so recht weiter. Die Maßnahmen waren jedoch alle korrekt. Dazu musste die sehr unruhige und ungewollte Patientin noch überredet werden überhaupt mit ins Krankenhaus zu kommen. Dies war schon für eine Prüfung sehr nervenaufreibend und daher hat der Kollege nicht mehr geschaut, ob die Lungenembolie von einer Beinvenenthrombose kam. Das Fallbeispiel endete wieder durch die Unterbrechung der Prüfer. Es folgte noch das Protokollschreiben und die Frage zu Medikamentengabe und allgemein zur Lungenembolie.

Somit war dies auch erledigt und es stand nur noch eine Prüfungssituation an. Ich war noch mit der Reanimation an der Reihe. Meine Nervosität steigerte sich gerade wieder deutlich. (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung Teil II praktisch (2)


Nach drei von neun Prüfungsteilen war nun also ich wieder an der Reihe mit dem Fallbeispiel. Meine Nervosität war nun wieder einmal sehr groß, wobei ich eigentlich auch Vertrauen in mich hatte. Meine Teamkollegen unterstützen mich dabei nach unserem Motto: Gemeinsam rocken wir die Prüfung!

Vor dem Prüfungsraum checkten wir die Ausrüstung und bekamen von der Mimin die Einsatzmeldung: häusliches Umfeld, weiblich, Mitte 30, akuter Schmerzzustand als Notarzteinsatz.

Nach dieser Meldung war ich auch nicht wesentlich schlauer, denn wo die Schmerzen sind, wussten wir nicht. Naja man konnte jetzt rätseln und wir versuchten uns auf Akutes Abdomen oder aber etwas mit dem Herz zu einigen. Dabei ging ich kurz noch einmal die Medikamente durch und besprach mit meinem Team wegen der Aufgabenverteilung.

Danach wurden wir auch schon von einem Prüfer empfangen. Es folgte der übliche Teil mit Einsatzstelle sicher, ein Patient, Schutzausrüstung und als Notarzteinsatz, bevor das Szenario richtig beginnen konnte.  Wir haben eine Dame mittleren Alters (in Wirklichkeit eine sehr junge schlanke Mimin) zusammengekrümmt im Bett auf der Seite liegend vorgefunden.

Ich stellte mich vor und versuchte die Patientin dazu zu bringen, sich auf den Rücken zu legen, sie antwortete mir mit Schmerzen, aber immerhin hatte ich schon einmal eine wache, ansprechbare Patientin. Danach folgte die Beurteilung nach dem ABCDE-Schema. Die Atemwege waren frei, die Atmung etwas beschleunigt. ich ordnete Sauerstoffgabe an. Der Kreislauf war auch in Ordnung, der Puls beschleunigt, also leicht tachykard, ansonsten regelmäßig und kräftig. Die Rekap-Zeit war in Ordnung. Auch der Blutdruck war leicht erhöht. Dies konnte ich alles auf die Schmerzen zurückführen.  Bei D wurde der Blutzucker gemessen, welcher im Normbereich lag. Ansonsten erschien die Patientin neurologisch unauffällig, sodass ich auf eine nähere Untersuchung verzichtete. (Die Werte wurden mir alle gesagt, nachdem wir sie normal gemessen hatten).

Ich machte mich nun an die Berfragung der Patientin nach dem SAMPLER-SCHEMA und untersuchte sie genauer.

Diese gab starke Bauchschmerzen an, welche eher in die Leiste und nach hinten gerichtet waren. Somit hörte ich nun auf den Bauch, es waren normale Darmgeräusche. Danach palpierte ich das Abdomen, welche beim Abtasten weich war. Die Schmerzen waren auf der Seite deutllich größer, besonders beim Abklopfen, somit ein Flankenschmerz im Unterbauch. Die Mimin gab auch an, dass die Schmerzen seit ein paar Stunden bestehen würden und insgesamt immer stärker werden. Kolliken gab sie nicht an. Die Schmerzen seien nun unaushaltbar stark, wir brauchtne also einen Notarzt zur Schmerzbekämpfung, doch dieser war ja bereits mit alarmiert.  Als Allergie war nur eine Nussallergie bekannt, an Medikamenten nur die Pille, Vorerkrankungen ebenfalls keine relevanten.  Ich fragte auch nach einer möglichen Schwangerschaft, da es sich ja um Unterbauchschmerzen handelte, diese konnte nicht vollständig ausgeschlossen werden (die Mimin antwortete hier nur sehr zögerlich, war wahrscheinlich auch so gewollt). Dazu fragte ich auch noch den letzten Stuhlgang (ganz normal) und der letzten Mahlzeit (Frühstück, nur ein bisschen was). (mehr …)