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Das letzte Praktikantengespräch – auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Vor kurzem war es soweit, das letzte Gespräch mit meinem Lehrrettungsassistenten und dem Rettungsdienstleiter stand an. Als Rettungsassistentin im Praktikum gehört dies eben auch dazu und ich war im Gegensatz zum ersten Gespräch sehr gelassen.

Zunächst einmal hieß es vor dem Gespräch das Ausbildungsnachweisheft auf Vordermann bringen. Dazu schrieb ich fleißig Einsatzberichte und versuchte die Einweisungen zu vervollständigen. Doch irgendwie war ein Bericht verschwunden bzw. zu mindestens nicht in meinen Ordner zu finden. Dieses Problem ließ sich jedoch zum Glück kurzfristig lösen, da ich alle Berichte am PC zuhause gespeichert hatte und auch das Original aus einem Fach eines Kollegen wieder auftauchte (nachdem ich und auch mein LRA alles abgesucht hatten 😉 ).

Das eigentliche Gespräch begann mit kurzer Verspätung, während ich noch einen Kaffee trinken konnte. Dabei war auch ein Plausch mit lieben Kollegen dabei, mit denen ich herzhaft lachen konnte.

Beim Praktikanten-Gespräch ging ich zunächst zusammen mit dem Lehrrettungsassistenten und Rettungsdienstleiter die Bewertungsliste durch. Es war eigentlich durchweg gut. (mehr …)

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Zwischengespräch auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Vor kurzem hatte ich mein erstes Zwischengespräch mit meinem zuständigen Lehrrettungsassistenten.

Man muss dazu sagen, dass ich leider aufgrund verschiedenen Gegebenheiten mit meinen LRA nicht wirklich zusammen auf dem RTW fahre. Dies ist zwar schade, doch es lässt sich nicht mehr verändern. Insgesamt wird mir aber dadurch kein Nachteil entstehen.

Mein Betreuer ist für mich immer zu sprechen. Er ist eben Ansprechpartner und weniger Ausbilder für mich. Fachlich kann ich ihn natürlich fragen, doch was das direkte Lernen in der Praxis auf dem RTW angeht, werde ich eben ohne LRA auskommen müssen (bin übrigens aber nicht die einzige Praktikantin, der es ähnlich geht).

Vor dem Gespräch war ich sehr nervös, denn ich wusste nicht so recht was mich erwarten sollte. Bisher läuft es zwar ganz in Ordnung, doch es könnte nach meinen eigenen Vorstellungen schon noch besser laufen. Ich wusste überhaupt nicht, wie das Zwischengespräch ablaufen würde.

Ich habe nur 2 solche Gespräche und am Ende eben das Abschlussgespräch als letzten „Baustein“ zur Rettungsassistentin.  Die normalen Jahrespraktikantin haben 4 Gespräche und gerade im ersten Gespräch geht es eher um die Probezeit und die ersten Schritte. Leider konnte ich auch vor dem Gespräch nicht viel mit ehemaligen Praktikanten darüber reden.

Vor dem Gespräch habe ich meinen Ausbildungsordner in Ordnung gebracht und mein Lehrrettungsassistent hat ihn kontrolliert. Natürlich ist dieser bisher noch nicht komplett gefühlt und es fehlen zum Beispiel noch einige Einweisungen (die ich teilweise aber als Ehrenamtliche schon habe bzw. hatte).

Am Tag des Gesprächs war ich frühzeitig in der Wache und wartete auf meinen LRA. Dort scherzte ich noch kurz mit den Kollegen. Mein Lehrrettungsassistent holte sich schnell noch einen Kaffee und teilte mir mit, dass das Gespräch nur zu zweit stattfinden würde, der Rettungsdienstleiter ist erkrankt. Ich war darüber ehrlich etwas erleichtert, denn so kann man doch freier Reden.

Ich ging mit dem LRA in sein Büro und setzte mich dort. Zu Beginn erzählte erst einmal mein LRA. Er hatte an meinem Berichtsheft, also dem Ausbildungsordner nichts zu meckern. Die Unterlagen waren alle vollständig. Ich führte alles recht sauber, ein paar Kleinigkeiten, die ich noch ausbessern sollte, gab es dennoch. (mehr …)

Türchen Nr. 15: Praktikum Integrierte Leitstelle


Heute gibt es etwas zum Thema Integrierte Leitstelle im Adventskalender zu lesen. Ich bin selbst nebenamtliche Mitarbeiterin in einer solchen und erlebe somit auch immer wieder einiges bei meiner Arbeit.

Zunächst einmal besteht in unserer Integrierten Leitstelle, kurz ILS, die Möglichkeit ein Praktikum zu machen. Hier werden verschiedene Zielgruppen angesprochen. Zum einen kann jeder „Partner“ der ILs ein Praktikum machen, also Rettungsdienstmitarbeiter, Feuerwehrleute bzw. Führungskräfte, Angestellte der Kreisverwaltungsbehörden usw. Zum anderen werden auch Praktika im Rahmen von Studium angeboten: hier war ein Student auch schon einige Wochen in der ILS. Auch wirklich Interessierte können ein kurzes Schnupperpraktikum absolvieren. Unser Leiter der ILS ist hier recht offen.

