schädel hirn trauma

Hintergrundinformationen: Polytrauma / Schädel-Hirn-Trauma


Erläuterungen der Vorgänge im menschlichen Körper, die zu der Erkrankung bzw. dem Unfall geführt haben und der Gefahren, die sich für den Patienten daraus ergeben

Als Polytrauma bezeichnet man in der Medizin mehrere gleichzeitig geschehene Verletzungen verschiedener Körperregionen, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist.

Im vorliegenden Fall kann die Verletzung des Gehirns lebensbedrohlich sein, dazu kommen weitere Begleitverletzungen, die durch die äußere Gewalteinwirkung, hier den Aufprall des Autos gegen das Straßenschild einstanden sind.

Als Schädel-Hirn-Trauma (kurz SHT) bezeichnet man jede Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung, außer reine Frakturen oder Kopfplatzwunden.

Man unterteilt das Schädel-Hirn-Trauma über die Glascow-Coma-Skala: (mehr …)

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Einsatzbericht: Verkehrsunfall


Inhalt der Einsatzmeldung der Rettungsleitstelle

Verkehrsunfall, xy-Straße, Notfalleinsatz

Vorgefundene Situation am Einsatzort und Befund des/der Patienten/Patientin

– Patient männlich, 27 Jahre

– Situation: Bei Ankunft der RTW-Besatzung liegt der Patient auf der Straße vor seinem Auto, mit welchem er mit ca. 70 km/h gegen ein Straßenschild gefahren ist, wird von Ersthelfern betreut und an uns übergeben. Lt. deren Aussage war der Patient wahrscheinlich nicht angeschnallt und nach dem Aufprall kurzzeitig nicht ansprechbar. Weiterhin ist der Patient alkoholisiert, zudem immer wieder unruhig und unkooperativ, klagt über Schmerzen am ganzen Körper, ist jedoch jetzt ansprechbar, zugedeckt mit einer Rettungsdecke.

– Beschwerden, Verletzungen: Schmerzen im Kopfbereich, blutende Wunde an der Stirn, weiterhin Schmerzen am Ellenbogen und zudem am gesamten Körper

– Vitalwerte: RR: 130 mmHg systolisch, AF: 18/min, Puls: regelmäßig, kräftig, ca. 110 min

– Vorerkrankungen: keine bekannt

Verdachtsdiagnose (eigene bzw. die des Notarztes)

Schädel-Hirn-Trauma, Kopfplatzwunde, div. Prellungen, evtl. Polytrauma (mehr …)

Ein Hubschrauber pünktlich vor dem Mittagessen


Ich war zusammen mit einigen Helfern meiner Hilfsorganisation bei einem sehr großen Sanitätsdienst bei unserer „Paten-Bereitschaft“ unterwegs. Es handelt sich dabei um eine große Freiluft-Sportveranstaltung über 3 Tage mit 1500 Teilnehmern im Alter von 8-18 Jahren. Das heißt natürlich für alle Sanitäter eine Menge Arbeit, da von der kleinsten Abschürfung und Blasen an den Füßen über Prellungen, große Blutergüsse, Bänderrissen bis hin zu Luxationen und Knochenbrüchen und dem Schädel-Hirn-Trauma alles dabei ist.

So beginnt der Aufbau für unsere Kollegen vor Ort bereits Freitagvormittag, wohingegen wir erst am Nachmittag anreisen und unser Nachtlager in den Räumen unserer Patenbereitschaft aufbauen. Danach gehts es auch für uns abends an den ersten Dienst, denn dann findet ein kleineres Kennenlern-Turnier statt. Das große Turnier ist dann Samstag und Sonntag, an denen immer jeweils ca. 15-20 Sanitätern im Einsatz sind. Der Einsatztag dauert dabei regelmäßig von 8 Uhr  bis Mitternacht und manchmal auch darüber hinaus, da einige Kameraden dort übernachten und immer ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Am Sonntag endet alles gegen 17 Uhr mit dem Abbau.

Dabei wird auch des öfteren einmal ein Transport in ein Krankenhaus nötig. Meistens ist es zur Abklärung einer Fraktur oder eines Bänderrisses. Manchmal fahren die Betreuer der Kinder und Jugendlichen diese selbst in die Klinik, da es nicht so akut ist, dass ein Rettungsmittel benötigt wird. Doch in der Regel sind die Betreuer nicht abkömmlich oder es soll doch etwas zügiger gehen und dann wird eben ein Krankenwagen zum Transport bestellt.

So wurden am Samstag bereits 3 mal Krankenwägen benötigt, um einen Bänderriss, eine Fraktur und einen Achillessehenriss im Krankenhaus abklären zu lassen. Zum Glück stellte sich dabei im Nachhinein alles als nicht eingetroffen ein, doch dies weiß man eben von außen betrachtet nicht.

Am Samstag Nachmittag kam es jedoch dann erstmals zu einem dringlicheren Notfall, nämlich einer Schulterluxation. Bei einem 14-jährigen Mädchen war es während des Turniers spontan zu einer Ausrenkung der Schulter gekommen.  Diese musste nun also im Krankenhaus reponiert werden und so bedarf es zum Transport eines Rettungsmittel, im vorliegenden Fall kam ein Rettungswagens, jedoch ohne Notarzt, da die junge Patientin keine großen Schmerzen hatte.

Am späteren Nachmitag kam es schließlich aufgrund unglücklicher Umstände mit einem Betreuer noch zu einem Notarzteinsatz, denn ein pubertierendes Mädchens steigerte sich so in ihre Verletzung und dem Streit mit ihrem Trainer hinein, dass sie massiv hyperventilierte. So konnte ihre Atmung nicht mehr normalisiert werden und es kam zu der klassischen Pfötchenstellung, die typisch bei einer Hyperventilationstetanie ist. Sie atmete ununterbrochen sehr schnell und daher musste der alarmierte Notarzt Medikamente zur Beruhigung spritzen, um sie danach noch zur Beobachtung und Abklärung ihrer Beinverletzung in eine Kinderklinik zu bringen.

Danach scherzten wir noch etwas und meinten nun hätten wir uns bis Samstag Abend bereits von einigen Krankentransporten über einen Notfalleinsatz bis hin zum Notarzteinsatz gesteigert, es würde nur noch ein Einsatz mit dem Rettungshubschrauber fehlen. Da wir jedoch am Sonntag möglichst alle zusammen Mittag Essen wollten, sollte dieser doch bereits vormittags stattfinden.
Das ganze war natürlich scherzhaft gemeint und keiner glaubte daran, dass dies am Sonntag wahr werden würde.

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