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Adventskalender Tür 1: Rettungsdienst Patienten wiedertreffen


Nachdem ich vor kurzem unter anderem auch gefragt wurde, ob wir im Rettungsdienst Patienten wiedertreffen bzw. Wissen was sie letztendlich genau für eine Erkrankung hatten, beginnt der Adventskalender heute mit dieser interessanten Frage.

Meistens geben wir als Rettungsdienst die Patienten in der Notaufnahme ab. Dort kümmern sich dann das Pflegepersonal sowie die diensthabenden Ärzte um sie. Man sieht die Patienten dort vielleicht noch kurz, wenn man nochmals dort ist.

Danach ist ein Treffen eher selten. Manchmal hat man das „Glück“, dass man die gleichen Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause fahren darf. Somit erfährt man hierbei dann auch weiteres über den Verlauf der Behandlung im Krankenhaus. Dies ergibt oftmals interessante Gespräche.

Es kann auch vorkommen, dass Patienten einen später auf der Straße erkennen und man so noch einmal ins Plaudern kommt. Ich selbst erkenne die Leute dabei eher selten, doch Patienten erkennen die Rettungsdienstmitarbeiter schon noch meistens. Oder aber man fährt den Patienten einige Zeit später nochmals ins Krankenhaus. Dies ist mir bisher schon des öfteren passiert und erleichtert oft die Arbeit, da man noch einiges über den Patienten weiß und so eine Diagnose leichter fällt (auch das Erkennen von Simulanten).

Sehr sehr selten nehmen frühere Patienten des Rettungsdienstes von sich aus gezielt Kontakt mit dem Rettungsdienstmitarbeitern auf.

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Eine RTW-Schicht in der Fremde (2)


So nach der erholsamen Zeit ging es bald schon wieder mit der Arbeit auf dem RTW in der Fremde:

Im Behandlungszelt lag eine junge Patientin aus dem Ausland. Sie hatte zweimal einen Ball direkt an den Kiefer bekommen. Neben Schmerzen konnte die 13-Jährige auch den Mund nicht wirklich weit öffnen. Sie traute sich aber auch nicht, da es eben weh tat. Schwierig war die Situation mit der Betreuerin, denn diese hatte wenig Einsicht, dass man dies jetzt ärztlich abklären lassen müsse und nicht Stunden oder gar einen Tag Warten sollte. Nach einigen Diskussionen konnte Marc die anstrengende Dame überzeugen und so wurde wieder einmal der Transport abgeklärt.

Auch hier kam die Transporterlaubnis der Leitstelle. Wie beim letzten Transport wurde das Mädchen auf die Trage umgelagert und in den RTW gebracht. Ich wurde wieder als Begleiterin hinten im Rettungswagen eingesetzt. Auch die Betreuerin fuhr mit ins Krankenhaus. Dieses Mal ging es einmal quer durch die ganze Uni-Stadt, denn wir würden ins Uni-Klinikum mit der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie fahren. Die normale Kinderklinik ist hierfür nicht geeignet.

Der Transport verlief ohne Zwischenfälle. Das Mädchen hatte eindeutig Schmerzen. Die Betreuerin war sehr sturr und redete zunächst gar nicht. Nachdem ich versucht habe, der Patientin ein wenig die Angst zu nehmen, kam auch endlich von der Betreuerin etwas Zuspruch und Aufmunterung.

In der Uniklinik ging alles sehr schnell. Wir meldeten uns an und danach ging es in einen speziellen Raum zum Umlagern von Patienten. Dies sollte dort alles sehr zügig gehen. Meine Kollegen klärten mich danach erst auf, dass das Personal eine schnelle Übergabe wünscht, da man nie weiß, ob bereits der nächste Patient kommt. Zudem sind die Bereiche dort sehr streng getrennt und der Rettungsdienst kommt gar nicht zu den Behandlungsräumen der Notaufnahme. Ich musste mich daran erst gewöhnen. Doch somit hatte ich nun die nächste Klinik in der großen Stadt kennen gelernt.

Auf der Rückfahrt sollte ich noch zwei weitere Krankenhäuser der Stadt kennen lernen. Der weitere Krankenwagen beim Sanitätsdienst hatte nämlich bei einem weiteren Einsatz das Tragetuch in einer Klinik liegen lassen und danach suchten wir nun. Außerdem war es für die Fahrerin des RTW eine weitere kleine Übung von einem Ort zum anderen zu gelangen, ganz ohne Navi und Co. Man muss nämlich dazu sagen, dass es auch für Sie neu war einen RTW zu fahren, denn ihr fehlte bislang die Ortskundeprüfung, die in der Unistadt und dem Umland erforderlich ist. Daher wurde sie von Marc eben als Fahrerin eingesetzt und er kontrollierte sie immer. Somit hatte er weiterhin die Gesamtverantwortung, zum einen für mich als Begleiterin und zum anderen für die frisch gebackene Rettungssanitäterin als Fahrerin.

