Nachtdienst

Osterei


Zusammen mit einem sehr erfahrenen Kollegen und mittlerweile auch Notfallsanitäter bin ich an Ostern Nachts auf dem RTW unterwegs.
Bislang war die Schicht eher ruhig, doch wir haben recht viel Routineaufgaben erledigt und waren somit gut beschäftigt.
Mein Kollege lässt mich begleiten um Erfahrung zu sammeln.

Nach Mitternacht werden wir zu einer Ambulanzfahrt alarmiert. Es soll zu einem Patienten gehen, der wohl irgendwas am Ellbogen hat und bislang nicht zu einem Arzt gehen konnte. Die Leitstelle meint, dass wir uns dies mal ansehen sollen.
Auf der Anfahrt sind sich mein Kollege und ich bereits einig, dass der Patient ohne Papiere um diese Zeit wohl eine Kostenübernahme für den Transport unterschreiben müsste.

An der Einsatzstelle angekommen, öffnet uns nach dem Klingeln die Ehefrau des Patienten die Türe und begleitet uns in die Wohnung ins Wohnzimmer. Dort sitzt der ca. 30-jährige Patient auf dem Sofa. Er ist sichtlich entspannt und auch froh, dass sich jetzt endlich jemand um sein Problem kümmert. Er erzählt auf Nachfrage, dass er am linken Ellbogen seit ca. 2 Wochen eine sehr große Blase gehabt habe und diese sei nun innerhalb kürzester Zeit verschwunden und er mache sich daher Sorgen. Ich bin erst einmal sprachlos, weiß nicht, was ich sagen soll. Ich schaue mir den Arm an, keine Auffälligkeiten, keine neuen Bewegungseinschränkungen, nichts sichtbar. (mehr …)

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Adventskalender Nr. 15: Hausnotruf Nachtschicht


Bei uns im Rettungsdienstbereich werden viele Hausnotrufeinsätze durch den Rettungsdienst abgearbeitet, besonders nachts und  an den Wochenenden fahren wir zu (fast) allen Hausnotrufalarmen.

Gerade nachts fahren wir zu allen möglichen Hausnotrufen. Die Schlüssel dazu liegen in einem speziellen Schüsselkasten (mit dem man wiederum nur mit einem Schlüssel für die RTW-Besatzungen heran komm) auf den jeweiligen Rettungswachen.

Es gibt dabei verschiedene Arten von Alarmen. Zum einen die 24-Stundenalarme, d.h. der Hausnotrufteilnehmer hat in den letzten 24 Stunden die Bestätigungstaste auf seinen Gerät nicht zurückgesetzt, meistens vergessen dies die älteren Leute schon einmal oder sie sind nicht zuhause und vergessen sich abzumelden.

Dann die aktiven Alarme ohne Rückmeldung, d.h. der Teilnehmer am Hausnotruf hat die Alarmtaste am Gerät oder an seinen „Funkfinger“ gedrückt und es konnte aber kein direkter Kontakt zwischen Hausnotrufleitstelle und Notrufer hergestellt werden. Hier weiß man leider gar nichts was los ist, aber es sollte jemand vor Ort sein.

Dazu gibt es dann noch die Alarme in den über den Hausnotruf eine konkrete Hilfssituation vorliegt. Hier weiß der Rettungsdienst in etwa, was passiert ist. Oftmals ist dies bei Stürzen so, dem Patienten muss wieder hoch geholfen werden und es muss geschaut werden, ob er verletzt ist oder nur einfach nicht mehr alleine aufstehen konnte. Auch bei anderen medizinischen Notfällen drücken die Teilnehmer gerne den Hausnotruf anstatt direkt beim Notruf über die 112 anzurufen. So fährt man dann auch zum Herzinfarkt oder der Kopfplatzwunde mit dem passenden Schlüssel zum Patienten oder aber es sind bereits Angehörige vor Ort, welche die Türe öffnen können. (mehr …)

Augenblick (3)


Manchmal reicht es, wenn man den Funk in einer Rettungsdienstschicht mithört. so ging es meinen Kollegen und mir auch in der letzten Nachtschicht auf dem Rettungswagen.

Man bekommt mit, wie Kollegen zu einem Kindernotfall alarmiert werden. Bereits auf der Anfahrt wird mitgeteilt, dass das Kind einen Atemstillstand hat, ein Notarzt wird nachalarmiert.

