Wissen

Die Ende der Ausbildung und die Rettungsassistenten-Prüfung


Die letzten Monate sind wahnsinnig schnell vergangen. Eigentlich wollte ich über jedes Ausbildungswochenende einen Artikel schreiben, doch leider habe ich dies gerade in letzter Zeit nicht mehr geschafft. Es gab tausend Dinge im Privatleben, in meinen Hauptjob und auch bei der Ausbildung zu organisieren, zu erledigen, dabei mit einigen Rückschlägen fertig zu werden und dennoch nach vorn zu sehen.

So rückte die Abschlussprüfung immer näher und gerade als ungefähr einen Monat vor Prüfungsbeginn das offizielle Schreiben von der Schule mit der Zulassung zur Prüfung durch die Regierung und allen wichtigen Informationen und Zeiten per Post kam, war die heiße Phase endgültig eingeleitet.

Mir war klar, dass in den letzten Wochen die Wiederholung und das Vertiefen des Wissens sehr schwierig sein wird, da ich einfach zwischendurch zu wenig gelernt hatte. Doch ich brauche irgendwo auch den Druck, um gut lernen zu können. Dieser war nun definitiv vorhanden, beste Bedingungen um zu lernen (wohlgemerkt immer nach dem normalen Arbeitstag, am liebsten am See oder im Garten).

Aus meinem Umfeld kam viel Motivation. Alle waren sich sicher, dass ich diese Prüfung erfolgreich meistern würde. Doch leider verstärkt dies auch den Druck auf einen selbst.

Jeden Tag habe ich versucht nach Themengebieten etwas zu wiederholen oder überhaupt erst zu lernen. Beschränkt habe ich mich hauptsächlich auf die Hauptthemengebiete. Die kleinen Fachgebiete der Notfallmedizin habe ich höchstens noch einmal durchgelesen. Meine Zusamenfassungen haben mir dabei am Ende viel geholfen.

Auch einen kleinen Kurzurlaub habe ich mir selbst noch gegönnt, um die letzten drei Wochen danach etwas erholter an die Lernerei gehen zu können. In den letzten beiden Wochen vor der Prüfung habe ich dann versucht mich aus vielen Dingen ausklinken und auf das Wesentliche, nämlich die Prüfung, zu konzentrieren.

Das letzte verlängerte Ausbildungswochenende stand dann noch einmal im Zeichen des Wiederholens und des Übens in den eigentlichen Prüfungsgruppen. (mehr …)

Die Trauma-Woche auf dem Weg zur Rettungsassistentin – Teil 1


Wie bereits berichtet, stand bei uns im Lehrgang bei der verkürzten Rettungsassistentenausbildung die Trauma-Woche an. Dabei heißt es eine ganze Woche lang alles rund um das Thema traumatische oder auch chirurgische Notfälle lernen. Integriert in diese Blockwoche ist der offizielle ITLS-Advanced-Kurs.

Am ersten Tag hieß es nach einer kurzen Begrüßung und Gruppeneinteilung gleich einmal Theorie lernen. So stand das Thema Passiver Bewegungsapparat an, d.h. alles was mit Knochen zu tun hat. Hier probierten wir einmal eine neue Lernform aus. Wir teilten uns in Expertengruppen, wo jede Gruppe ein Thema zu bearbeiten bekam. Danach wurden die Gruppen neu verteilt und jede Expertengruppe musste sich in Zweierteams teilen. Daraus wurden dann wieder Gruppen mit den verschiedenen Experten gebildet. Jeder Experte erläuterte nun die Arbeit seiner Gruppe und versuchte das erarbeitete Wissen so gut es geht weiterzugeben. Am Ende hörten wir viel über die verschiedenen Knochen am Kopf, der Wirbelsäule und den Extremitäten. Dazu kamen allgemeine Dinge wie der Knochenaufbau und die verschiedenen Gelenke (meine Expertengruppe) sowie zum Thema intraossäre Punktion und Frakturarten. Leider kann bei dieser Lernform nicht immer alles wirklich gut erklärt werden und man kann sich auch nicht wirklich alles merken.

Am Nachmittag wurde es nun praktisch. Hier konnten wir uns noch einmal in Kleingruppen zu je 9 Personen teilen. Es ging nun um das Thema Bewegungseinschränkung, Drehung und Helmabnahme. An einer Station lernten wir einmal ganz ausführlich den Umgang mit dem Rettungsbrett oder auch Spineboard. Dies ist bei dem ITLS-Kurs ein wichtiges Thema. Wir lernten nicht nur die einfache Variante jemanden auf dem Rücken liegend schräg hoch auf das Board zu bringen und danach mithilfe der sogenannten Spinne, also den bunten Befestigungsmaterial zu fixieren, sondern auch Spezialsituationen. (mehr …)

Das zweite Wochenende auf dem Weg zum RA: viel graue Theorie


Am zweiten Wochenende das Lehrgangs zum Rettungsassistenten war sehr viel Theorie angesagt. Unser Kurs ist dazu mindestens in zwei Hälften zu ca. 30 Teilnehmern geteilt.

Los ging es dabei am Samstag Vormittag mit der Weiterführung der naturwissenschaftlichen Grundlagen. Dazu hörten wir Auszubildende sehr viel über Biologie, Chemie und etwas Physik. Hauptsächlich ging es dabei um Ruhe- sowie Aktionspotenziale sowie alles was damit zusammenhängt. Für viele Kursteilnehmer war dies bereits eine Herausforderung, da wir in kurzer Zeit sehr viel Stoff durchmachten. Zum Glück hatte ich dies bereits alles in der Schule einmal gemacht und auch meine Unterlagen aus dieser Zeit dabei. Diese helfen mir doch tatsächlich nun wieder sehr viel weiter.

