Einsatzberichte

Freitagsfüller


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1.  Das Wetter ist  echt grauenhaft (dunkel, grau und Regen, bäähh).

2.   Heute habe ich mich einmal ganz schick angezogen .

3.  Kaffee, Tee oder Kakao? Ich mag am liebsten KAFFEE 😉 (ich trinke aber auch jeden Tag eine Flasche Tee).

4.   Weihnachtsplätzchen backe ich als nächstes.

5.  An den Füßen mag ich gerade am liebsten Stiefel (warm und bequem).

6.   Ordnung nach REFA überdenken und alles noch besser strukturieren ist für mich ganz neu.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Jahresabschlussfeier, morgen habe ich eine Nachtschicht auf dem RTW mit meinem Lieblingskollegen geplant und Sonntag möchte ich Zeit mit der Familie verbringen!

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Hintergrundinformationen: Pseudokrupp


Pseudokrupp (Laryngitis subglottica) ist eine Erkrankung der oberen Atemwege, bei der die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes/ Larynx unterhalb der Stimmbänder und die Trachea entzündet und angeschwollen ist.

Charakteristisch ist ein anfallartiger bellender, trockenere Husten (Krupphusten) sowie eine Heiserkeit. Beim Einatmen entsteht ein pfeifendes Geräusch (inspiratorischer Stridor).

Meist ist die Erkrankung zwar selbstlimitierend, doch in schweren Fällen kommt es durch die Verengung der Atemwege zu starker Atemnot, die für das Kind lebensbedrohlich werden kann. Hier kann es zu sehr angestrengter Atmung mit Einziehungen Einziehungen der Zwischenrippenräume (Intercostalraum) und der Drosselgrube (Fossa jugularis) kommen

Ist durch die Behinderung der Atemwege schließlich keine ausreichende Sauerstoffversorgung mehr gewährleistet, treten Tachykardie und eine Zyanose von Lippen und Fingernägeln hinzu. Der Übergang in ein solches lebensbedrohliches Krankheitsbild ist jederzeit möglich und nicht vorhersehbar.

Die Symptome treten häufig plötzlich mitten in der Nacht bei zuvor völlig gesunden Kindern auf. Das subjektive Gefühl der Luftnot führt oft zu Angst und Unruhe der Kinder, was die Symptomatik verstärken kann.

Hauptsächlich betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder zwischen dem 6. Monat und 5 Jahren, da hier der Kehlkopf noch sehr eng ist. Nur sehr selten sind Jugendliche und Erwachsene betroffen.

Gehäuft tritt das Krupp-Syndrom in der kalten Jahreszeit auf.

Pseudokrupp entwickelt sich meist als Folge einer Infektion mit Viren:

Typischerweise geht dem Pseudokrupp meist eine fieberhafte, virusbedingte Erkältung von mehrtägiger Dauer voraus.

  • überwiegend ParainfluenzaViren
  • zudem InfluenzaViren, Respiratory SyncytialViren (RS-Viren), Adenoviren, ECHO-Viren, RötelnViren, Masern-Viren
  • Der Infekt der Atemwege, die letztlich zum Pseudokrupp führt, ist ansteckend: Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion – die Ursachen sind also Husten, Niesen oder enger Kontakt mit Betroffenen. Da die Pseudokrupp-Erreger an der Luft höchstens wenige Stunden ansteckend sind, ist eine Übertragung durch Kleidung oder Spielzeug in der Regel auszuschließen.

Für das spasmodische Krupp-Syndrom werden neben Viren zusätzliche allergische Prozesse verantwortlich gemacht.

Seltener kann ein Krupp-Syndrom auch durch Bakterien (z.B. Pneumokokken) ausgelöst werden.

Externe Noxen (Zigarettenrauch, Luftverschmutzung, Hausstaub, Tierhaare) können Trigger für die Auslösung eines Krupp-Syndroms sein.

 

Quellen:

Lehrbuch für Notfallsanitäter, 1. Auflage, Cornelsen

http://flexikon.doccheck.com/de/krupp-syndrom

http://www.onmeda.de/krankheiten/pseudokrupp.html

Hintergrundinformationen: Bandscheibenprolpas/ Lumbalgie


Zu den bereits vor einiger Zeit veröffentlichten Einsatzbericht: Analgesie bei stärksten Rückenschmerzen kommen hier nun endlich die medizinischen Hintergrundinformationen:

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man die plötzlich oder langsam zunehmende Verlagerung, bzw. den Austritt von Gewebe des Galletkerns (Nucleus pulposus) der Bandscheibe, nach dorsal oder zu den Seiten. Dabei kann es zu einer Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln kommen.

