schwierig

Die besondere Art der Einweisungen oder einfach was aufm KTW so üblich ist


Vor kurzem war ich zusammen mit zwei ebenfalls jungen Kolleginnen, die sich die Schicht teilten, auf dem Krankenwagen als Begleiterin unterwegs.

Hierbei habe ich in 12 Stunden 9 Transporte gefahren, ein durchschnittlicher Wert. Doch währendessen gab es gleich mehrere Situation, wo man einfach nur den Kopf schütteln kann bzw. muss.

Am Morgen verlief noch alles normal, wir sind insgesamt 4 Transporte gefahren. Von der Einweisung über die Ambulanzfahrt bis hin zur Entlassung.

Nerviger wurde es jedoch am Nachmittag. Nach einer kurzen Pause auf der Wache, bei der noch die Datensätze für die Krankenkasse im PC nachbearbeitet werden mussten und ein schneller Kaffee getrunken werden konnte, ging es weiter.

Wir wurden von der Leitstelle zu einem Transport ins Krankenhaus alarmiert. Es sollte wohl um starke Schmerzen nach einer Rippenfraktur gehen. Die Papiere wären beim Patienten vor Ort.

Angekommen in der Außengemeinde wurden wir bereits von der Tochter der Patientin erwartet. Sie brachte uns zu der ca. 70-jährigen Patientin, die bereits voll angezogen in der Küche auf uns wartete. Der einweisende Arzt hatte die Papiere wie angekündigt da gelassen. Es war ein perfekt ausgefüllter Transportschein vor Ort, dazu aber leider keine Einweisung ins Krankenhaus, sondern eine Überweisung zu einem Orthopäden, wohl gemerkt von einem orthopädischen Facharzt, der als Bereitschaftsarzt vor Ort gewesen ist. (mehr …)

Lebenswichtiges Mittel


Für die meisten Rettungsdienstmitarbeiter ist das wichtigste auf der Wache ein guter Kaffe. Ich selbst bin da nicht anders und brauche einfach einen Kaffee, besonders wenn ich Frühschicht habe oder aber am Nachmittag. Natürlich trinke ich auch privat gerne Kaffee, besonders gerne Latte Macciato und besitze seit einiger Zeit den Luxus eines Vollautomaten, welcher auch Mischgetränke mit einem Knopfdruck zubereitet.

Auf der Rettungswache gibt es bei uns ebenfalls einen Kaffeevollautomaten, bei dem allerdings die Milchdüse abmontiert wurde. Es gibt einen Bogen mit einer Strichliste für jeden Mitarbeiter und so kostet eine große Tasse Kaffee 30 Cent, welche am Monatsende bezahlt wird. Mehrere Mitarbeiter kümmern sich dabei um den regelmäßigen Nachschub an Bohnen, Milch und Zucker. Auch die Wartung wird von von ihnen in Auftrag gegeben. Die Reinigung der Maschine übernehmen mehr oder weniger alle Kollegen.

Doch wehe wenn die Kaffeemaschine einmal nicht so will, wie wir, denn dann herrscht auf der Wache echt schlechte Stimmung. Damit dies nicht passiert, wird der Vollautomat aber schnell durch eine Ersatzmaschine der Firma, die die Reparatur durchführt, ausgetauscht. Allerdings ist es ein anderes Modell und so kam es neulich in der Küche der Rettungswache dazu, dass alle anwesenden Kollegen erst einmal rätselten, was denn nun am besten zu drücken ist, um eine gut gefüllte Tasse mit der richtigen Stärke zu bekommen.

Leider produzierte die Maschine dabei zunächst eine halbvolle Tasse mit sehr starken Kaffee und das obwohl schon die Zweitassenvariante gewählt wurde. Bei der Longvariante brauchte der Vollautomat gefühlte Stunden zum Brühen. Am meisten verwundert war jedoch der Rettungsdienstleiter, der erst einmal etwas Hilfe gebraucht hat, um die Kaffeemaschine überhaupt anzuschalten und danach Bohnen nachzufüllen, um irgendwie zu einem schnellen Kaffee zwischen während der Pause einer Fortbildung zu bekommen.

Somit waren wir mehr oder weniger den ganzen Tag beschäftigt die richtige Einstellung zu finden, was aber auch daran lag, dass wir sehr viele Einsätze hatten. Zum Schichtende haben wir es immerhin geschafft eine mehr oder weniger volle Tasse mit wohlschmeckenden Kaffee zu zubereiten und diese auch noch zu genießen ohne dass ein Einsatz dazwischen kommt.

Zum Glück steht nun mittlerweile wieder der alte Automat da und macht die richtige Menge mit der richtigen Stärke an Kaffee.

Übrigens ist die Kaffeemaschine bei uns auf der Wache eine der wenigen Dinge, wo man keine Einweisung dafür braucht. Den selbst für Telefon und Klingel bedürfen die Praktikanten eine Einweisung.