leitstelle

Einsatz G7-Gipfel


Wie bereits berichtet, war ich auch im Rahmen des G7-Gipfels in Elmau im Einsatz.

Ich möchte hierüber auch berichten, doch da es teilweise internere Berichte sind, werde ich die Artikel über meine Tätigkeit in der Leitstelle hier mit einem Passwort versehen.

Das Passwort ist jedoch nicht geheim und dient nur etwas zum Schutz der Beiträge.

Es lautet:   I  L  S   in der Schreibweise: groß und zusammen geschrieben

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Eine RTW-Schicht in der Fremde (2)


So nach der erholsamen Zeit ging es bald schon wieder mit der Arbeit auf dem RTW in der Fremde:

Im Behandlungszelt lag eine junge Patientin aus dem Ausland. Sie hatte zweimal einen Ball direkt an den Kiefer bekommen. Neben Schmerzen konnte die 13-Jährige auch den Mund nicht wirklich weit öffnen. Sie traute sich aber auch nicht, da es eben weh tat. Schwierig war die Situation mit der Betreuerin, denn diese hatte wenig Einsicht, dass man dies jetzt ärztlich abklären lassen müsse und nicht Stunden oder gar einen Tag Warten sollte. Nach einigen Diskussionen konnte Marc die anstrengende Dame überzeugen und so wurde wieder einmal der Transport abgeklärt.

Auch hier kam die Transporterlaubnis der Leitstelle. Wie beim letzten Transport wurde das Mädchen auf die Trage umgelagert und in den RTW gebracht. Ich wurde wieder als Begleiterin hinten im Rettungswagen eingesetzt. Auch die Betreuerin fuhr mit ins Krankenhaus. Dieses Mal ging es einmal quer durch die ganze Uni-Stadt, denn wir würden ins Uni-Klinikum mit der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie fahren. Die normale Kinderklinik ist hierfür nicht geeignet.

Der Transport verlief ohne Zwischenfälle. Das Mädchen hatte eindeutig Schmerzen. Die Betreuerin war sehr sturr und redete zunächst gar nicht. Nachdem ich versucht habe, der Patientin ein wenig die Angst zu nehmen, kam auch endlich von der Betreuerin etwas Zuspruch und Aufmunterung.

In der Uniklinik ging alles sehr schnell. Wir meldeten uns an und danach ging es in einen speziellen Raum zum Umlagern von Patienten. Dies sollte dort alles sehr zügig gehen. Meine Kollegen klärten mich danach erst auf, dass das Personal eine schnelle Übergabe wünscht, da man nie weiß, ob bereits der nächste Patient kommt. Zudem sind die Bereiche dort sehr streng getrennt und der Rettungsdienst kommt gar nicht zu den Behandlungsräumen der Notaufnahme. Ich musste mich daran erst gewöhnen. Doch somit hatte ich nun die nächste Klinik in der großen Stadt kennen gelernt.

Auf der Rückfahrt sollte ich noch zwei weitere Krankenhäuser der Stadt kennen lernen. Der weitere Krankenwagen beim Sanitätsdienst hatte nämlich bei einem weiteren Einsatz das Tragetuch in einer Klinik liegen lassen und danach suchten wir nun. Außerdem war es für die Fahrerin des RTW eine weitere kleine Übung von einem Ort zum anderen zu gelangen, ganz ohne Navi und Co. Man muss nämlich dazu sagen, dass es auch für Sie neu war einen RTW zu fahren, denn ihr fehlte bislang die Ortskundeprüfung, die in der Unistadt und dem Umland erforderlich ist. Daher wurde sie von Marc eben als Fahrerin eingesetzt und er kontrollierte sie immer. Somit hatte er weiterhin die Gesamtverantwortung, zum einen für mich als Begleiterin und zum anderen für die frisch gebackene Rettungssanitäterin als Fahrerin.

Das Tragetuch fanden wir zwar in den Kliniken nirgends, doch immerhin kannte ich jetzt bereits alle Kliniken der Unistadt. Jetzt sollte es pünktlich zum Abendessen wieder zurück zum Sanitätsdienst gehen. Dort gab es nun für alle Sanitäter leckere Sachen vom Grill mit Salat. Die Bratwürste und Steaks schmeckten echt allen sehr gut. Auch der reguläre Notarzt war mit seinem Fahrer gekommen. Überhaupt war er viel bei uns, denn es war beim San-Dienst einfach unterhaltsam. Beim Essen erfuhren wir auch, dass die beiden Mädels jeweils einen mehrfachen Bänderriss erlitten hatten und wieder aus dem Krankenhaus zurück waren, sie teilten also nun das Schicksal des Laufens mit einer Aircast-Schiene für die nächsten Wochen.

Doch schon bald sollte wieder ein größerer Notfall auf uns warten.  Es kamen ein paar Spielerinnen zum Sanitätsdienst gerannt. Sie meinten, dass eine Spielerin gestürzt sei und nun nicht mehr aufstehen kann. Es machte sich sofort eine Gruppe des Sanitätsdienstes mit 4 Personen, Notfallrucksack und Rolltrage auf dem Weg zu einem nahe gelegen Spielfeld. Dort lag eine Jugendliche am Boden und hatte augenscheinlich Schmerzen. Die Sanitäter entschlossen sich dennoch sie umzulagern und sie zum Behandlungszelt zu bringen. Dort könnte man sie eben viel besser versorgen. Das Umlagern ging mit drei kräftigen Männern anscheinend sehr gut.

