kollegen

Viel Lob und die Selbsteinschätzung


Ich bin ein Mensch der viel über manche Sachen nachdenkt und sich auch gerne mal dabei selbst kritisiert.
So bin ich auch im Rettungsdienst nicht immer mit mir selbst zufrieden und will immer besser werden. Das war auch ein Grund warum ich die Rettungsassistentenausbildung gemacht habe.

Auch von Kollegen nehme ich alles auf, was über mich gesagt wird.
Ich möchte dabei nicht nur die Ehrenamtliche sein, mein Ehrgeiz liegt darin so gut wie jeder Hauptamtliche zu sein.

Als RA-Jahrespraktikantin war es für mich auch wichtig, eine echte Einschätzung und auch manchmal Kritik zu bekommen.
Ich musste nach jeder Schicht bewertet werden, doch diese Bögen sind manchmal einfach nichts sagend. Ein Gespräch hilft hier schon viel weiter. Ich war hierbei echt froh um jeden Kollegen, der manche Dinge angesprochen hat und einen Verbesserungsvorschläge gegeben hat oder einfach auch mal einen Einsatz nachbesprochen wurde.

Mit dem Ende der Ausbildungszeit und dem Erhalt der Urkunde ist dies weggefallen. Nun treffe ich Entscheidungen selbstständig, bin manchmal als „alleinige“ Rettungsassistentin auf dem RTW eingesetzt und somit auch alleine verantwortlich. An diese Situation muss man sich auch erst einmal gewöhnen. Bei den meisten Einsätzen ist dies kein Problem, doch manchmal bin ich echt froh, wenn ich noch jemanden Erfahrenes dabei habe und diese Person für mich Entscheidungen trifft.

Die meisten Kollegen unterstützen mich hier sehr. Ich fahre sehr viel als Begleiterin auf dem RTW. Alle meinen, dass ich dies eben auch anstreben sollte.
Die Kollegen finden auch, dass ich vom Dienstplan her noch öfters als Verantwortliche eingesetzt werden sollte, denn nur so wird man selbstständiger und kann sich wiederfinden. (mehr …)

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Lebenszeichen


Ich wollte mich nur kurz mal melden. Leider war es auf meinen Blog die letzten beiden Wochen sehr ruhig, denn es gab nichts neues. Dies liegt aber nicht daran, dass ich nichts zu erzählen hätte. Es gibt vieles zu bloggen, doch einige andere Dinge hindern mich gerade daran.

Zunächst einmal bin ich in meinem Hauptberuf sehr eingespannt. Dort muss ich eine zusätzliche Vertretung übernehmen. Es stehen Besprechungen und besondere andere Sachen an. Dazu kommen viele Ausfälle von Kollegen und noch mehr Arbeit. Zusätzlich ist die Stimmung gerade auch eher wirklich mies. Dies schlaucht sehr und somit bin ich dann nicht mehr wirklich gewillt, auch noch viel für den Blog zu schreiben.

Privat gibt es auch einiges zu erledigen. Tausend Schreibsachen müssen endlich gemacht werden. Dazu werde ich wieder einmal umziehen und zwar nach Hause. Ich gebe also die Wohnung in der Arbeits-Stadt auf und habe eine Nachmieterin gefunden, die auch meine Möbel mitnimmt. Doch dies ist eben auch aufwendig und ich ziehe nun Woche für Woche ein bisschen mehr dort aus.

Naja wie es so ist, hat es dann auch mich mit einem bösen grippalen Infekt erwischt. Nach zwei Wochen musste ich einsehen, dass ich nun wirklich krank bin und jetzt gab es eine Woche ärztlich verordnete Pause. War also krankgeschrieben. Dazu durfte ich gegen eine hartnäckige  Bronchitis auch noch (besser vorbeugen) Antibiotika nehmen.

Nach einer Weile wollte ich während der verordneten Zwangspause auch wieder an den PC und mich hier etwas um den Blog kümmern. Doch leider wollte hier mein Laptop in Kombination mit dem DSL nicht mehr und hat mich nicht in den Blog gelassen. Konnte alle Internetseiten besuchen, doch es war alles sehr langsam und beim Blog ging gar nichts.

