KTW; Krankentransport

Die erste offizielle Schicht als Rettungsassistentenpraktikantin


Nachdem ich bereits ein paar Schichten als „inoffizielle Rettungsassistentenpraktikantin“ gefahren bin, wurde es nun ernst. Ich war nun von Seiten des Rettungsdienstleiters offiziell als Praktikantin benannt und es waren auch alle Kollegen informiert worden. Dazu hatte ich nun auch das Berichtsheft erhalten und wurde über meine Aufgaben und Pflichten aufgeklärt. Die erste Schicht konnte also kommen.

Es war eine Frühschicht auf dem Rettungswagen zusammen mit einem lieben, erfahrenen Rettungsassistenten. Mein Kollege freute sich darüber, dass er mich nun begleiten lassen dürfe, schließlich warte er darauf schon länger. Ich übernahm also bei der Schichtübergabe nicht nur einen Melder, sondern dazu auch das Tablet zur Einsatzdokumentation sowie den wichtigen Schlüsselbund mit BtM-Schlüssel und Auffüllschrankschlüssel sowie das Diensthandy.

Nach einer gemütlichen Unterhaltung mit der Nachtschicht und einem Kaffee zum Wachwerden, ging es zum Checken des RTWs in die Garage. Dort kontrollierte ich die Gerätschaften, während mein Kollege sich um den Notfallkoffer sowie die Schrankfächer kümmerte. Danach ging es wieder hoch in die Wache. Es war an diesem Morgen recht ruhig. Doch meine Nervosität war dennoch groß, schließlich war es eben eine neue Situation.

Nach über 2 Stunden ging nun aber der Melder das erste Mal. Es sollte zur Absicherung eines Brandes in einer Außenanlage einer Industriefirma in der Nachbarstadt gehen. Ich nahm also auf dem Beifahrersitz Platz und der Rettungsassistent fuhr mit Sondersignal zum Einsatzort. Dort war die Feuerwehr bereits beim Löschen und hatte den Brand unter Kontrolle. Wir meldeten uns beim Einsatzleiter und dieser erklärte, dass es sich nur um einen Kleinbrand handelt, ein Trupp ist unter Atemschutz im Einsatz und somit sicherten wir die Feuerwehr eben beim Löschen ab. Für uns gab es also nichts zu tun, außer Warten. Währenddessen fing ich bereits mit der Einsatzdokumentation an.

Nachdem die Feuerwehr mit den Nachlöscharbeiten fertig ist, dürfen auch wir wieder zurück Richtung Heimatstadt fahren. Auf dem Weg dorthin gibt es jedoch bereits einen Folgeeinsatz. Ein Kollaps wird uns als Notfalleinsatz gemeldet. Nun geht es einmal mit Sonderrechten quer durch die Stadt.

Es wartet ein älteres Ehepaar auf uns. Der Ehemann hatte uns alarmiert, denn seine krebskranke Frau war heute sehr schwach und einem Kollaps sehr nah. Zudem war ihr durch die Chemotherapie sehr übel und sie hatte eine Verschlechterung des Allgemeinzustands. (mehr …)

Einsatzbericht: Dialysefahrt


Inhalt der Einsatzmeldung der Rettungsleitstelle

Rehaklinik xy, Dialysefahrt ins KfH, sitzend, Krankentransport

Vorgefundene Situation am Einsatzort und Befund des/der Patienten/Patientin

– Patient männlich, ca. 70 Jahre

– Situation: Patient sitzt im Rollstuhl auf uns wartend auf dem Gang des Reha-Zentrums, Pflegepersonal bringt uns zu dem wachen und orientierten Mann (GCS 15), der sich mit Z.n. Oberschenkelhalsfraktur aktuell in der Rehaklinik befindet und dialysepfichtig (3 x Woche) ist, weiterhin normaler Allgemeinzustand bei schlechter Gehfähigkeit

– Beschwerden, Verletzungen: Z.n. Oberschenkelhalsfraktur, chronisches Nierenversagen, ansonsten keine Beschwerden

Verdachtsdiagnose (eigene bzw. die des Notarztes)

Dialysepflichtiger Patient, der nach Oberschenkelhalsfraktur noch wenig gehfähig ist

Organisatorische und medizinische Maßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes

– Patientenkontakt, Vorstellung und Begrüßung

– Übergabe durch das Pflegepersonal

– Umsetzen des Patienten von seinem Rollstuhl in den Transportstuhl des KTW

– Transport in KTW und Klinik mit Dialyse währenddessen soziale Betreuung

– Transport in die Klinik, dort Wiegen des Patienten, Umlagerung vom Transportstuhl in ein Bett, Übergabe an Dialyseabteilung

Organisatorische und medizinische Maßnahmen zusammen mit dem Notarzt

keine Notarztanforderung