Menschen

Einsatz bei der Hochwasserkatatstrophe: Der zweite Tag


Nachdem der erste Tag bei dem Einsatz im Rahmen der Hochwasserkatastrophe, hier könnt ihr ihn nachlesen, bereits sehr anstrengend gewesen ist, so sollte auch der nächste Tag nicht weniger arbeitsreich werden.

Die Nacht zwischen den Tagen war sehr kurz und vor allem habe ich nur sehr wenig geschlafen. Auch auf einen Feldbett kann man gut schlafen, doch zum einen ist bei mir die erste Nacht in fremder Umgebung immer sehr unruhig, zum anderen war es mir in dem Schlafraum ständig zu warm.

Nach 4 Stunden Nachtruhe hieß es also um 5 Uhr aufstehen und das Frühstück für die Betroffenen und freiwilligen Helfer draußen als auch für unsere eigenen Helfer vorbereiten. Ich quälte mich also aus dem Bett und versuchte innerhalb kürzester Zeit mich irgendwie anzuziehen und halbwegs salonfähig zu machen. Meine Haare hatten wahrscheinlich nachts mal wieder eine Party ohne mich gefeirt ;-).

In der Küche angekommen (der Weg betrug ja nur 5 Meter) waren bereits einige Helferlein fleißig dabei Kaffee zu kochen sowie Wurt und Käse herzurichten. Ich bekam den Auftrag mich zusammen mit einer weiteren Frühaufsteherin um den Frühstücksraum für unsere eigenen Kräfte zu kümmern. Dort galt es die Tische abzuwischen. Vom Vorabend übrig gebliebenes zu entsorgen. Den Kaffee in den Raum zu bringen und Wasserkocher sowie weitere Frühstückgetränke zu organisieren. (mehr …)

Freitagsfüller


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1.  Es ist mir viel zu kompliziert wie manche Menschen denken und handeln.

2.  Ich war noch in einem Nagelstudio.

3.  Ob man der Arbeitstag will in manchen Büros einfach nicht vergehen.

4.  Die Hinterhältigkeit einiger Menschen  ist schier unfassbar.

5.  Das Leben sollte man im Hier und Jetzt genießen, denn es ist viel zu kurz um über die Vergangenheit nachzudenken.

6.  Diesen Blog schreibe ich gerne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine RTW-Schicht, morgen habe ich den ersten Ausbildungstag in meinen Nebenjob geplant und Sonntag möchte ich bei schönen Wetter mit meiner Familie verbringen!

Freitagsfüller


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1. Wenn ich nicht schon wieder erkältet wäre, dann wäre meine Stimmung eindeutig besser.

2.  Die Arbeitsmoral mancher Menschen verstehe ich einfach nicht.

3.  Ein spontaner Wochenendausflug würde sich diese Woche zur Besichtigung von Garagentoren anbieten.

4.  Ein Apfel oder eine Milchschnitte 😉 ist mein liebster „gesunder“ Snack.

5.  Es wird Frühling, wenn endlich die Tulpen und Osterglocken blühen und der letzte Schnee verschwunden ist.

6.  Manche Dinge muss man einfach hinnehmen und  runterschlucken.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine Veranstaltung meiner Hilfsorganisation, anders als sonst, nämlich für mich als neue Mitarbeiterin 😉 , morgen habe ich wirklich nichts geplant und Sonntag möchte ich mit meiner Familie verbrinden!

Gefühle, Emotionen und Abschalten


Oft werde ich von Freunden und Bekannten auf mein Ehrenamt im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr angesprochen. Dabei kommt man früher oder später meist darauf, dass es doch schwierig sein muss manche Einsätze zu verarbeiten. Dabei ist es nur schwer eine pauschale Antwort zu finden.

Ich persönlich bin ein recht gefühlsbetonter Mensch, aber es gibt Situationen, in denen muss man einfach funktionieren. Dies kann zum Beispiel im Rettungsdienst bei einer Reanimation oder einem schweren Verkehrsunfall sein, wo es eben auf das Fachliche ankommt und man nur noch im Team versucht, die Person wiederzubeleben oder eben möglichst gut notfallmedizinisch zu versorgen. Natürlich denkt man sich auch in jener Lage, dass es vielleicht besser wäre, den Menschen starben zu lassen auf dem man gerade herumdrückt oder aber man gibt mehr als 100 %, weil man weiß, dass es ein jünger Mensch mit Famile ist, der noch so viel im Leben vorhat.

Aber wie man so schön sagt: „Einsatz ist Einsatz!“ und so rücken die Emotionen und Gefühle in den Hintergrund. Während des Einsatzes bleibt jedoch auch wenig Zeit, um überhaupt groß nachzudenken oder seine Gefühle zu zeigen.

Anders sieht dies jedoch aus, wenn man wieder Zeit findet, nach dem Einsatz oder auch erst nach einer ganzen Schicht. Dann kommen bei jedem Helfer die Gedanken und Gefühle nach oben. Ich finde es dabei sehr wichtig in schwierigen Situationen mit den Kollegen reden zu können. Denn nur dieser war auch direkt bei belastenden oder auch einmal positiven Erlebnissen dabei und kann sich am besten in die Lage hineinversetzen, was man selbst gerade fühlt oder denkt.
So wird bei uns auf der Rettungswache bei jeden toten Menschen über den Einsatz gesprochen und gerade junge Kollegen werden immer betreut, wenn es ihnen nicht gut geht.

Ich selbst kann nach belastenden Einsätzen meist recht schnell abschalten. Klar schwirrt einem manchmal etwas noch länger durch den Kopf und dabei überlegt man auch, ob der Einsatz anders hätte besser laufen können oder ob für den Patienten irgendetwas besser gewesen wäre. Doch diese Gedanken sollte man schnell hinter sich lassen, denn sonst kann man nicht abschalten und dies muss man einfach.

Bei mir ist es so, dass ich nach einer Schicht auf dem Rettungswagen kurz mit meiner Familie und dabei besonders einer Person über (fast) alle Einsätze spreche. So kann ich meine Emotionen jemanden erzählen und die Schicht verarbeiten. Danach schließe ich damit ab und denke selten noch länger über belastende Dinge nach, denn ich habe für mich selbst einfach damit abgeschlossen.

Wer jetzt denkt, dass man Gefühle und Emotionen hauptsächlich nur im Rettungsdienst findet und diese im Feuerwehrdienst nebensächlich wären, der irrt. Denn auch während eines Feuerwehreinsatzes haben wir es mit Menschen zu tun. Ob dies nun bei einem schweren Verkehrsunfall ist oder bei einem Brand ist, aber auch in vielen anderen Bereichen. So ist es dabei genauso wichtig mit den Kameraden nach dem Einsatz über belastende Dinge zu sprechen. Gerade weil es Situationen in der Feuerwehr gibt, die man während seiner Laufbahn nicht oft erlebt und somit auch nicht ganz so schnell verarbeiten kann.