Medikamenten

Die Rettungsassistentenprüfung Teil II praktisch (3)


Nach der Mittagspause sollte nun die „Zweite Halbzeit“ der praktischen Prüfung folgen. Während der Pause war die Stimmung insgesamt recht locker. Man unterhielt sich über alle möglichen Dinge und versuchte die Zeit zu überbrücken. Ich machte auch einen kurzen Spaziergang, um mich etwas abzulenken. Doch in Dienstkleidung ist dies immer seltsam, denn jeder schaut erst einmal, was jemand mit Rettungsdienstkleidung hier macht.

Als nächste Prüfung sollte wieder eine Reanimationssituation auf uns warten. Ich war als zweiter Helfer eingeteilt. Gemeldet wurde uns hierbei ein Patient mit „Herzrassen“. Es erfolgte wieder das übliche Prozedere. In der Situation selbst haben wir einen zunächst noch ansprechbaren Patienten vorgefunden. Hier lief zunächst alles nach dem üblichen Versorgungsschema ab. Doch der Patient wurde sehr schnell bewusstlos und reanimationspflichtig. Jetzt ging wieder alles nach dem gewohnten Schema der Reanimation. Es erfolgten wieder einige Schocks, bevor wir wieder einen regelmäßigen Herzrhythmus beim Patienten feststellen konnten.

Unser Team kam wieder ins Schwitzen, doch es lief auch dieses Mal sehr gut. Am Ende mussten wieder einige Fragen beantwortet werden. Diese hatten es echt in sich und ich hätte nicht alles so gut wie unser Teamchef beantworten können. Ansonsten waren die Prüfer recht locker.

Danach sollte gleich die nächste Prüfungsituation anstehen. Es ging zur letzten Prüfung über die Assistenzmaßnahmen. Gemeldet wurde uns dieses Mal eine Anaphylaxie nach Wespenstich in den Hals. Es wurde wieder eine Intubation und Narkose verlangt, wobei der Notarzt unseren Teamchef ganz schön beschäftigte. Diese Aufgaben hat unser Kollege dann an uns weitergegeben, sodass auch das gesamte Team gut beschäftigt war mit Monitoring, Zugang, Medikamenten sowie Intubation. Danach erfolgten die Fragen, dieses mal bevorzugt zur Anaphylaxie und Narkose.

Jetzt war noch einmal eine kurze Kaffeepause angesagt. In dieser konnte mein Team und einige weitere Teilnehmer meines Kurses sogar noch etwas entspannt mit einigen Prüfern plaudern. Diese waren echt sehr locker drauf und machten Witze. Gleichzeitig beruhigte dies auch jeden etwas, wenn man lockere Gespräche führen kann, anstatt immer nur an die Prüfung erinnert zu werden.

Schließlich ging es jedoch weiter und unsere vorletzte Prüfung, ein weiteres Fallbeispiel stand an. Es handelte sich dieses mal um Atembeschwerden bzw. Brustschmerzen. Der Patientin ging es auf den ersten Blick recht gut und sie wirkte nicht vital bedroht. Auch die gemessenen Werte waren alle nur leicht außerhalb bzw. im Normbereich. Dies war gar nicht so einfach, herauszufinden, wo genau das Atemproblem herkam. Unser Teamchef fragte jedoch sehr viel und bekam so auch die Information, dass eine lange Flugreise gerade erst vorbei ist. Somit bestand nun der Verdacht auf eine Lungenembolie. Der eigentlich sehr routinierte Kollege kam nun etwas Durcheinander und wusste nicht mehr so recht weiter. Die Maßnahmen waren jedoch alle korrekt. Dazu musste die sehr unruhige und ungewollte Patientin noch überredet werden überhaupt mit ins Krankenhaus zu kommen. Dies war schon für eine Prüfung sehr nervenaufreibend und daher hat der Kollege nicht mehr geschaut, ob die Lungenembolie von einer Beinvenenthrombose kam. Das Fallbeispiel endete wieder durch die Unterbrechung der Prüfer. Es folgte noch das Protokollschreiben und die Frage zu Medikamentengabe und allgemein zur Lungenembolie.

Somit war dies auch erledigt und es stand nur noch eine Prüfungssituation an. Ich war noch mit der Reanimation an der Reihe. Meine Nervosität steigerte sich gerade wieder deutlich. (mehr …)