Kopfplatzwunde

Einmal wieder Sturz aus großer Höhe


Nachdem ich bereits vor einiger Zeit hier über einen Sturz vom Dach berichtet habe, kam es bereits einige Scichten später auf dem Rettungswagen zum nächsten Einsatz mit gleichen Einsatzstichwort.

Ich bin als Fahrerin des RTW zusammen mit einem älteren routinierten Kollegen auf dem RTW eingeplant. Zusätzlich dabei ist eine Praktikantin, die ihre Rettungssassistentenausbildung (Schuljahr) bald abschließen wird. Ich kenne sie aber bisher noch nicht, doch ich denke nach 10 Monaten Ausbildung sollte man schon einiges gelernt haben, es ist ja nicht ihr erstes Praktikum.

Bei Schichtbeginn ist unser RTW mit der Besatzung der Frühschicht noch unterwegs, sodass wir es uns an diesem sehr heißen Tag erst einmal zusammen mit den Kollegen auf der Terrasse gemütlich machen und etwas unterhalten.
Bald schon jedoch geht der Piepser in der Wache. Uns ist als Besatzung klar, dass wir gemeint sind und so besetzen wir den Ersatz-Rettungswagen.

Von der Leitstelle wird uns ein Surz aus größerer Höhe, ein Handwerker ist wohl außerhalb eines Gebäudes von einer Leiter oder einem Gerüst gefallen, als Notarzteinsatz gemeldet. Mit Sondersignal geht es nun durch den regen Nachmittagsverkehr. Die Einsatzstelle können wir innerhalb weniger Minuten erreichen, da diese nah an der Wache liegt. Es wartet bereits ein Einweiser auf uns, der sagt, wo wir den Patienten genau finden.

Wir schnappen uns user komplettes Equipment und werden zum Patienten gebracht, der an einen Baum lehnt. Es ist ein Handwerker im mittleren Alter, der zunächst wach und ansprechbar ist. Er sei nach eigenen Angaben von einem Gerüst aus einer Höhe von ca. 3 Metern gefallen. (mehr …)

Einsatzbericht: Verkehrsunfall


Inhalt der Einsatzmeldung der Rettungsleitstelle

Verkehrsunfall, xy-Straße, Notfalleinsatz

Vorgefundene Situation am Einsatzort und Befund des/der Patienten/Patientin

– Patient männlich, 27 Jahre

– Situation: Bei Ankunft der RTW-Besatzung liegt der Patient auf der Straße vor seinem Auto, mit welchem er mit ca. 70 km/h gegen ein Straßenschild gefahren ist, wird von Ersthelfern betreut und an uns übergeben. Lt. deren Aussage war der Patient wahrscheinlich nicht angeschnallt und nach dem Aufprall kurzzeitig nicht ansprechbar. Weiterhin ist der Patient alkoholisiert, zudem immer wieder unruhig und unkooperativ, klagt über Schmerzen am ganzen Körper, ist jedoch jetzt ansprechbar, zugedeckt mit einer Rettungsdecke.

– Beschwerden, Verletzungen: Schmerzen im Kopfbereich, blutende Wunde an der Stirn, weiterhin Schmerzen am Ellenbogen und zudem am gesamten Körper

– Vitalwerte: RR: 130 mmHg systolisch, AF: 18/min, Puls: regelmäßig, kräftig, ca. 110 min

– Vorerkrankungen: keine bekannt

Verdachtsdiagnose (eigene bzw. die des Notarztes)

Schädel-Hirn-Trauma, Kopfplatzwunde, div. Prellungen, evtl. Polytrauma (mehr …)

Unberechenbarer Autofahrer und eine teamorientierte Versorgung


Ich war wieder einmal als Begleiterin zusammen mit einem Bundesfreiwilligendienstler auf dem Krankenwagen unterwegs, beziehungsweise saßen wir gerade in der Wache und warteten, was der Tag nach mehreren Krankentransporten noch so bringen sollte. Der gemütliche Plausch mit den Kollegen der Rettungswagenbesatzung solllte jedoch schon bald ein Ende haben, als deren Melder gingen. Doch Sekunden später folgte auch unser Melder, d.h. es sollte wahrscheinlich zusammen zu einem Einsatz gehen.

Unten im Fahrzeug angekommen nahmen wir die Einsatzmeldung auf: Notarzteinsatz, Person von PKW angefahren. Dabei sollten wir den RTW unterstützen, bzw. war auch noch unklar wieviele Verletze es gab. Auch ein weiterer Rettungwagen aus einer benachbarten Wache wurde alarmiert.

So ging es sehr zügig hinter dem RTW mit Sonderrechten durch den doch recht lebhaften Straßenverkehr zur Einsatzstelle. Dort angekommen war die Besatzung bereits am Versorgen der Patientin, die hinter Büschen lag, nach kurzer Bewusstlosigkeit jedoch wieder ansprechbar und orientiert war. Sie hatte augenscheinlich eine Fraktur des rechten Beines mit Beteiligung des Knies und eine Kopflatzwunde. Daneben stand das Auto, welches sie angefahren hatte. Der Fahrer des Autos war auf meine Nachfrage hin vollkommen unverletzt, jedoch erschien er mir ziemlich verwirrt. Er war auf den ersten Blick auf jedenfall über 80 Jahre alt und machte sich nicht wirklich Sorgen um die Frau, sondern eher um sein Auto, welches nun auf einer Menge Ästen stand, welche er umgefahren hatte. Er brauchte jedenfalls keine Betreuung durch den Rettungsdienst, da bei ihm kein Schock ersichtlich gewesen ist.

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