Es gibt verschiedene Ursachen für einen Bandscheibenvorfall: genetische Schwächen, einseitige Belastungen oder eine Schwäche der Paravertebralenn (neben den Wirbeln gelegenen Muskulatur). Die ausschließlich unfall- oder verletzungsbedingte Schädigung der Bandscheibe ist bislang nicht als Ursache nachgewiesen.

Mögliche Ursachen für den rasanten Anstieg von Bandscheibenvorfällen in der heutigen Zeit sind Bewegungsmangel und Fehlhaltungen, vor allem bei Büroarbeiten sowie einseitiger Belastung, dazu kommt wohl ein höheres Risiko bei Übergewicht und Schwangerschaft.

Das durchschnittliche Alter der Erkrankten liegt bei ca. 40 Jahren. Am häufigsten betroffen sind die Wirbel lim Lendenwirbelbereich. Weniger häufig betroffen sind Halswirbel und nur sehr selten die Brustwirbel.

Pathophysiologie

Der Bandscheibenvorfall ist eine Form der degenerativen Wirbelsäulenerkrankung. Durch degenerative Veränderungen der Zwischenwirbelscheibe und anliegenden Strukturen (Diskose, Spondylose, Bandscheibenprotrusion) kommt es zu Einrissen des Anulus fibrosus. Dadurch wird ein Vorfallen des Gallertkerns (Nucleus pulposus) der Zwischenwirbelscheibe möglich.

Eine reine Vorwölbung der Zwischenwirbelscheibe bei sonst intaktem Anulus fibrosus wird als Bandscheibenprotrusion bezeichnet und kann einen Bandscheibenvorfall vortäuschen. Die Bandscheibenprotrusion ist jedoch im Gegensatz zum Bandscheibenprolaps voll rückbildungsfähig.

Typischerweise verursachen Bandscheibenvorfälle Rückenschmerzen (Lumbalgie) mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine (Ischialgie) oder in die Arme (Brachialgie). Je nach Schwere dieses Wurzelreizsyndroms kann es dann auch zu einem Taubheitsgefühl oder zu einem Muskelausfall im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nervenwurzel kommen (Sensibilitätsstörungen und Lähmungen)

In Fällen, in denen so genannte „Red-flag-Symptome“ auftreten, besteht jedoch Handlungsbedarf.

Zu den Red-flag-Symptomen zählen:

  • Unfall (V.a. Wirbelfraktur)
  • Osteoporose und Bagatelltrauma
  • Tumoranamnese
  • Infektion
  • Gewichtsverlust, Fieber
  • Schmerzverstärkung in der Nacht
  • Progrediente Nervenausfälle
  • Nachlassende Schmerzen und Parese
  • KaudaSyndrom
  • Miktionsstörung (typischerweise Harnverhalt, Überlaufblase, ggf. Inkontinenz)

Ein Bandscheibenvorfall kann zu einem positiven LasègueZeichen und Kernig-Zeichen führen. In Extremfällen kann es zu einem Querschnittsyndrom mit Lähmungen kommen, dadurch können z.B. eine Stuhl- und Harninkontinenz sowie eine Reithosenanästhesie auftreten.

Quellen:
Lehrbuch für Notfallsanitäter, 1. Auflage, Cornelsen
http://flexikon.doccheck.com/de/Bandscheibenvorfall

Einsatzbericht: Analgesie bei stärksten Rückenschmerzen


Einsatzmeldung:
Notarzteinsatz: Analgesie, stärkste Rückenschmerzen

Vorgefundene Situation am Einsatzort:
An der Haustüre erwartet uns bereits die Ehefrau des Patienten. Diese empfängt uns und bringt uns, zusammen mit dem gleichzeitig eintreffenden Notarzt, ins Wohnzimmer, wo der ca. 35-jährige Patient mit stärksten Schmerzen auf dem Boden liegt. Der Patient ist wach und ansprechbar, seine Atmung unauffällig.