Allerdings sind die Handlungsmöglichkeiten der Praktianten beschränkt. Sie könenn also wenig selbst erledigen, da die Tätigkeiten eben Einarbeitung bzw. Wissen erfordern und sehr sensibel damit umgegangen werden muss. Mal schnell einen Notruf abfragen, geht eben nicht. Trainingsanrufe und Mithören ist aber immer dabei.

Es wird bei den verschiedenen Praktika viel erklärt. Zum einen über die Hard- und Software, zum anderen über den allgemeinen Ablauf in einer ILS. Dazu kommen dann spezielle Punkte (mehr …)

So macht Arbeiten auf dem RTW Spaß – Teil 4


Es ging wieder zurück Richtung Wache. Bereits auf dem Weg sprach uns die Leitstelle an. Es sollte gleich zum nächsten Einsatz gehen. Und welch Wunder, es war wieder ein Notarzteinsatz, heute also bereits der fünfte. Dieses Mal wurde uns eine Analgesie als Notarztindikation gemeldet. Ein Patient sollte starke Rückenschmerzen haben. Es ging einmal quer durch die Stadt in ein ländliches Wohngebiet. Mein Kollege Jonas und ich mussten das Haus etwas suchen, bevor wir bereits einen Herren winken sahen.

Wir folgten also mit Notfallkoffer und EKG-Einheit dem Einweiser. Dieser brachte uns über eine enge Treppe hinauf ins erste Obergeschoss zum Patienten. Es war ein junger Mann, der im Wohnzimmer auf dem Boden lag. Ich übernahm wieder die Führung im Einsatz, Jonas unterhielt sich eher mit den weiteren anwesenden Personen. Der Patient gab an, dass er auf einmal starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich hatte und sich daraufhin auf dem Boden gelegt hatte. Er war nicht gestürzt, hatte keine Vorerkrankungen und war eigentlich ein Hobby-Fußballer. Ich untersuchte seinen Rücken, doch aktuell waren die Schmerzen beim Liegen mit angezogenen Beinen eigentlich nicht vorhanden und eine Verletzung war nicht ersichtlich. Der junge Mann hatte jedoch viel Angst, die Beine auszustrecken oder sich weiter zu bewegen. Die gemessenen Vitalwerte waren unauffällig. Die Rückenprobleme hatte er jedoch bereits seit einiger Zeit und war auch schon damit in ärztlicher Behandlung.

Nun traf der Notarzt mit seiner Fahrerin und der Praktikantin ein. Jonas und ich machten eine Übergabe. Der Notarzt fragte den Patienten nun noch einmal genauer und untersuchte ausführlich. So konnten nun auch die Beine angehoben und ausgestreckt werden. Allerdings sollte bzw. konnte unser Patient nicht schmerzfrei aufstehen und so stellte sich die Frage, wie wir ihn zum RTW bringen sollten. Die Treppe erwies sich hier als Problem. Der Notarzt und das gesamte Team einigte sich auf die Möglichkeit mit Vakuummatratze und leichtes hinunter rutschen bzw. ziehen über die Treppe. Somit wurde nun alles vorbereitet und der Patient mit viel Überredungskunft davon überzeugt, dass dies am besten für ihn sei. Der ca. 25-jährige Mann wurde nun schonend in die Vakuummatratze gebettet und diese abgesaugt. Weitere Maßnahmen wollte der Notarzt erst im RTW machen.

Es ging nun mit dem gesamten 5-köpfigen Rettungsteam und dem gut verpackten Patienten in der Vakuummatratze die enge Treppe hinunter. (mehr …)

Die erste Schicht als „inoffizielle“ RA-Praktikantin


Nachdem ich mein Ergebnis der Rettungsassistentenprüfung bekommen habe, bin ich bald wieder eine Schicht auf dem Rettungswagen gefahren. An diesem Samstag Nacht sollte ich mit einem erfahrenem Lehrrettungsassistenten eingeteilt sein. Zu Schichtbeginn unterhalten wir uns kurz und er meint, dass ich ja die Prüfung bestanden habe und somit heute dann auch begleiten dürfte, wenn es der Einsatz zulässt. Somit wollte er mich wie eine Rettungsassistentin im Praktikum behandeln, mir fehlt ja nur der offizielle Akt meines Rettungsdienstleiters.

Ich übernahm also bei der Schichtübergabe den Schlüsselbund und die Checkliste sowie Piepser und das Tablett zur Datenübergabe als Begleiterin. Wir checkten unseren RTW und ich machte heute eben alles, was der Begleiter sonst so macht. Also die Anmeldung, das Checken der MPG-Geräte und den ganzen Schreibkram.