Zusammen mit meinen Kollegen ist uns klar, dass wir jetzt nicht mit der anderen Besatzung tauschen möchten. Was die Kollegen erwartet, können wir nur erahnen: eine Kinderreanimation.

Man hört in den nächsten Stunden der Schicht weitere Details: die Polizei wird nachbestellt, ein weiterer RTW für die Angehörigen, die Kinderklinik abgeklärt, eine Fahrt unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus, eine nicht mehr einsatzklare Besatzung, ein Notfallseelsorgerteam und vieles weiteres.

Auch wenn wir bei diesen Einsatz nur stille Mithörer waren, so geht einem eine Kinderreanimation immer sehr nahe, auch bei Kollegen. Leider hatten wir im Rettungsdienstbereich davon in letzter Zeit zu viele, leider alle erfolglos.

Ich hoffe, dass ich nie in die Situation kommen werde. Doch wenn ja, dann will man einfach nur ganz schnell vergessen und kann es doch nicht.

Freitagsfüller


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1. Fast hätte ich vergessen wie es ist einfach mal in den Tag hinein zu leben (Planung und auch Ungewissheit bestimmt gerade mein Leben).

2. Ich habe immer in der Handtasche und in jeder Jacke einen Lippenpflegestift in der Tasche.

3. Wenn Geld kein Thema wäre, dann würde ich gerne einen längeren Auslandsaufenthalt machen und noch einmal etwas ganz anderes studieren.

4. Seit den Kindheitstagen liebe ich Vanillepudding.

5. Am 1.November ist hier Feiertag, von dem ich nichts habe und daher ein Tag wie jeder andere Samstag auch.

6. Ein kleiner Traum, den ich habe, ist eine Reise in ein weit entferntes Land (bin bisher nicht so der Weltreisende).

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf mein Zuhause nach einem langen Arbeitstag, morgen habe ich einen Nachtdienst auf dem Rettungswagen geplant und Sonntag möchte ich einfach erholen und einen langen Spaziergang machen!

Freitagsfüller


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1.  Es sind Ferien und mir ist dies relativ egal, aber die Bayern haben eh noch.

2.  Bei den heißen Temperaturen bin ich am liebsten umgeben von Wasser. 

3.  Das letzte, was ich online bestellt habe waren Bücher für meine Rettungsassistentenausbildung.

4.   Meine Liebe zu Röcken, Kleidern und anderen sehr femininen Kleidungsstücken habe ich erst wieder  beim Einkaufen entdeckt.

5.   Wenn es richtig heiß ist, bin ich am liebsten im Schatten zu finden .

6.   Hoffentlich wird es etwas ruhiger und ich kann entspannen im August.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf der Terrasse, morgen habe ich Sonne genießen, Schwimmen im Pool und vor allem auch Lernen, nachts dann eine Rettungswagenschicht geplant und Sonntag möchte ich ausruhen, Lernen und Wiesenfest besuchen bzw. Festumzug mitlaufen!

Silvester in der Leitstelle


Für mich ist das Feiern an Silvester nichts wirklich besonderes, denn irgendwie ist es auch nur eine Party, bei der man eben hauptsächlich auf Mitternacht wartet. So habe ich mich dieses Jahr mal wieder entschloss an Silvester Nachts in der Leitstelle zu arbeiten.

Zuhause gab es noch lecker Fondue und danach ging es zum Telefondienst in die Leitstelle. Diese wird in dieser Nacht personell aufgestockt, da man mit einem höheren Einsatzaufkommen rechnen muss. So sind wir in dieser Nacht insgesamt 6 Mitarbeiter.

Ich bin abends die letzte, die zum Dienst kommt, und bringe ein paar Schnittchen mit, die sehr gut ankommen und bereits nach sehr kurzer Zeit aufgegessen sind.

Bisher scheint der Abend recht ruhig und entspannt zu sein. Aber es ist schließlich auch noch einige Zeit bis Mitternacht. So mache ich mich an einen Tisch bereit und warte auf die Dinge, die so kommen mögen. Mit einem Kollegen diskutiere ich bereits über die zu erwartenden Einsatzzahlen und die vergebene Nummer 1 im neuen Jahr.

Ich nehme einige Notrufe an, alles ganz alltägliche Sachen, alles Rettungsdienst. Nun ist noch es noch ca. eine Stunde bis Mitternacht. (mehr …)