Dankbarkeit


Letzte Woche war ich wieder einmal als Rettungsassistentin und Begleiterin auf dem RTW unterwegs. Wir sind an diesem Tag eine rein ehrenamtliche Besatzung.

Am Nachmittag geht es irgendwann einmal zum gemeldeten Herzinfarkt in das große Asylbewerberheim. Es erwartet uns zunächst niemand, nach Rückfrage bei der Leitstelle wird uns eine  Zimmernummer  mitgeteilt. Mein Kollege und ich gehen also mit unserem Equipment ins Wohnheim und finden schließlich das Zimmer. Dort liegt ein ca. 45-jähriger Herr. Er begrüßt uns freundlich, spricht bereits recht gut deutsch. Ich freue mich, denn so ist wenigstens eine normale Anamnese möglich. Der Patient gibt Schwitzen, Unwohlsein und Stechen im Brustkorb an. Er ist Diabetiker und Dialysepatient, wobei er heute danach sehr schwach ist. (mehr …)

Freitagsfüller in der Urlaubszeit


6a00d8341c709753ef011570569c3f970b

1.   Ich bin noch da, hatte aber in den letzten Wochen einfach keine Zeit oder Lust zum Bloggen.

2.    Einige Besucher unseres Volksfestes haben unseren San-Dienst beim Tanzen und Mitfeiern gesehen, und so wurden direkt Fotos gemacht und nun sind wir überall im Internet mit einem sehr netten Spruch zu finden😉 .

3.   Was macht eigentlich das Sommerwetter – echt nicht sonderlich toll.

4.    Manche Dinge muss man sich einfach leisten, um dann sagen zu können: das war es wert.

5.    Früher oder später klären sich die meisten Sachen.

6.   Manche Dinge interessieren mich überhaupt nicht, so wie Instagram Stories .

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen privaten Festbesuch, morgen habe ich  eine Nachtschicht auf dem RTW mit dem Lieblingskollegen geplant und Sonntag möchte ich noch einmal San-Dienst machen!

Freitagsfüller


6a00d8341c709753ef011570569c3f970b

1.   Die ganze Welt spielt  verrückt, es gibt einfach keine Ruhe. Meine Trauer gilt mit den Opfern und Familien des Anschlags von Nizza.

2.    Nach 2 Wochen Urlaub bin ich zurück im Alltag, doch ich wünsche mir noch etwas Sommer und will mehr davon.

3.   Brauchen wir eigentlich wirklich dieses Pokemon-Spiel. Die reale Welt ist doch auch ohne so etwas schön und man kann so viel sehen. 

4.    Aufgrund des Wetter trage ich gerade eher Sportschuhe statt Flop-Flops.

5.   Schneller geht es,  wenn man Dinge klar anspricht und direkt mit dem Betreffenden klärt.

6.    Im Rettungsdienst muss man manchmal ganz schnell auf die Bremse treten .

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Runde Minigolf und Pizzaessen, morgen habe ich einen eher ruhigeren Tag und ein Gospelkonzert am Abend  geplant und Sonntag möchte ich eine Schicht im Rettungsdienst fahren!

Schrecksekunde 


Im Rettungsdienst fährt man öfters mit Sondersignal, sprich Blaulicht und Martinshorn.  Leider ist dies nicht immer so einfach. Es ist nicht einfach nur „geil“, sondern teils auch sehr anstrengend und nervig.

Vor einer Woche war ich wieder einmal als Fahrerin des RTW unterwegs. Es war gerade zu Schichtbeginn am Nachmittag als wir bereits zu einem Notarzteinsatz alarmiert wurden.

Mein Kollege und ich rückten aus, Einsatz Übernahme am Funk, Tor zu machen, langsam Losfahren und Blaulicht anschalten. Dazu dann sofort an der ersten Kreuzung Rot an der Ampel erblickt (Ampel ist direkt nach der Ausfahrt der Wache). Sofort habe ich das Horn per Fußschalter dazu geschaltet, mehrmalige Blicke über die Kreuzung, danach auch noch Blickkontakt zu einem LKW-FAHRER und einem entgegen kommenden PKW FAHRER, weiter langsam hinein getestet, doch dann auf einmal kommt auf der zweiten Fahrbahnspur links neben dem LKW ein roter PKW angeschossen. Ich steige sofort wieder auf die Bremse, stehe wieder, jetzt kann ich nur noch zusehen. Sekundenbruchteilen dauern ewig, ich sehe den PKW bereits  links in den RTW fahren, doch in der letzten Sekunde bremst der PKW noch ab und weicht mir noch aus.  (mehr …)