Danach blieb auch keine Zeit sich noch ein wenig zu unterhalten, denn unser Melder ging sofort. es sollte sich um einen Transport in eine Uniklinik handeln, also eine Fernfahrt. Dies nahm mir auf jeden Fall gerade ein wenig die Nervosität, denn es war ja kein Notfall, sondern ein Krankentransport.  Die Leitstelle fragte uns auch noch, ob wir mit dem RTW fahren wollen oder einen Krankenwagen nehmen. Wir entschieden uns für den Rettungswagen, denn die Patientin sollte wohl nicht ganz so stabil sein.

Mein Kollege fuhr mit dem RTW zur Einsatzstelle, also der Wohnung der Patientin. Diese sollte mit einer Zustandsverschlechterung bei bekannter Lebererkrankung nun in eine Uniklinik transportiert werden müssen. An der Wohnung angekommen, wartete bereits fast die gesamte Familie auf uns. Der erfahrene Rettungsassistent hielt sich zurück und ich versuchte die Führung zu übernehmen. Wir stellten uns vor und die ca. 40 Jahre alte Patientin wartete bereits mit gepackten Koffern auf uns. Sie war sichtlich erschöpft, doch konnte sich noch laufen und schien stabil zu sein. Sie erzählte uns ein wenig über den Grund der Fahrt und wir gingen zusammen mit ihr zum RTW. Dort wollte sie lieber sitzen als liegen. Gleichzeitig habe ich gleich einmal den Blutdruck und Puls gemessen, denn es war eine Kreislaufschwäche bekannt, besonders bei langen Fahrten.

Aktuell war unsere Patientin jedoch stabil. Ich setzte mich hinten zu der sehr netten Dame und mein Kollege fuhr den RTW. Der Transport in die nächstgelegene Uniklinik verlief ohne Probleme. Weiterhin habe ich den Kreislauf überwacht und mich mit der Patientin gut unterhalten. Nach einer guten Stunde Fahrt sind wir schließlich an der Klinik. Der Transport verlief echt total unproblematisch. Allerdings müssen wir in der Uniklinik mit der Patientin einen recht weiten Weg laufen (die Dame möchte unbedingt laufen und nicht in einen Rollstuhl gefahren werden) und hier macht sich der schlechte Allgemeinzustand dennoch wieder bemerkbar. Schließlich können wir die Patientin in der Zentralen Notaufnahme dem Pflegepersonal sowie dem diensthabenden Internisten übergeben und verabschieden uns.

Auf der Rückfahrt können sich mein Kollege und ich endlich etwas unterhalten, ein bisschen Pause machen und uns beim goldenen M stärken. Man weiß ja nicht, was die Nacht noch so mit sich bringen würde.

Als wir uns wieder im eigenen Leitstellenbereich zurück melden, kommt wirklich sehr bald der nächste Notfalleinsatz. (mehr …)

Klinikpraktikum. Los gehts in der Notaufnahme


Nachdem endlich alles abgeklärt war, konnte ich also mit meinen Klinikpraktikum für die Ausbildung zur Rettungsassistentin starten. Die ersten beiden Tage hatte ich mir für die Notaufnahme ausgesucht, denn dort waren es nur 20 Stunden, die ich noch absolvieren musste.

Am Morgen meldete ich mich zunächst bei der Pflegedienstleitung. Dort musste ich zunächst Belehrungen über Schweigepflicht und Infektionen sowie ein allgemeines Praktikantenblatt unterschreiben. Danach bekam ich die Essensmarken, denn ich sollte eine kostenlose Mittagsverpflegung bekommen. Anschließend ging es im Eiltempo quer durch das Haus. Mir wurde gezeigt, wo ich die Essensmarken abgebe, wo die Kantine ist und vor allem bekam ich einen Spint sowie gezeigt, wo ich die passende Kleidung finde.

Nachdem ich die hübsche rosa Krankenhausbekleidung angezogen hatte, ging es in die Notaufnahme oder auch Zentrale Aufnahmestation. Dort war noch recht wenig los und so konnte ich mich erst einmal vorstellen und mir wurden alle Räumlichkeiten mit den wichtigsten Schränken und deren Inhalt gezeigt. Natürlich wurde mir auch gleich gezeigt, wo ich Labor und Röntgen finde, denn schließlich sind Hol- und Bringtätigkeiten auch für Praktikanten sehr wichtig.

Danach schaute ich erst einmal bei den Aufnahmen zu. Mir wurde gezeigt, was dabei alles zu machen ist. Recht schnell konnte ich so die Vitalwerte ermitteln und die Patienten an das Monitoring anschließen. Auch 12-Kanal-EKG schreiben gehörte nun immer zu meinen Aufgaben. Wenn es die Zeit erlaubte, dann schaute ich bei den Anamnesegesprächen der Aufnahemärztin zu. Auch die Untersuchungen der Chirurgen und die Anlage von verbänden und Gipsen konnte ich verfolgen. (mehr …)