Nunja all diese Widrigkeiten wurden nun bekämpft  bzw. beseitigt und ich gelobe daher Besserung und hoffe, dass ich euch in den nächsten Wochen wieder ein bisschen mehr Leben auf dem Blog bieten kann.

Die erste offizielle Schicht als Rettungsassistentenpraktikantin


Nachdem ich bereits ein paar Schichten als „inoffizielle Rettungsassistentenpraktikantin“ gefahren bin, wurde es nun ernst. Ich war nun von Seiten des Rettungsdienstleiters offiziell als Praktikantin benannt und es waren auch alle Kollegen informiert worden. Dazu hatte ich nun auch das Berichtsheft erhalten und wurde über meine Aufgaben und Pflichten aufgeklärt. Die erste Schicht konnte also kommen.

Es war eine Frühschicht auf dem Rettungswagen zusammen mit einem lieben, erfahrenen Rettungsassistenten. Mein Kollege freute sich darüber, dass er mich nun begleiten lassen dürfe, schließlich warte er darauf schon länger. Ich übernahm also bei der Schichtübergabe nicht nur einen Melder, sondern dazu auch das Tablet zur Einsatzdokumentation sowie den wichtigen Schlüsselbund mit BtM-Schlüssel und Auffüllschrankschlüssel sowie das Diensthandy.

Nach einer gemütlichen Unterhaltung mit der Nachtschicht und einem Kaffee zum Wachwerden, ging es zum Checken des RTWs in die Garage. Dort kontrollierte ich die Gerätschaften, während mein Kollege sich um den Notfallkoffer sowie die Schrankfächer kümmerte. Danach ging es wieder hoch in die Wache. Es war an diesem Morgen recht ruhig. Doch meine Nervosität war dennoch groß, schließlich war es eben eine neue Situation.

Nach über 2 Stunden ging nun aber der Melder das erste Mal. Es sollte zur Absicherung eines Brandes in einer Außenanlage einer Industriefirma in der Nachbarstadt gehen. Ich nahm also auf dem Beifahrersitz Platz und der Rettungsassistent fuhr mit Sondersignal zum Einsatzort. Dort war die Feuerwehr bereits beim Löschen und hatte den Brand unter Kontrolle. Wir meldeten uns beim Einsatzleiter und dieser erklärte, dass es sich nur um einen Kleinbrand handelt, ein Trupp ist unter Atemschutz im Einsatz und somit sicherten wir die Feuerwehr eben beim Löschen ab. Für uns gab es also nichts zu tun, außer Warten. Währenddessen fing ich bereits mit der Einsatzdokumentation an.

Nachdem die Feuerwehr mit den Nachlöscharbeiten fertig ist, dürfen auch wir wieder zurück Richtung Heimatstadt fahren. Auf dem Weg dorthin gibt es jedoch bereits einen Folgeeinsatz. Ein Kollaps wird uns als Notfalleinsatz gemeldet. Nun geht es einmal mit Sonderrechten quer durch die Stadt.

Es wartet ein älteres Ehepaar auf uns. Der Ehemann hatte uns alarmiert, denn seine krebskranke Frau war heute sehr schwach und einem Kollaps sehr nah. Zudem war ihr durch die Chemotherapie sehr übel und sie hatte eine Verschlechterung des Allgemeinzustands. (mehr …)

Freitagsfüller


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1. In 12 Wochen ist Weihnachten und ich freue mich schon auf die Vorweihnachtszeit.

2. Aktuell bin ich mal wieder ein Serienjunkie, weil ich SIXX für mich entdeckt habe und auch wieder ziemlich oft Emercency Room schaue (die guten alten Folgen).

3. Gestern bemerkte ich, dass ich auch echt liebe Arbeitskollegen habe.

4. Ich putze immer alles von oben nach unten.

5. Wenn ich Kürbisse sehe, dann mag ich diese nur anschauen, nicht essen .

6. Manche Kollegen sind echt nur schwierig und auch feige, darüber bin ich schon echt enttäuscht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Feierabend nach einer Leitstellenschicht, morgen habe ich einen kurzen Messebesuch, Shoppen und vor allem Zeit mit der Familie verbringen und lecker Essen gehen geplant und Sonntag möchte ich mich einfach erholen und wenig Tun!

