Kameraden

Tür Nr. 19: Stress im Katastrophenschutzeinsatz


In diesem Jahr erinnert sich wohl jeder noch an die schlimmen Bilder der Hochwasserkatastrophe im Juni in weiten Teilen Deutschlands.

Dabei verloren viele Menschen alles, was sie hatten.

Auch ich war bei dieser Katastrophe im Einsatz. Als Helferin meiner Hilfsorganisation ging es gegen Ende der Hochwasserkatastrophe für mich drei Tage lang zusammen mit weitern Kräften aus meinen Kreisverband nach Deggendorf.

Dies waren unvergessliche Stunden und Tage. Zum einen haben wir schlimme Dinge gesehen und gehört, doch zum anderen sind wir als Kontigent zusammengewachsen. Jeder ist als Mensch gewachsen und teils über sich hinausgewachsen. Ich würde auch sagen, dass man gereift ist, auch eine sehr gute Freundin, die in einen anderen Gebiet gewesen ist, kam gereift zurück, irgendwie eben mit einer anderen Sicht auf das Leben und die Dinge.

Über den Einsatz gibt es von mir auch einige Berichte:

Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe: Die Anfahrt

Einsatz bei der Hochwasserkatatstrophe: Der erste Tag

Einsatz bei der Hochwasserkatatstrophe: Der zweite Tag

Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe: Der dritte und letzte Tag

Mein Küchenteam, in dem ich eingesetzt war, hatte von allen Helfern unseres Betreuungskontigents wahrscheinlich den meisten Stress. Wir waren morgens die ersten, die Frühstück zubereiteten und Kaffee kochten, und abends die letzten, die für den nächsten Tag vorbereiteten und noch die Küche putzten sowie aufräumten. (mehr …)

Als Frau in der Feuerwehr


Lange Zeit war die Feuerwehr (fast) überall eine reine Männerdomäne. Es gab zwar bereits vor Jahrzehnten Frauenfeuerwehren, doch diese fanden wenig Beachtung und waren eher als Sonderfall und „eigener Verein“ zu sehen.

Doch Frauen können eigentlich alles. Genau aus diesem Grund wurde es auch immer mehr möglich, als Frau zur Feuerwehr zu gehen und dort aktiv mitzuwirken. Mittlerweile sind ca. 8 % der aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Frauen.

Doch zu meinen persönlichen Erfahrungen:

Am Anfang als ich in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten bin, war es etwas schwierig, da wir in der Jugendgruppe die ersten Mädels waren, die zu unserer kleinen Feuerwehr gegangen sind. Dies war jedoch auch von der Führung so gewollt, denn schließlich wurden wir aktiv angeworben. Doch trotzdem wussten die Männer einfach nicht, wie sie mit uns umgehen sollten, da es eben vorher noch keine Erfahrungswerte in meiner Feuerwehr gab.

Dies änderte sich jedoch schnell, da die Kameraden merkten, dass man als Frau auch die gleichen Dinge wie ein Mann in der Feuerwehr macht.  Ich lernte die grundlegenden Dinge recht schnell und konnte so auch immer mehr von den Männern akzeptiert werden.

Zu Beginn war meist das Thema schweres Heben und Tragen ein Problem, denn bereits bei relativ leichten Sachen wie einen Verteiler oder einen B-Schlauch nahmen die Männer den Frauen bzw. Mädchen die Gerätschaften ab und meinten, dass sie zu schwer seien und sie diese tragen würden. Doch auch dieses Vorurteil änderte sich recht schnell, denn wenn man als Frau mitanpackt, dann sehen die erfahrenen Kameraden, dass man auch schwerere Dinge tragen kann und nicht aus Zuckerwatte ist. (mehr …)