Nach der Mittagspause ging es dann nochmals in kleinere Gruppen geteilt um das Thema Herz und Kreislauf. dabei wiederholten wir in einer lockeren Gesprächsrunde die Grundlagen des Wissens vom Rettungssanitäter und vertieften diese etwas. Der Dozent hielt dabei einen sehr freien Vortrag, wobei wir immer wieder nachfragen konnten, wenn etwas neues kam. Am Ende dieses Tages kam noch ein kleiner „Test“, also ein Fragebogen, welchen wir ausfüllten und danach besprachen. Schon war der lange Samstag wieder mit viel aufgerfrischten und neuen Wissen vorbei.

Am Sonntag ging es danach morgens weiter und wir durften uns ganz viel zum Thema Atmung anhören. (mehr …)

Das erste Wochenende auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Letzte Woche hat mein berufsbegleitender Kurs zum Rettungsassistenten begonnen. Ich werde die nächsten 10 Monate also fleißig Lernen und danach hoffentlich erfolgreich die Prüfung meistern. Dazu bin ich jetzt ungefähr jedes zweite Wochenende in der Berufsfachschule und erweitere mein Wissen und Können.

Am ersten Wochenende fuhr ich also am Samstag Morgen zur für mich total unbekannten Schule. Diese befindet sich auf dem Gelände einer christlichen Einrichtung. Sie war leicht zu finden und auch ein Parkplatz wurde recht schnell gefunden. Neugierig und etwas aufgeregt suchte ich zunächst den richtigen Raum, wo die Begrüßung stattfinden sollte.

Jeder Teilnehmer musste sich in eine Liste einschreiben und dazu gab es für alle ein Namensschild. Danach suchte ich mir einen Platz. Ich bin der Meinung gewesen, dass ich niemanden kennen würde. Meine Sitznachbarin war jedoch auf den ersten Blick bereits ganz sympathisch. Mittlerweile haben sich sehr viele Mitstreiter in dem großen Saal eingefunden. Mit so vielen Kursteilnehmern hätte hier wohl niemand gerechnet. Auf den zweiten Blick habe ich auch gleich jemanden aus meinen Rettungsdiensthelfer-Kurs wieder erkannt, ich bin also doch nicht völlig unter Fremden.

Nach einem kurzem Gespräch fand die Begrüßung durch den Schulleiter statt. Er begrüßte uns alle und erklärte einige Dinge. Hierbei wurde auch gleich klar, dass wir in zwei Kurse für die Theorie geteilt werden. Die Praxis wird in 6 Kleingruppen stattfinden. Bei ca. 60 Leuten ist so eine Untergliederung auch dringend notwendig. Am ganzen Vormittag erfuhren wir immer mehr Details der Ausbildung. Dazu wurde uns das Schulkonzept, das Gelände und die Unterrichtsräume sowie Dozenten vorgestellt und wir bekamen weitere Informationen zur Büchern, Online-Lernplattform, E-mail, Klinikpraktikum, Zwischenprüfungen und der Abschlussprüfung sowie zu vielen weiteren wichtigen Themen. Auch eine kurze Vorstellungsrunde der Teilnehmer durfte nicht fehlen, wobei wir nach Regionen geteilt wurden. (mehr …)

Türchen Nr. 3 oder auch ein Jahr Rettungssanitäterin


Rettungssanitäterprüfung

Vor genau einem Jahr hatte ich meine Prüfung zur Rettungssanitäterin und daher passt dieser häufig gesuchte Begriff heute besonders gut.

In diesem Artikel habe ich bereits darüber berichtet: https://blaulichtengel.wordpress.com/2012/04/04/ruckblick-die-rettungssanitater-prufung/

Doch ich möchte noch einige Eindrücke posten, die auch nach einem Jahr geblieben sind. Zum einen war da meine Angst vor der mündlichen Prüfung. Ich habe alle verrückt gemacht und mich selbst am allermeisten. Normalerweise bin ich vor Prüfungen relativ ruhig und habe nur eine gesunde Nervosität, doch wenn man die ganze Woche zusammen ist und lernt, dann steigere ich mich mehr in die Situation rein und bekomme immer wieder kleine Anfälle von „ich kann nichts und falle sowieso durch“. Dies hat sich im Lauf der Woche immer mehr gesteigert und kam am Freitagabend zu einem Höhepunkt. Zu diesem Zeitpunkt war die schriftliche Prüfung bereits gelaufen und die Multiple-Choice Fragen liegen mir auch. So war ich mir sicher, diesen Teil bestanden zu haben, doch desto mehr Panik bekam ich vor der mündlichen. Dabei habe ich beim Abendessen alle Teilnehmer und auch unseren Lehrgangsleiter so genervt, dass sie sich für mich ein lustiges Spielchen mit Fragerunde quer durch die Prüfungsgebiete ausgedacht haben. Mit Dialekt und einigen Scherzen wurde ich so aufgemuntert, dass ich nur noch Lachen konnte. Am späteren Abend wollte ich schließlich nichts mehr davon wissen. Der Samstag morgen startete dann gleich mit der mündlichen Prüfung, wobei ich nach 2 Teilnehmern reingeschicht wurde, damit ich endlich nicht mehr nerve, was auch der Fall war. Dieses Problem mit mündlichen Prüfungen habe ich leider auch im Studium und ich würde es sehr gerne abstellen. (mehr …)