Das Tragetuch fanden wir zwar in den Kliniken nirgends, doch immerhin kannte ich jetzt bereits alle Kliniken der Unistadt. Jetzt sollte es pünktlich zum Abendessen wieder zurück zum Sanitätsdienst gehen. Dort gab es nun für alle Sanitäter leckere Sachen vom Grill mit Salat. Die Bratwürste und Steaks schmeckten echt allen sehr gut. Auch der reguläre Notarzt war mit seinem Fahrer gekommen. Überhaupt war er viel bei uns, denn es war beim San-Dienst einfach unterhaltsam. Beim Essen erfuhren wir auch, dass die beiden Mädels jeweils einen mehrfachen Bänderriss erlitten hatten und wieder aus dem Krankenhaus zurück waren, sie teilten also nun das Schicksal des Laufens mit einer Aircast-Schiene für die nächsten Wochen.

Doch schon bald sollte wieder ein größerer Notfall auf uns warten.  Es kamen ein paar Spielerinnen zum Sanitätsdienst gerannt. Sie meinten, dass eine Spielerin gestürzt sei und nun nicht mehr aufstehen kann. Es machte sich sofort eine Gruppe des Sanitätsdienstes mit 4 Personen, Notfallrucksack und Rolltrage auf dem Weg zu einem nahe gelegen Spielfeld. Dort lag eine Jugendliche am Boden und hatte augenscheinlich Schmerzen. Die Sanitäter entschlossen sich dennoch sie umzulagern und sie zum Behandlungszelt zu bringen. Dort könnte man sie eben viel besser versorgen. Das Umlagern ging mit drei kräftigen Männern anscheinend sehr gut.

Beim Behandlungszelt angekommen war allen Sanitätern klar, dass her etwas schlimmeres vorliegt. So wurde sofort der anwesende Notarzt hinzugezogen. (mehr …)

Die besondere Art der Einweisungen oder einfach was aufm KTW so üblich ist


Vor kurzem war ich zusammen mit zwei ebenfalls jungen Kolleginnen, die sich die Schicht teilten, auf dem Krankenwagen als Begleiterin unterwegs.

Hierbei habe ich in 12 Stunden 9 Transporte gefahren, ein durchschnittlicher Wert. Doch währendessen gab es gleich mehrere Situation, wo man einfach nur den Kopf schütteln kann bzw. muss.

Am Morgen verlief noch alles normal, wir sind insgesamt 4 Transporte gefahren. Von der Einweisung über die Ambulanzfahrt bis hin zur Entlassung.

Nerviger wurde es jedoch am Nachmittag. Nach einer kurzen Pause auf der Wache, bei der noch die Datensätze für die Krankenkasse im PC nachbearbeitet werden mussten und ein schneller Kaffee getrunken werden konnte, ging es weiter.

Wir wurden von der Leitstelle zu einem Transport ins Krankenhaus alarmiert. Es sollte wohl um starke Schmerzen nach einer Rippenfraktur gehen. Die Papiere wären beim Patienten vor Ort.

Angekommen in der Außengemeinde wurden wir bereits von der Tochter der Patientin erwartet. Sie brachte uns zu der ca. 70-jährigen Patientin, die bereits voll angezogen in der Küche auf uns wartete. Der einweisende Arzt hatte die Papiere wie angekündigt da gelassen. Es war ein perfekt ausgefüllter Transportschein vor Ort, dazu aber leider keine Einweisung ins Krankenhaus, sondern eine Überweisung zu einem Orthopäden, wohl gemerkt von einem orthopädischen Facharzt, der als Bereitschaftsarzt vor Ort gewesen ist. (mehr …)

Eine Nacht ohne Notfall


Letzte Woche hatte ich mal wieder Samstag Nacht Dienst auf dem Rettungswagen. Ich bin zusammen mit einem routinierten Kollegen unterwegs, mit dem ich sehr gerne fahre, da er mich als Ehrenamtliche viel machen lässt und man mit ihm immer gute Gespräche über alles führen kann.

Die Schicht begann wie immer mit einer Übergabe der Kollegen von der Tagschicht. Diese erzählten, dass sehr viel losgewesen sein und sie mehr als 10 Einsätze in 12 Stunden gefahren sind.  Nach ein paar Scherzen verschwinden die Kollegen und wir melden uns bei der Leitstelle an. Danach folgt ebenfalls wie immer das Checken des RTW.