Beim Behandlungszelt angekommen war allen Sanitätern klar, dass her etwas schlimmeres vorliegt. So wurde sofort der anwesende Notarzt hinzugezogen. (mehr …)

Arbeiten wenn andere Feiern und Jubeln


Wie bereits erwähnt habe ich am Freitag während des Fußballspiels zwischen Deutschland und Frankreich in der Leitstelle gearbeitet. Dies war keine Absicht, sondern hat sich eben durch die Dienstplanung sowie der Spielplanung so ergeben. Mir war dies jedoch bereits eine Woche vorher bekannt und so konnte ich mich darauf einstellen.

Es ist für mich mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr, Dienst zu haben und zu arbeiten, während andere Feiern. Bereits mehrmals habe ich an Silvester in der Leitstelle oder im Rettungsdienst gearbeitet.  Hier war es eben eine etwas andere Nachtschicht, doch wirklich verpasst habe ich nichts.

Auch während dieser Fußball-WM hatte ich zum Gruppenspiel Deutschland gegen Ghana Sanitätsdienst auf einem großen Volleyballturnier und bin kurz vor dem Spiel mit dem Rettungswagen in die Klinik gefahren (Bericht wird noch folgen), sodass ich hiervon nicht alles mitbekommen habe.

Es ist eben in vielen Berufen so, dass man auch zu Zeiten arbeiten muss, wo andere eher feiern und jubeln. Ich tue dies auch gerne mal freiwillig, denn es stört mich nicht so sehr.

Am Freitag in der Leitstelle war jedoch bereits vorher klar, dass wir das Spiel über einen Beamer und die Leinwand mitverfolgen können. Dies geht natürlich nur, soweit es der Dienstbetrieb zulässt.  Der Fernseher läuft jedoch gerade abends und nachts sehr oft nebenbei.

So wurde rechtzeitig zu Spielbeginn der Beamer angeschaltet und das Fußballereignis wurde somit auch in der Leitstelle nicht verpasst. Alle Disponenten sowie nebenamtliche Mitarbeiter, also insgesamt 6 an der Zahl, schauten zu.

Währenddessen waren natürlich einige Notrufe abzuarbeiten. Gerade kurz vor dem Spiel ging es noch einmal richtig zu. (mehr …)

Kurioses aus der Leitstelle: allerhand Tiere – Teil 1


Anscheinend ziehe ich bei meiner Arbeit in der Notrufaufnahme in der Leitstelle kuriose Dinge bzw. Anrufe an. Meine Kollegen wissen dies mittlerweile schon ganz genau und ahnen bei vielen Notrufen schon zu Beginn, dass irgendetwas nicht ganz normal ist.

So hatte ich vor ein paar Wochen einen tollen Anruf. Es meldet sich recht entspannt ein jüngerer Mann, der mich fragt, ob ich wisse, ob eine Schlange, die er gerade gefangen hat, giftig sei.

In meinen Kopf drehen  sich  jetzt tausend Gedanken rund um das Thema Schlange herum. Ich versuche mehr herauzufinden. Vielleicht wurde er ja gebissen und braucht sehr schnell Hilfe.

Er erzählt mir, dass er das Tier gerne behalten möchte, da es ja sooo niedlich sei, und nicht weiß, ob dies erlaubt sei. Auf Nachfragen erfahre ich, dass die Schlange von ihm mit der Hand gefangen wurde und sie ihn nicht gebissen oder verletzt hat. Dem Anrufer geht es also schon einmal gut. Allerdings will er unbedingt von mir Hilfe bei der Schlange, die sich nun in einem Eimer befindet. Die Feuerwehr kann ich ihm nicht schicken, denn die Schlange ist ja bereits gefangen und abgeben will er sie auch nicht, also fällt der Tipp mit dem Zoo auch weg. (mehr …)

Freitagsfüller


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1. Auf einmal ist schon wieder die schlimmste Pollenzeit, das Leiden hat also richtig heftig begonnen.

2. Die Feuerwehrübung in meiner neuen Feuerwehr hat diese Woche echt viel Spaß gemacht. (Ich versuche mich dort gerade einzugewöhnen in diese riesige Feuerwehr)

3. Wenn ich nach unten schaue sehe meinen Bürohocker (sitze gerade als Alternative zum Schreibtischstuhl auf ihn).

4. In wenigen Wochen steht eine sehr wichtige Schulaufgabe bei der Rettungsassistentenausbildung an und deshalb muss ich jetzt echt viel Lernen.

5. Wer sagt eigentlich, dass man wenig/nichts Süßes essen soll (ich  brauche einfach manchmal etwas zur besseren Stimmung).

6.  Mit meinem neuen Tablet gehts Lernen und Bloggen jetzt noch besser.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa, morgen habe ich einen Friseurbesuch und eine Leitstellenschicht geplant und Sonntag möchte ich nach einer Feuerwehrübung zuhause viel Zeit mit der Familie verbringen und etwas Lernen!

Freitagsfüller


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1.  Ich glaube nicht, dass sich in der Ukraine bald eine friedliche Lösung findet (einfach schrecklich).

2.  Meine Terminplanung für den Monat Febraur war bis jetzt einfach perfekt.

3.  Unter anderen Umständen würde mir die Arbeit in meinen Beruf echt Spaß machen (zu viel Arbeit für zu wenige Mitarbeiter)

4.   Bei Olympia und auch im nomalen Leben ist jeder Tag ein der Tag der Entscheidung .

5.   Hallo Wochenende und freie Zeit, wo bleibst du denn ?

6.   Manchmal schaltet der Körper ab bzw. man wird krank und das ist vielleicht auch gut so.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Schicht in der Leitstelle, morgen habe ich eine Schulung geplant und Sonntag möchte ich den Geurtstag meiner Oma feiern und so Zeit mit der Familie verbringen!