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Adventskalender Tür 16: Dialsye Fahrten mit MRSA welches Transportmittel


Diese Frage ist eine sehr berechtigte und auch einfach zu beantworten bzw. zu erklären.

Zunächst einmal müssen Dialysepatienten sehr regelmäßig zwischen ein und dreimal wöchentlich zur Dialyse. Zur Hin- und Rückfahrt bekommen sie normalerweise einen Transportschein von der Dialysestation ausgestellt.

Hier wird dann entsprechend angekreuzt, welches Transportmittel erforderlich ist. Die Krankenkassen bezahlen hier nicht jeden das gleiche Transportmittel. Es kommen in Frage: Taxi, Behindertenfahrdienst und der Krankentransportwagen.

Die meisten Patienten fahren mit einem Taxi, denn dies ist für sie ausreichend. Notwendigerweise wird auch ein Behindertenfahrdienst bezahlt, wenn zum Beispiel die Mitnahme eines Rollstuhls erforderlich ist, welcher nicht auch mit dem Taxi mitgenommen werden kann.

Dazu gibt es noch die Indikation für den qualifizierten Krankentransport (mehr …)

„So ist das halt nunmal“ oder super Übergaben…?!


Manchmal kommt man mit Patienten ins Altenheim und findet immerhin schon mal die Station bzw. das Zimmer des Menschen, den wir zurückbringen, doch außer uns scheint sich dafür niemand zu interessieren. Auf dem Gang findet sich weit und breit mal wieder niemand, auch im Stationszimmer ist keiner da. Rufen bzw. schon eher schreien ist vergebens. Also kämpft man sich eben durch den oftmals vollgestellten Gang und sucht weiter. Irgendwann kommt dann doch mal eine Pflegehelferin, doch die hat natürlich keine Ahnung und überhaupt, darf sie eh nichts übernehmen, so wird uns erzählt. Also denken sich mein Kollege, der mittlerweile echt „gut“ drauf ist und ich, so jetzt reichts. Die Hilfsangestelte holt endlich mal eine zuständige Pflegerin. Diese kommt schon genervt und erzählt uns, dass der Patient, der übrigens nicht nur verängstigt ist, sondern auch noch MRSA hat, dass sie ja zur Zeit kein Einzelzimmer haben und wir ihn in ein Doppelzimemr bringen sollen. Immerhin ein Zimmer! Dass sie deshalb auch Schutzbekleidung für überflüssig hält ist auch klar. Beim Umlagern wird, wenn überhaupt nur, sehr zögerlich angepackt und das Bett verstellen ist wieder einmal unsere Sache, zumal wir uns sehr gut mir diesen diversen Betten auskennen.

Nachdem der Patient, dann nach gefühlten Stunden, endlich wieder in einem bequemen Bett liegt, fragen wir, wo unsere Schutzkleidung entsorgt werden soll. Der Pflegerin ist dies im Zimmer ziemlich egal, denn die Keime werden hier anscheinend eh von Bewohner zu Bewohner getragen.

Wir verschwinden von dort nun endlich und sehen uns nur ohne Worte an, so sollte es nunmal echt nicht laufen!

Aber es geht auch anders!

Ein anderes Mal in einem anderen Altenheim bringen wir eine Dialyse-Patientin mit einem Keim wieder. Im Flur findet sich meist recht schnell eine Altenpflegerin, die uns ins Zimmer begleitet, dort beim Auskleiden und umlagern hilft und uns auch noch zeigt, wo wir Desinfektionstücher für unseren Stuhl finden.

Ganz ehrlich, man fragt sich da schon manchmal, woher diese sehr deutlichen Unterschiede liegen. Ich meine alle Altenheime kosten fast das Gleiche und müssen alle wirtschaftlich arbeiten, doch die einen achten eben auf Hygiene, Patientenumgang und vieles andere, und wiederum andere Altenheimen scheint echt alles egal. Dies sieht man dann nicht nur einer Angestellten, sondern eigentlich bei allen.

Übergaben können da für mich als Rettungsdienstmitarbeiterin ziemlich nerven, doch besonders schwierig wird es, wenn es eben nicht nur ein Krankentransport ist, sondern ein Notfall, denn dann scheint professionelle Hilfe auf der Straße besser zu sein und dort seht man auch nicht minutenlang vor der Tür und wartet, dass einem endlich aufgemacht wird!