Prüfung

Tür Nr. 13: Rettungsassistentenprüfung / Fragen Prüfung Rettungsassistent


Meine eigene Rettungsassistentenprüfung liegt nun mittlerweile 16 Monate her, eine ganze Weile und die Erinnerungen sind dennoch sehr nah, besonders an die praktische und mündliche Prüfung. Insgesamt war bei unserer Prüfung mit über 90 Prüflingen an meiner Schule alles sehr gut durchorganisiert. Jeder hatte seinen eigenen Plan mit den Zeiten und Gruppeneinteilungen. Es lief bis auf die Minuten alles zeitnah ab und man konnte sich somit gut vorbereiten, doch insgesamt war es eine recht anstrengende Woche, bei dem ich am Freitag schriftliche Prüfung hat, dann am Mittwoch praktisch geprüft wurde und schließlich am Freitag die mündliche Prüfung und Bekanntgabe der Ergebnisse gewesen ist. Gerade die praktische Prüfung ging über viele Stunden mit insgesamt 9 Teilprüfungen, drei davon als Prüfling, den Rest als Teammitglied und Helfer.

Insgesamt habe ich mich damals auf eine schwierige Prüfung eingestellt, gerade auch die schriftliche Prüfung hatte es in sich. Die Fragen teils sehr außergewöhnlich, teils auch machbar. Doch gerade in der praktischen Prüfung hatte ich ein super Team erwischt und wir haben uns sehr viel motiviert und unterstützt. Hier war ich echt sehr froh und habe den ganzen Tag alles gegeben (auch für die Kollegen). In der mündlichen Prüfung war ich schließlich sehr nervös und habe auch zwischendrin leichte Probleme gehabt die richtigen Worte zu finden, doch mit dem letzten Teil „Organisation und Einsatztaktik sowie Recht“ konnte ich überzeugen und damit war alles vorbei. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse war ich unheimlich erleichtert, tausend Steine sind abgefallen. Auch wenn es für mich beruflich eigentlich um nichts ging, so war der innerliche Druck dennoch sehr hoch.

Geschrieben habe ich zur gesamten Prüfung sehr lange Blogartikel, die man hier nachlesen kann: (mehr …)

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Das Abschlussgespräch auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Der Tag des Abschlussgesprächs ist gekommen. Ich bin am Morgen auf der Wache und melde mich erst einmal bei meinem Rettungsdienstleiter. Es ist noch ein bisschen Zeit, ich bin früh dran und ziemlich nervös.

Deshalb gehe ich erst einmal auf die Rettungswache und versuche mich mit den Kollegen etwas abzulenken. Alle sind sich sicher, dass das Gespräch für mich gut laufen wird und wünschen mir noch viel Erfolg.

Mitgebracht habe ich auch noch einen Kuchen fürs Abschlussgespräch. Dies ist bei uns mittlerweile so üblich und da will ich natürlich keine Ausnahme machen.

Irgendwann trifft auch der zuständige Notarzt ein und ich kann ihn kurz auf der Wache begrüßen. Danach treffen sich langsam alle, also der zuständige Notarzt, der Rettungsdienstleiter mit seinem Stellvertreter sowie mein zuständiger Lehrrettungsassistent, im Büro der Rettungsdienstleitung. Ich nehme auch Platz. Dabei bin ich doch sichtlich nervös.

Zunächst kommt ein kurzes Gespräch über die neuen Reanimationsleitlinien auf, es geht hier eher um Details zwischen dem Verantwortlichen für Reanimation / Frühdefibrillation und dem Notarzt. Ich mische mich auch ein bisschen ein. Insgesamt wird dieses Thema jedoch wieder beendet.

Danach beginnt das offizielle Abschlussgespräch. Ich bin bereit für alles weitere. Zudem stellt mein LRA fest, dass mein Berichtsheft vollständig und inhaltlich gut geführt ist, auch alle Bewertungen. Die Anwesenden stellen mir nun nach und nach Fragen. Es wird vereinbart, dass jeder eigentlich nur einen Komplex an Themen bzw. Fragen stellen soll.

Mein Lehrrettungsassistent beginnt mit einem Fallbeispiel: chirurgisch, Treppensturz ohne Notarzt, es ist wohl ein älterer Herr einige Stufen gestürzt und hat starke Schmerzen im Oberschenkelhals. (mehr …)

Es wird langsam ernst… auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Sehr bald ist mein Abschlussgespräch zur Rettungsassistentin. Der letzte Schritt auf den Weg zur Rettungsassistentin steht also an.

Ich werde von Tag zu Tag etwas nervöser. Dabei habe ich fast keine Zeit zum Wiederholen, denn zuhause wird fleißig renoviert und dies ist echt anstrengend genug. Gleichzeitig sagen mir eigentlich alle Kollegen und Freunde, dass ich mir keine Sorgen machen brauche und das Gespräch für mich bestimmt einfach sein wird. Ich selbst mache mir natürlich schon Druck, möchte mich nicht blamieren und eine gute Abschlussleistung liefern. Schließlich werden neben dem zuständigen Notarzt auch die gesamt Rettungsdienstleitung und mein Lehrrettungsassistent im Gespräch anwesend sein und mir Fragen stellen.

