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Adventskalender Tür 1: Rettungsdienst Patienten wiedertreffen


Nachdem ich vor kurzem unter anderem auch gefragt wurde, ob wir im Rettungsdienst Patienten wiedertreffen bzw. Wissen was sie letztendlich genau für eine Erkrankung hatten, beginnt der Adventskalender heute mit dieser interessanten Frage.

Meistens geben wir als Rettungsdienst die Patienten in der Notaufnahme ab. Dort kümmern sich dann das Pflegepersonal sowie die diensthabenden Ärzte um sie. Man sieht die Patienten dort vielleicht noch kurz, wenn man nochmals dort ist.

Danach ist ein Treffen eher selten. Manchmal hat man das „Glück“, dass man die gleichen Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause fahren darf. Somit erfährt man hierbei dann auch weiteres über den Verlauf der Behandlung im Krankenhaus. Dies ergibt oftmals interessante Gespräche.

Es kann auch vorkommen, dass Patienten einen später auf der Straße erkennen und man so noch einmal ins Plaudern kommt. Ich selbst erkenne die Leute dabei eher selten, doch Patienten erkennen die Rettungsdienstmitarbeiter schon noch meistens. Oder aber man fährt den Patienten einige Zeit später nochmals ins Krankenhaus. Dies ist mir bisher schon des öfteren passiert und erleichtert oft die Arbeit, da man noch einiges über den Patienten weiß und so eine Diagnose leichter fällt (auch das Erkennen von Simulanten).

Sehr sehr selten nehmen frühere Patienten des Rettungsdienstes von sich aus gezielt Kontakt mit dem Rettungsdienstmitarbeitern auf.

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Klinikpraktikum. Los gehts in der Notaufnahme


Nachdem endlich alles abgeklärt war, konnte ich also mit meinen Klinikpraktikum für die Ausbildung zur Rettungsassistentin starten. Die ersten beiden Tage hatte ich mir für die Notaufnahme ausgesucht, denn dort waren es nur 20 Stunden, die ich noch absolvieren musste.

Am Morgen meldete ich mich zunächst bei der Pflegedienstleitung. Dort musste ich zunächst Belehrungen über Schweigepflicht und Infektionen sowie ein allgemeines Praktikantenblatt unterschreiben. Danach bekam ich die Essensmarken, denn ich sollte eine kostenlose Mittagsverpflegung bekommen. Anschließend ging es im Eiltempo quer durch das Haus. Mir wurde gezeigt, wo ich die Essensmarken abgebe, wo die Kantine ist und vor allem bekam ich einen Spint sowie gezeigt, wo ich die passende Kleidung finde.

Nachdem ich die hübsche rosa Krankenhausbekleidung angezogen hatte, ging es in die Notaufnahme oder auch Zentrale Aufnahmestation. Dort war noch recht wenig los und so konnte ich mich erst einmal vorstellen und mir wurden alle Räumlichkeiten mit den wichtigsten Schränken und deren Inhalt gezeigt. Natürlich wurde mir auch gleich gezeigt, wo ich Labor und Röntgen finde, denn schließlich sind Hol- und Bringtätigkeiten auch für Praktikanten sehr wichtig.

Danach schaute ich erst einmal bei den Aufnahmen zu. Mir wurde gezeigt, was dabei alles zu machen ist. Recht schnell konnte ich so die Vitalwerte ermitteln und die Patienten an das Monitoring anschließen. Auch 12-Kanal-EKG schreiben gehörte nun immer zu meinen Aufgaben. Wenn es die Zeit erlaubte, dann schaute ich bei den Anamnesegesprächen der Aufnahemärztin zu. Auch die Untersuchungen der Chirurgen und die Anlage von verbänden und Gipsen konnte ich verfolgen. (mehr …)

Freitagsfüller


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1. In der vergangenen Woche bin ich jeden Tag um 4.40 Uhr morgens aufgestanden.

2. Mit einer sehr guten Freundin bin ich verbunden für’s Leben (anscheinend sind wir echt seelenverwandt, da wir soo viele Gemeinsamkeiten haben und dies trotzdem ganz unabhängig voneinander)

3. Es geht doch nichts über nette Kollegen in der Klinik, die immer mal etwas zum Naschen mitbringen.

4. Mein Bett und einfach nur Schlafen ist gerade für mich so verführerisch.

5. Schmeckt schon wieder sehr gut, der erste Eisbecher in diesem Jahr .

6. Meine Oma kann so viel sie will essen und nimmt nichts zu, wie macht sie das?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend zuhause, morgen habe ich noch einen Tag Praktikum auf der Intensivstation geplant und Sonntag möchte ich mich als Wahlhelferin betätigen!

Die Suche nach einem Praktikumsplatz


Genauso wie bei der Ausbildung zur Rettungssanitäterin ist auch beim Rettungsassistenten ein Klinikpraktikum vorgeschrieben. Bei der verkürzten Ausbildung wie ich sie mache, werden alle Stunden, die bereits für den RS abgeleistet wurden anerkannt.

Somit habe ich für den Rettungsassistenten noch insgesamt 220 Stunden Praktikum auf verschiedenen Krankenhausstatiionen bzw. Bereichen zu absolvieren.

Bei meinen ersten Klinikpraktikum war ich in dem Krankenhaus der Maximalversorgung in unserer Stadt, in der ich auch Rettungsdienst fahre. Diese Klinik habe ich mir damals fast selbstverständlich ausgesucht, ohne über weitere Alternativen nachzudenken.