Neue und dennoch alte Situation: Praktikantin sein


Mit dem erfolgreichen Abschluss der Rettungsassistentenausbildung hat sich eines vor allem verändert: mein Status auf der Rettungswache.

Ich bin hierbei von der Rettungssanitäterin wieder zur Praktikantin geworden, besser gesagt zur Rettungsassistentin im Praktikum oder Annerkennungsjahr geworden. Schon komisch irgendwie. Ich fühle mich echt zurück versetzt in meine Anfänge im Rettungsdienst.

Vor mittlerweile gut 4 Jahren bin ich zum ersten Mal im Rettungsdienst als „Dritte“ oder eben Praktikantin aktiv geworden. Dort habe ich viele Dinge zum ersten Mal erlebt, sei es die erste Blaulichtfahrt, der erste Tode, die erste Reanimation, und vieles andere mehr. Während meiner Zeit als angehende Rettungssanitäterin musste ich auch Berichte schreiben.

Jetzt fängt alles wieder von vorne an. Ich bin klar in einer anderen Situation, doch dennoch erlebe ich diverse Dinge aus einer anderen Sichtweise nun wieder zum ersten Mal, jetzt eben als Rettungsassistentin im Praktikum mit wesentlich mehr Verantwortung.

Ich selbst habe dies gar nicht so erkannt, doch meine lieben Kollegen haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja nun wieder Praktikantin bin und damit haben sie ja auch irgendwo recht. Meine Stellung auf der Wache ändert sich. Ich muss mich wieder bewerten lassen. Ein Berichtsheft muss ich schreiben und viele Einsatzberichte abgeben. Ich stehe wie als „Dritte wieder mehr unter Beobachtung und bin nicht einfach Fahrerin und Rettungssanitäterin.

Aus Scherz haben die Kollegen auch gemeint, dass für jedes „erste Mal“, also jede neue Erfahrung als Praktikantin, auch wieder der traditionelle Kuchen fällig sei. Dies meinten sie natürlich aus Spaß, doch den ein oder anderen Kuchen werde ich sicherlich backen.

Eines hat sich meiner Meinung auch geändert: die Rolle der Ehrenamtlichen! Klar bin ich weiterhin nur ehrenamtlich aktiv (geht auch nicht anders), doch nun eben als „Berufspraktikantin“. Dies ist auch für die hauptamtlichen Kollegen neu, denn ein rein ehrenamtliches Rettungsassistentenpraktikum gibt es selten. Eines zählt jetzt auf jeden Fall nicht: der Spruch, ich bin nur ehrenamtlich. Schließlich geht es um meine Berufsausbildung und die soll genauso gut sein wie die eines hauptamtlichen RA-Praktikanten!

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie sich mein Praktikum so entwickelt und freue mich auch auf die neue Rolle, an die ich mich noch etwas gewöhnen muss!

Freitagsfüller


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1. Meine Füße mag ich eigentlich nicht, doch gepflegt sind sie ok.

2. Wenn man einmal mit Kartoffelchips anfängt, dann kann man nicht mehr aufhören bis sie alle sind .

3. Ich lernte so viele Dinge in der Schule und habe vieles schon total vergessen oder verdrängt (jetzt lerne ich eben noch einmal das Biologische und Chemische von einer anderen Seite).

4. Mein Kampfgeist ist gerade aktiviert.

5. Es ist wirklich traurig, dass manche Arbeitskollegen nicht einmal „Guten Morgen“ und „Tschüss“ sagen können, sondern liebe eine Barriere vor sich aufbauen .

6. Einige Städt und Sehenswürdigkeiten in und vielleicht auch außerhalb Deutschlands möchte ich unbedingt in diesem Jahr noch besuchen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend im Hotel, morgen habe ich einfach nur die Seele baumeln lassen und erholen beim Kurzurlaub geplant und Sonntag möchte ich den Bayerischen Wald erkunden!