Danach folgt zunächst der entspannte Teil, denn wir warten auf Einsätze. Währenddessen machen wir es uns auf der Wache im Wohnzimmer gemütlich und plaudern mit den Kollegen der Gegenschicht. es wird viel gelacht.

Nach einiger Zeit folgt dann der erste Alarm, es ist eine Rückfahrt vom Krankenhaus ins Altenheim. Wir fahren also zur Notaufnahme, bekommen eine Übergabe der diensthabenden Neurologin und nehmen den älteren Herren mit, der wegen eines Verdachts auf Schlaganfall vor eingigen Stunden von unseren Kollegen ins Klinikum gebracht wurde. Dies hatte sich nicht bestätigt und nun darf er zurück ins Altenheim. Die kurze Fahrt verläuft unproblematisch. Wir bringen den Patienten zurück in sein Zimmer und legen in dort wieder in sein Bett. Die Schwester machen wir noch eine ausführliche Übergabe, was im Krankenhaus passiert ist.

Danach geht es wieder zurück zur Wache, wo mein Kollege und ich erst einmal eine Kleinigkeit essen. Kurz darauf machen wir es uns vor dem Fernsehen gemütlich und es wird weiter mit den Kollegen gescherzt.

Nach einiger Zeit geht unser Melder erneut.

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Überblick Adventskalender mit Suchbegriffen


Hier gibt es als Überblick nochmals alle Türchen bzw. Suchbegriffe aus dem Adventskalender zum Anklicken:

Tür 1: Wecker Nachtdienst

Tür 2: Was wird jeden morgen im RTW kontrolliert?

Tür 3: Rettungssanitäterprüfung

Tür 4: Studiumsstress

Tür 5: Schichtübergabe Rettungsdienst

Tür 6: Fahren mit Blaulicht Erfahrungen

Tür 7: Einsatzgong Feuerwehr

Tür 8: Was passiert wenn alle Rettungswagen im Einsatz sind?

Tür 9: Gummihandschuhe vergessen bei Rettungshelferprüfung. Ist das sehr schlimm?

Tür 10: (wissenschaftlicher) Trinkversuch Alkohol

Tür 11: Kuscheltiere RTW

Tür 12: Macumarpatienten Schnittwunden versorgen oder Stoppen einer Blutung bei Blutverdünnungsmedikamenten

Tür 13: erste Reanimation

Tür 14: RTW Schicht kein Einsatz oder wie viele Einsätze hat ein RTW am Tag?

Tür 15: Türöffnung durch Feuerwehr

Tür 16: search kann man EKG auch zu hause machen

Tür 17: Position Gänsegurgel

Tür 18: Praktikum im Krankenhaus: Notaufnahme, OP/Anästhesie und Intensiv

Tür 19: Stress Rettungsdienst

Tür 20: selbstfahrender Notarzt

Tür 21: aus dem Notfallkoffer geplaudert

Tür 22: Fallbeispiele Rettungssanitäter Prüfung

tür 23: Dialysepatient welche Infusion im Rettungsdienst

Tür 24: Blaulichtengel und Frohe Weihnachten

Tür Nr. 18


Praktikum im Krankenhaus: Notaufnahme, OP/Anästhesie und Intensiv

Vor einem Praktikum stellt man sich oft die Frage, was einem wohl erwarten wird und was für Aufgaben auf den Praktikanten warten. Genauso ging es mir vor meinen Praktikum im Krankenhaus für den Rettungssanitäter auch. Ich befragt Kollegen aus dem Rettungsdienst, wie es bei ihnen so ablief und zudem hatte ich auch bereits Praktika in der Klinik gemacht, jedoch in einem anderen Bereich.

Hier habe ich über die einzelnden Stationen berichtet:

Notaufnahme

OP/Anästhesie

Intensiv Teil 1

Intensiv Teil 2

Zusammenfassend muss ich sagen, dass man sich als Praktikantin einfach auf die Aufgaben einlassen sollte, um möglichst viel lernen zu können. Leider wird man nicht immer sehr gut aufgenommen oder zu typischen Hilfsaufgaben verdonnert, doch diese sollten nicht die Hauptarbeit darstellen, denn schließlich will man etwas Lernen. Allerdings kommt es eben auch darauf an mit welchen Vorwissen man ein Praktikum macht: als Schülerpraktikantin hat man kein Vorwissen und wird sicherlich mehr Hilfsaufgaben machen als jemand, der eben wie ich ein wenig Grundwissen aus dem Rettungsdienstbereich mitbringt.