Freitagsfüller


6a00d8341c709753ef011570569c3f970b

1.   Schade, es ist  leider vorbei für unsere Nationalmannschaft.

2.   Die weitere Herausforderung mit einem Nasterstudium ist eine Chance für mich.

3.   Ganz besonders frisch fühle mich gerade nach einer kühlen Dusche oder einem kühlendeb Wasserspray.  

4.   Ich liebe auf den Feldern blühende Sommerblumen.

5.    Kurz vor dem Einschlafen denke ich gerade über tausend Dinge nach. 

6.  Eine Decke liegt meistens auf dem Sofa .

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen unverhofft gemütlichen Abend zuhause im Garten, morgen habe ich eine Nachtschicht auf dem RTW geplant und Sonntag möchte ich Zeit mit der Familie verbringen!

Die Frage nach dem Warum


Immer wieder werde ich von Bekannten und Freunden, aber auch von Arbeitskollegen gefragt, was mich zum Rettungsdienst gebracht hat und auch warum ich dort noch eine Berufsausbildung gemacht habe.

Die meisten meinen dazu auch, dass sie das ganze so nicht könnten bzw. mich dafür bewundern.

Für mich selbst ist dies keine große Sache und ich bin hier einfach hinein gewachsen. Von Klein auf war ich bei meiner Hilfsorganisation oft bei Veranstaltungen durch meine Eltern dabei. Irgendwann einmal hat es mich jedoch aber nicht mehr sonderlich interessiert, offizielles Mitglied war ich zu dieser Zeit nicht.

Doch es gab ein Schlüsselerlebnis in der Schule. Ein Schulfreund ist in der Klasse rückwärts vom Stuhl gefallen und hatte eine Kopfplatzwunde und Gehirnerschütterung. Ich war direkt daneben, doch wusste nicht wirklich, wie ich ihn helfen konnte. Der Schulsanitätsdienst hat hier eine super Erstversorgung gemacht. Danach wollte ich nie mehr so hilflos daneben stehen und bin ebenfalls zu unserem Schulsaniätsdienst dazu gegangen.
Dabei hat mir ein Erste-Hilfe-Kurs nicht gereicht, so bin ich doch wieder zu der Hilfsorganisation und habe dort die Sanitätsausbildung gemacht.
Danach bin ich bei einem Zeltlager zum ersten Mal wirklich näher mit einem Rettungswagen zusammen gekommen, durfte als Dritte bei einer Übung mitfahren und einen Tag Ausbildung damit erleben.

Nach dem Abitur hatte ich schließlich ein bisschen mehr Zeit und habe angefangen als Dritte im Rettungsdienst mitzufahren, erst Krankenwagen, dann RTW. Jetzt ging alles sehr schnell, viele neue Dinge, viele Schichten und zunächst die Rettungshelfer, dann die Rettungssanitäterausbildung, alles neben dem Studium. Ich musste mich dabei immer strukturieren, Zeitpläne und Terminkalender waren wichtig, denn ansonsten hätte dies nicht funktioniert.
Es war aber auch eine Abwechslung, ich konnte mit dem einen vom anderen quasi abschalten, eben etwas ganz anderes tun oder lernen.

Doch ich wollte immer noch mehr, war nicht immer zufrieden, mehr Lernen und Können. So kam der Entschluss die Ausbildung zur Rettungsassistentin nebenbei zu machen, neben einem Vollzeitjob in einer fremden Stadt.
Hierbei war die Organisation und Struktur noch viel wichtiger, ich habe teils viele Tage am Stück für die Ausbildung verplant, genaue Einteilung im Terminkalender zwischen Arbeit, RA-Ausbildung und Klinikpraktikum, dazwischen immer wieder RTW fahren und ein bisschen Freizeit gab es auch noch.
Des war nicht immer leicht, dieses Jahr, doch ich habe es geschafft, mich gefreut, als es vorbei war, viel dazu gelernt, viele Stunden mit meinem RA-Kurs verbracht.
(mehr …)