mrsa

Adventskalender Tür 16: Dialsye Fahrten mit MRSA welches Transportmittel


Diese Frage ist eine sehr berechtigte und auch einfach zu beantworten bzw. zu erklären.

Zunächst einmal müssen Dialysepatienten sehr regelmäßig zwischen ein und dreimal wöchentlich zur Dialyse. Zur Hin- und Rückfahrt bekommen sie normalerweise einen Transportschein von der Dialysestation ausgestellt.

Hier wird dann entsprechend angekreuzt, welches Transportmittel erforderlich ist. Die Krankenkassen bezahlen hier nicht jeden das gleiche Transportmittel. Es kommen in Frage: Taxi, Behindertenfahrdienst und der Krankentransportwagen.

Die meisten Patienten fahren mit einem Taxi, denn dies ist für sie ausreichend. Notwendigerweise wird auch ein Behindertenfahrdienst bezahlt, wenn zum Beispiel die Mitnahme eines Rollstuhls erforderlich ist, welcher nicht auch mit dem Taxi mitgenommen werden kann.

Dazu gibt es noch die Indikation für den qualifizierten Krankentransport (mehr …)

Putzen oder auch wie man die Zeit rumbekommt…


Wenn man als Besatzung eines Krankenwagens, also KTW, unterwegs ist, dann gehört eben auch oft das Putzen des Autos dazu.

Damit ist nicht nur die normale Fahrzeugpflege gemeint, also das ganz normale Autowaschen, nein dazu gehört eben ein bisschen mehr.

Ganz oft werden im Krankenwagen Menschen mit infektösen Krankheiten bzw. Keimen gefahren und dann heißt es für die Besatzung besondere Hygienevorschriften einzuhalten. Also das Tragen eines Schutzkittels, Mundschutz und Handschuhen (besonders oft beim Krankenhauskeim MRSA oder ähnlichen). Doch nachdem der Patient gefahren wurde, heißt es eben dann Desinfektion. Man fährt also als nicht einsatzklar zur Wache zurück, um dort zu putzen.

Dies kann sich je nach Keim und Ausbreitung um reine Kontaktflächendesinfektion handeln, das sind dann nur alle Flächen mit denen der Patient in Berührung gekommen ist.

In den meisten Fällen ist danach aber eine Desinfektion aller Flächen, d.h. des gesamten Patientenraumes inkl. Trage und Tragestuhl. Dies geschieht normalerweise mittels einer Wisch-und Scheuerdesinfektion, dabei wird mit speziellen Desinfektionstüchern mit leichten Druck über alle Flächen gewischt. Dies dauert zu zweit ca. 20-30 Minuten.

Das Putzen ist zwar auch Arbeitszeit, doch eben bei vielen nicht sehr beliebt. Ich muss sagen, mir macht es nichts aus, denn so geht die Zeit auch rum und danach weiß man wenigstens, dass „sein Auto“ sauber ist. Außerdem betätigt man sich dabei und verbrennt Kalorien, für jemanden mit Bürojob auch nicht schlecht 😉

Was aber sehr nervig ist, wenn man in einer Schicht zum dritten oder gar vierten mal das ganze Tun muss. Irgendwann lässt die Lust dann mal nach und es dauert einfach länger, gefühlt vielleicht 2 Stunden, in Wirklilchkeit dann eben 45-60 Minuten.

Vielen scheint dies nicht klar zu sein, die meisten Menschen denken vielleicht, dass es auch im Rettungsdienst Putzfrauen oder ähnliches gibt. Aber das ist eben falsch, wir müssen selbst die Desinfektionsarbeiten durchführen und auch die normale Fahrzeugwäsche und -Pflege gehört zu unseren normalen Aufgaben, die eben wahrgenommen werden, wenn keine Aufträge durch die Leitstelle anstehen.