Verdachtsdiagnose/ Arbeitsdiagnose:
Bandscheibenprolaps, Lumbalgie mit stärksten Schmerzen

Vitalparameter/ Monitoring:
RR :              130/090 mmHG
Puls:             88 bpm
EKG:            Sinusrhythmus
SpO²:           98 %
AF:               14/ min
BZ:               88 mg/dl

Durch Notarzt eingesetzte Medikamente:
1; Fentanyl, Dosis: 0,1 mg (1 Amp.), Wirkung:  hochpotentes Analgetikum  (Opioid/BTM), sedierend
2; Metamizol (Novalgin) , Dosis: 2,5 g (1 Amp.), Wirkung:  Analgetikum (NSAR),   antiphlogistisch, spasmolytisch
3; Metoclopramid (MCP) , Dosis: 10 mg (1 Amp.), Wirkung: Antiemetikum

Beschreibung des Einsatzablaufs mit zeitlichem Verlauf:
Nachdem wir von der Ehefrau des Patienten in das ebenerdig gelegene Wohnzimmer des Hauses gebracht werden, finden wir dort auf dem Boden liegend und sich vor Schmerzen wälzenden Patienten vor. (mehr …)

Hintergrundinformationen: Asthma bronchiale


Das Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Überempfindlichkeit. Dabei leiden ca. fünf Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder an Asthma bronchiale.

Bei entsprechend veranlagten Personen führt die Entzündung zu anfallsweiser Luftnot infolge einer Verengung der Atemwege – einer sog. Bronchialobstruktion aufgrund von vermehrter Sekretion von Schleim, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut. Sie ist durch Behandlung rückbildungsfähig (reversibel).

Eine Vielzahl von Reizen verursacht die Zunahme der Empfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreaktivität oder Hyperreagibilität) und die damit verbundene Entzündung.

Man unterscheidet grundsätzlich das allergische (extrinsische) Asthma vom nicht-allergischen (intrinsischen) Asthma. In den allermeisten Fällen liegt jedoch eine Mischform vor.
Während bei Kindern das allergische Asthma häufiger ist, tritt im Alter gehäuft die nicht-allergische Form auf.

Das allergische exogene Asthma findet sich bei Patienten mit entsprechender genetischer Veranlagung (Atopie) und wird durch äußere Reize (Allergie auslösende Stoffe in der Umwelt, sogenannte Allergene) ausgelöst. Diese sogenannten Allergene sind Stoffe in der Umwelt wie Hausstaub, Pollen, Tierhaare oder allergisierende Stoffe aus dem Berufsleben wie Mehlstaub, Haarspray oder Düngemittel.

Das nicht-allergische endogene Asthma wird hingegen durch Faktoren aus dem Inneren des Körpers ausgelöst: Infektionen, meist der Atemwege, Medikamentenunverträglichkeiten – sog. Analgetika-Asthma (pseudoallergische Reaktion auf Schmerzmittel, meist NSAR wie Acetylsalicylsäure), Einwirkung von giftigen (toxischen) oder irritierenden Stoffen (Lösungsmittel, kalte Luft, Zusatzstoffe und anderem), besondere körperliche Anstrengung oder Stress sowie die Refluxerkrankung (Rückfluss von Magensäure) sind mögliche Ursachen dieser Form.
Tabakkonsum kann dabei auch nach mehreren Generationen zum Asthma führen. Dabei wird die durch Rauchen verursachte epigenetische Veränderung der DNA weitervererbt.

 

Beim Asthma bronchiale kommt es dabei zu folgenden Reaktionen im Körper (Pathophysiologie): (mehr …)

Einsatzbericht: Asthma Anfall


Einsatzmeldung: Notarzteinsatz – Asthma Anfall

Vorgefundene Situation am Einsatzort:  An der Haustüre erwartet uns bereits ein Angehöriger des Patienten. Dieser empfängt uns und bringt uns in einen kleinen Raum, wo der ca. 45-jährige Patient auf einem Sessel sitzt. Der Notarzt ist bereits eingetroffen und auch Helfer-vor-Ort sind anwesend. Der Patient ist wach und ansprechbar, die Atmung wirkt recht normal, aber doch leicht angestrengt.

Verdachtsdiagnose/ Arbeitsdiagnose: Asthma Anfall

Vitalparameter/ Monitoring:
RR :              135/090 mmHG
Puls:             110 bpm
EKG:            —
SpO²:           97 % mit 6 L Sauerstoff
AF:               16/ min
BZ:               135 mg/dl

Durch Notarzt eingesetzte Medikamente:
1 Ampulle Solu-Decortin (Prednisolon), Dosis: 250 mg , Wirkung: entzündungshemmend/ immunsupressiv, membranstabilisierend, antieaxsudativ, antiinflamatorisch

Beschreibung des Einsatzablaufs mit zeitlichem Verlauf: (mehr …)