Auf jeden Fall freue mich auch auf den Abschluss. Seit nunmehr 5 Jahren bin ich im Rettungsdienst aktiv. Immer neben dem Studium und Beruf und dabei wollte ich einfach immer mehr lernen und können. Mittlerweile bin ich auch froh, wenn ich endlich mal fertig bin. Klar gibt es in ferner Zukunft das Thema Notfallsanitäter, doch erst einmal Rettungsassistentin sein.

Auch denke ich gerade mal wieder recht viel nach, bin am überlegen. Ich habe an mich selbst hohe Erwartungen und möchte diese nach außen hin erfüllen. Gerade als Rettungsassistentin trägt man viel Verantwortung. Da will ich als nebenberufliche Mitarbeiterin den Hauptamtlichen Kollegen nicht nachstehen und mein Ziel ist es natürlich, genauso gut zu sein.

Unser Dienstplanersteller freut sich jedoch bereits jetzt mich als Assistentin einsetzen zu können. Ich selbst würde mich noch etwas sicherer fühlen, zunächst noch mit anderen Assistenten zu fahren. Aber dies wird auch erst Thema, wenn ich dann meine Urkunde beantragt und erhalten habe.

In diesem Sinne werde ich bald über das Abschlussgespräch berichten.

Tür Nr. 4: Angst Prüfung Rettungsassistent


In diesem Jahr habe ich meine Rettungsassistentenausbildung gemacht und da rückte natürlich auch irgendwann einmal der Zeitpunkt der Prüfung näher. Ich machte mir darüber einige Gedanken: würde ich die Prüfung schaffen, sollte ich mich blamieren, eigentlich ändert es ja erst einmal an der Tätigkeit nichts. Doch irgendwie war ich sehr motiviert, dies auch noch zu schaffen und mir hier keine Blöße vor den Kollegen zu geben.

Richtige Angst vor der Prüfung zur Rettungsassistentin, also der schulischen Ausbildung hatte ich eigentlich nicht wirklich. Vielmehr war ich sehr aufgeregt und vor allem machte ich mich in einigen Dingen selbst verrückt. Dies kann ich leider sehr gut und nerve damit manchmal auch noch Kollegen (sei es in der Schule oder auf der Wache).

Obwohl es für mich ja beruflich um nichts ging, so war diese Prüfung persönlich für mich umso wichtiger. Ich habe fast ein ganzes Jahr lang sehr viel Energie und Zeit, aber auch Geld investiert und da war natürlich schon ein bisschen Angst vor dem Versagen vorhanden.

In der schriftlichen Prüfung hielt sich dies noch in Grenzen, doch bei der praktischen Prüfung war ich sehr nervös. Zum Glück hatte ich ein super Team. Meine beiden Männer haben mich immer wieder heruntergebracht und mir die Nervosität genommen. Gleichzeitig habe auch ich sie ein bisschen beruhigen können.

Vor und auch während der mündlichen Prüfung (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung – das Ergebnis


Nach mittlerweile einer Woche voller Prüfungen gab es für alle Teilnehmer nun nur noch eines: Warten auf das Ergebnis.

Mein Kurs wartete also auf dem Schulgelände auf die Ergebnisse während drinnen die Lehrerkonferenz unter dem Vorsitz der Prüfungsvorsitzenden der Regierung tagte.

Jetzt konnten wir alle nur noch hoffen und uns gegenseitig Mut zusprechen. Die Stimmung war irgendwo zwischen Erleichterung, dass die Prüfung vorbei ist, und höchster Anspannung, denn man wollte wissen, ob man bestanden hat.

Dabei wechselten die Gespräche von Smalltalk über Prüfungsthemen bis hin zu Fachthemen und viel Privatem. Der Mix war schon sehr groß, doch man wollte sich einfach ablenken und die lange Wartezeit herum bekommen.

Ich selbst hatte für mich nach der mündlichen Prüfung beschlossen, dass ich da raus muss und bin ganz alleine einen Kaffee trinken gegangen. Bei dem Stammbäcker konnte ich bei Cappuccino und Kuchen eine halbe Stunde abschalten und mit meiner Familie telefonieren. Dabei war ich mir innerlich irgendwo sicher, dass es gereicht haben müsste, doch man kann sich eben auch täuschen.

Danach mischte ich mich wieder unter die Gruppe und unterhielt mich ebenfalls weiter. Wir alle hatten beschlossen, dass Handys gerade weitestgehend tabu sind, denn dies regt nur noch mehr auf.