Dieses Mal wolle ich jedoch in ein anderes Krankenhaus, denn beim ersten Praktikum war ich nicht immer so zufrieden und vor allem ist die Stimmung unter dem Personal dort mittlerweile sehr schlecht.

So suchte ich also nach einem anderen Krankenhaus. Es boten sich die beiden Kreiskliniken an. Diese sind unterschiedlich spezialisiert, doch letztendlich war es mir egal, an welchem ich mein Praktikum absolviere, vielleicht auch gemischt. (mehr …)

In einer Nacht quer durch das Leitstellengebiet…


Für mich recht ungewöhnlich war ich Sonntag Nacht auf dem RTW als Fahrerin unterwegs. In einer solchen Nacht, kann man entweder totale Ruhe oder aber viel unterwegs sein. Die Kollegen hatten bereits die ganze Woche über sehr viele Einsätze gefahren und so stellte ich mich eher auf Ruhe ein, da es ja irgendwann wieder einmal anders werden muss.

Mein Kollege, ein erfahrener Rettungsassistent, der nie um einen blöden Spruch verlegen ist, und ich checkten also zu Beginn der Schicht nach der Übergabe den RTW, um danach zum gemütlichen Teil überzugehen. Es gab nämlich von einem anderen Kollegen ein super leckeres Erdbeertiramisu, welches natürlich von der anderen RTW-Besatzung und uns vernascht wurde.

Danach ging zum ersten Mal unser Melder, es sollte zur Gebietsabsicherung gehen, doch bereits an der 2. Ampel durften wir wieder umkehren. Somit war also nochmals Zeit zum Plausch mit den Kollegen.

Bald wurden wir allerdings wieder alarmiert: diesmal schickte uns die Leitstelle auf eine Außenwache, ebenfalls zur Gebietsabsicherung, da die dortigen Kollegen weiter weg fuhren. Somit ging die Fahrt zur nächsten Wache, wo wir uns es auch auf dem Sofa gemütlich machten und mit dem dortigen Notarzt-Fahrer quatschen konnten. Nach etwas einer Stunde durften wir den Heimweg wieder antreten.

Auf der Wache unterhielten wir uns noch etwas, um recht bald schalfen zu gehen. Leider war dieser Plan nicht der, den die Leitstelle für uns hatte. Es klingelte nämlich das Telefon, was meistens bedeutet, dass wir einen Hausnotruf fahren.  Hier war es ein 24-Stunden Alarm, d.h. die Teilnehmerin am Hausnotruf hatte innerhalb des letzten Tages den Knopf zur Zurückstellung nicht betätigt. Nach Suchen der richtigen Schlüssel aus dem Kasten, ging es mit den Wohnungsschlüsseln in einen Außenort, wo wir dank Navi recht schnell an der Adresse ankamen. Der RA klingelte und sperrte die Haustüre des Hauses auf. Beim Hineingehen hörten mein Kollege und ich bereits einen sehr lauten Fernseher oder ähnliches. So holte ich schon einmal den Notfallkoffer, denn dies bedeutet meist nichts gutes. Währenddessen ging der RA in das Zimmer, wo die Stimmen aus dem Gerät zu hören waren, er erblickte eine schlafende Dame, welche er aufweckte. Sie erschreckte erst einmal, danach meinte sie, dass sie eingeschlafen war und den Hausnotruf total vergessen hätte. Kann ja mal passieren. Wir stellten den Alarm noch zurück und machten uns auf den Weg zur Wache.

Auf der Rettungswache angekommen, wollte ich mich schnell in meinen Schlafsack kuscheln, doch es sollte wieder zur Gebietsabsicherung in eine andere Außenwache gehen. (mehr …)

Einsatzbericht: Dialysefahrt


Inhalt der Einsatzmeldung der Rettungsleitstelle

Rehaklinik xy, Dialysefahrt ins KfH, sitzend, Krankentransport

Vorgefundene Situation am Einsatzort und Befund des/der Patienten/Patientin

– Patient männlich, ca. 70 Jahre

– Situation: Patient sitzt im Rollstuhl auf uns wartend auf dem Gang des Reha-Zentrums, Pflegepersonal bringt uns zu dem wachen und orientierten Mann (GCS 15), der sich mit Z.n. Oberschenkelhalsfraktur aktuell in der Rehaklinik befindet und dialysepfichtig (3 x Woche) ist, weiterhin normaler Allgemeinzustand bei schlechter Gehfähigkeit

– Beschwerden, Verletzungen: Z.n. Oberschenkelhalsfraktur, chronisches Nierenversagen, ansonsten keine Beschwerden

Verdachtsdiagnose (eigene bzw. die des Notarztes)

Dialysepflichtiger Patient, der nach Oberschenkelhalsfraktur noch wenig gehfähig ist

Organisatorische und medizinische Maßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes

– Patientenkontakt, Vorstellung und Begrüßung

– Übergabe durch das Pflegepersonal

– Umsetzen des Patienten von seinem Rollstuhl in den Transportstuhl des KTW

– Transport in KTW und Klinik mit Dialyse währenddessen soziale Betreuung

– Transport in die Klinik, dort Wiegen des Patienten, Umlagerung vom Transportstuhl in ein Bett, Übergabe an Dialyseabteilung

Organisatorische und medizinische Maßnahmen zusammen mit dem Notarzt

keine Notarztanforderung