Nachdenken


Seit mittlerweile 3 Monaten ist es hier sehr still geworden. Dies lag echt an verschiedenen Dingen.
Ich habe einfach in der realen Welt viel zu tun gehabt, hauptberuflich bin ich recht eingespannt, manchmal auch genervt, musste viel Vertretung machen. Dazu kommt mein geliebtes Ehrenamt, hier habe ich in den letzten Monaten wie bereits berichtet einiges an Verantwortung übernommen, ich gehöre nun zur Leitungsgruppe meiner Bereitschaft. Dort gab es gerade am Anfang viel dazu zu Lernen und zu organisieren. Daher habe ich mich in die Materialbeauftragtenrolle hineingefunden, alle Listen und alles an Material überarbeitet. Wir haben nun nichts verfallenes mehr, eine größtenteils einheitliche Ausstattung, zudem konnte ich mich in das Thema Medizinprodukte einarbeiten. Hier gibt es sehr viel rechtliche Problematiken, ich musste eigentlich von Null anfangen, es wurde nun alles geprüft und zudem erst einmal in Listen geordnet. Auch konnte ich von einem Sponsor neue Blutzuckergeräte anschaffen.
Diese „neue Arbeit“ macht mir viel Spaß, aber es kostet auch viel Zeit und Energie.
In den nächsten Wochen darf ich zusätzlich auch endlich einige Führungslehrgänge besuchen.

Dazu bin ich aber natürlich weiterhin regelmäßig Rettungsdienst gefahren oder habe besser sehr oft begleitet. Ich merke auf dem Rettungswagen, dass ich als Begleiter mittlerweile eine Routine entwickelt habe, die allermeisten Einsätze verlaufen daher sehr entspannt und ruhig. In kritischen Situationen bin ich aber immer noch froh, wenn ich einen erfahrenen Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter an meiner Seite habe.
Da kommen wir auch zu einem ganz bestimmten Thema: Notfallsanitäter. Viele der hauptamtlichen Kollegen absolvieren gerade ihre Weiterbildung zum Notfallsanitäter, dazu kommen unsere Auszubildenden. Ich merke hier ganz deutlich, dass alle voll im Lernen stecken. Ich selbst habe jedoch das Gefühl, dass ich vieles an Theoriewissen einfach vergessen habe, dazu war ich auch schon einmal besser in der EKG-Auswertung oder bei der Medikamentenkunde.
Daher frage ich mich gerade einfach, ob ich zu wenig für meine Tätigkeit als Rettungsassistenten investiere. Ich habe einfach einen Anspruch an mich selbst und möchte mehr Wissen und Können. Dies kann ich leider jedoch nicht immer umsetzen.
Doch nach einer gewissen Zeit, habe ich den Entschluss gefasst, dass ich mich jetzt jede Woche ein paar Stunden (vielleicht auch nur 1-2) pro Woche hinsetzen möchte und einiges wiederholen bzw. vertiefen will.
Hier geht es viel um Hintergrundwissen, welches mir jedoch im Einsatz von Vorteil sein kann.
Ich weiß nicht, ob ich jemals die Prüfung zum Notfallsanitäter antreten werde, doch ich will einfach für mich selbst ein bisschen mehr Wissen und Können.

In einem Punkt bin ich jedoch auf jeden Fall besser geworden: Einsatzführung.
Seit einigen Monaten bin ich bei uns im Kreisverband in der Unterstützungsgruppe Einsatzleitung aktiv. Hier konnte ich bereits sehr viel dazu lernen. Ich bin mittlerweile ein fester Bestandteil dieser Gruppe und konnte bereits einige größere Einsätze miterleben. Man lernt hierbei sehr viel mit dem aktiven Handeln, daher halfen mir gerade auch Übungen und Einsätze fitter zu werden.
Die Führungsunterstützung zu übernehmen bringt mir jedoch auch persönlich etwas, ich lerne noch mehr zu delegieren, dazu nehme ich viele Dinge von den Führungskräften mit und versuche diese auch bei kleineren Einsätzen und auf dem RTW umzusetzen.
Dazu lerne ich natürlich viel an kommunikativen und administrativen Dingen, also noch mehr Funken und Dokumentieren. Aber auch als Führungsgehilfe mit viel Freiraum war ich schon eingesetzt.

Dazu habe ich in den letzten Wochen einige Großveranstaltungen miterleben dürfen. Hier war ich in verschiedenen Rollen aktiv und konnte viele neue Erfahrungen sammeln, zudem kam hier der Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen. Man erlebt hier gerade ein paar schöne Erlebnisse, die einen lange in Erinnerung bleiben. Auch die Kameradschaft wurde bei diesen Einsätzen groß geschrieben und ist nicht zu kurz gekommen.

Leider habe ich in den letzten Monaten auch sehr viel mit dem Tod zu tun gehabt. Es haben sich hier die Todesfälle gehäuft. Dabei denkt man auch immer etwas mehr über das Leben nach, doch eines ist mir dabei besonders aufgefallen, man lebt nur einmal und daher sollte man das Leben genießen bzw. immer versuchen das beste daraus zu machen.

So dies war eine ganz kurze Zusammenfassung, der Dinge, die mich in den letzten drei Monaten so beschäftigt haben. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen und Wochen noch so einiges berichten kann und möchte meinen Blog etwas wiederbeleben.

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