Nun war der Moment gekommen und es hieß seitens der Schulleitung, dass wir nun einzeln die Ergebnisse erfahren konnten. So ordneten sich alle Schüler meines Kurses in eine Schlange und stellten uns vor dem Verwaltungsgebäude auf. Die Stimmung wurde immer gespannter. Die Gespräche weniger. Nacheinander wurde man in ein Zimmer begleitet und erfuhr die Ergebnisse. Die allermeisten kamen mit einem breiten Lachen wieder heraus. Die eine Schülerin aus der Vollzeitklasse weinte vor Freude, der nächste machte einen Luftsprung, ein anderer machte sich Gedanken wie er nun den versprochenen Besen fressen sollte 😉

Ich selbst wurde immer nervöser und zugleich wurde es mir vom langen Warten schon ganz komisch. Ich stand dem Kollaps nahe. (mehr …)

Die Rettungsassistentenprüfung Teil III mündlich


Als letzter Teil der staatlichen Prüfung zur Rettungsassistentin stand nun als dritter Teil nach schriftlicher und praktischer Prüfung noch die Mündliche Prüfung an.  Ich war dabei eine der letzten Prüflinge an der Schule. Am letzten Tag am frühen Nachmittag sollte ich mein Wissen abrufen.

So machte ich mich am Vormittag zum hoffentlich letzten Mal auf den Weg zur Schule. Dort angekommen registrierte ich mich wieder und dann begann das Warten auf die Prüfung. Ich war zeitlich sehr pünktlich. Zum Glück war das Wetter gut und man konnte draußen sitzen. Dort traf ich auch einige Teilnehmer meines Kurses, die zum Teil auch noch warteten und zum anderen Teil schon fertig waren. Es wurde sich zahlreich über die Prüfung ausgetauscht. Ganz ehrlich es machte mich so langsam verrückt und ich wollte am liebsten nichts mehr davon hören. Besonders die „Angst“ bzw. der Respekt vor einem bestimmten Prüfer mit sehr detailreichen Fachfragen zu medizinischen Themen wuchs ins Unendliche.

Auch mein Partner für die mündliche Prüfer war nun anwesend und wir unterhielten uns auch noch ein wenig. Es ist nämlich so, dass man zu zweit in die Prüfung geht, denn so hat man quasi einen Zeugen dabei. Geprüft wird aber jeder getrennt, der jeweils andere sitzt nur still daneben.

Irgendwann einmal ging die Diskussion los, wer von uns beiden beginnen sollte oder wollte. Eigentlich wollten wir eine Münze werfen, doch mittlerweile war ich sooo nervös, dass ich darum gebeten habe beginnen zu dürfen. Dies musste erst noch ausdiskutiert werden. Dabei muss man sagen, dass der weitere Prüfling ein sehr guter Schüler und vor allem nie nervöser Mensch ist (er wirkt immer fast allwissend und vor allem gelassen und ruhig, im Gegensatz zu mir). Naja aber er lies mir dann doch den Vortritt, wahrscheinlich hatte er Angst ich könnte wirklich kollabieren, während er die Prüfung hat.

So fanden wir uns 10 Minuten vor Beginn ein und zogen zunächst unseren Fall. Ich zog dabei den Fall mit folgenden Infos: Nachts, Nieselregen, ca. 02:30 Uhr, Bewusstlos in der Bahnhofstoilette. Nun hatten wir einige Minuten Zeit den Fall zu strukturieren und uns Notizen zu machen. Ich schrieb mir zunächst das gesamte ABCDE-Schema mit Maßnahmen und zu erhebenden Vitalparametern auf einen Notizzettel. Des Weiteren versuchten wir Verdachtsdiagnosen zu finden. Mein Kopf war gerade ziemlich leer. Klar der erste Verdacht war Drogenintox. Doch es blieben eben einige weitere Dinge, die mir aber nicht wirklich einfielen. Jetzt war die Zeit aber auch vorbei.

Wir wurden in den Prüfungsraum gerufen. Ich sah die Prüfer und es war eine erste Erleichterung, denn von den drei Prüfer fand ich zwei gleich sehr sympathisch, den anwesenden Arzt kannte ich nur sehr wenig. Dazu saß in meiner Prüfungsgruppe auch noch die Vorsitzende der Prüfungskommission, also die oberste Chefin von der Regierung. Dies trug echt nicht zur Beruhigung bei, denn sie konnte immer unterbrechen und selbst Fragen stellen.

Nun sollte es los gehen mit der mündlichen Prüfung anhand des Falles. Es wurde eine PowerPoint-Präsentation mit den äußerlichen Umständen angeworfen. So erfuhr ich einiges und es sollte sich anscheinend echt um einen Drogenintox handeln, da man überall Spritzbesteck liegen sah.

Ich wurde also gefragt, wie ich an den Fall heran gehe. dabei ging es zunächst um die allgemeinen Dinge wie Schutzausrüstung, evtl. Hinzuziehen weiterer Kräfte, der Beachtung der eigenen Sicherheit (Wegräumen der Spritzen). Danach ging ich das Schema nach ABCDE durch, wobei es hier nur um das Gerüst und nicht jedes Detail ging. Die Werte standen schließlich auch sichtbar an der Wand. Dieser Teil ging schnell vorbei, doch nun sollte es ernst werden.

Der Arzt übernahm die Fragen zu den medizinischen Themen. Zunächst noch nach der Versorgung des Patienten. Der Mann hatte einige Probleme. Es waren Atemwege, Atmung und Kreislaufsituation kritisch. (mehr …)