gewalt

Gewalt gegen Einsatzkräfte


In vielen Medienberichten liest oder hört man mittlerweile von Angriffen bzw. Gewalt gegen Einsatzkräfte. Dies fängtbei den polizisten an und geht über Rettungsdienstler bis hin zur Feuerwehrmännern.

Auch ich bin im Rettungsdiensteinsatz schon öfters beschimpft, bespuckt oder geschubst worden, es wurde auch schon gegen mich getreten. Bei der Feuerwehr waren es bisher nur Beschimpfungen, doch auch diese können weh tun.

Dies alles ist mittlerweile fast normal im Alltag von Rettungskräften. Leider ist man hier weder als Frau noch als Ehrenamtliche Einsatzkraft im Vorteil.

So zum Beispiel in einen meiner letzten Nachtdienste am Wochenenende auf dem Rettungswagen. Meine Kollegin und ich sind also reine Frauenbesatzung unterwegs und werden weit nach Mitternacht zu einer bewusstlosen Person alamiert. Dazu kommt ein Notarzt und sein Fahrer, ein erfahrener Rettungsassistent.

Am Einsatzort ist zunächst noch alles ok, doch der vermeintlich Bewusstlose ist wach und wird immer aggressiver. Zunächst will er nicht auf der Trage liegen bleiben. Auf dem Weg in den Rettungswagen tritt er schließlich nach uns. Dazu kommt die Polizei, doch leider sind die Beamten nicht sehr aktiv und halten sich eher raus. Der NEF-Fahrer hilft uns beiden Damen, dabei wird er jedoch schnell etwas aggressiv im Ton, sodass unser Patient leider noch unruhiger und gewalttätiger wird. Mit letzter Kraft schaffen wir es heil in den Rettungswagen. (mehr …)

Hintergrundinformationen: Fraktur


Erläuterungen der Vorgänge im menschlichen Körper, die zu der Erkrankung bzw. dem Unfall geführt haben und der Gefahren, die sich für den Patienten daraus ergeben

Eine Fraktur ist eine Unterbrechung der Kontinuität eines Knochens unter Bildung zweier oder mehrerer Bruchstücke (Fragmente) mit oder ohne Verschiebung (Dislokation).

Dabei kann man offene und geschlossene (wie hier ohne herausgetretene Knochenfragmente) und verschiedene Arten wie Schaftfrakturen der Tibia oder Fibula, gelenknahe Frakturen und Gelenkfrakturen (Frakturen mit Beteiligung der Gelenkfläche und Luxationsfrakturen) unterscheiden, wobei die einzelnen Formen häufig kombiniert auftreten.

Die Frakturen entstehen durch Gewalteinwirkung entweder direkt (Schläge, Sturz) oder indirekt (Hebelwirkung) oder durch wiederholte Einwirkung von Mikrotraumen (Ermüdungsbruch).Ohne Gewalt kann eine pathologische Fraktur beispielsweise bei Tumoren oder schwerer Osteoporose entstehen.

Die klinischen Symptome eines Knochenbruchs werden als sichere und unsichere Frakturzeichen bezeichnet.

Unsichere Zeichen sind Schmerz, Schwellung, Hämatome und Bewegungseinschränkungen.

Wohingegen sichere Frakturzeichen Achsenfehlstellung des Knochens, Krepitation („Reibegeräusche“), unnatürliche/pathologische Beweglichkeit und sichtbare Knochenfragmente bei offener Fraktur sind.

Als Gefahren kann es aufgrund starker Schmerzen zum Schock kommen.

Weiterhin kann es zu Verletzungen von Nerven, Gefäßen, Gelenken und anderen benachbarten Strukturen sowie aufgrund des geringen Weichteilmantels im Unterschenkel Bereich besonders häufig zu Infektionen und zu einem Kompartmentsyndrom, dabei wird in Muskelgruppen am Unterschenkel durch einen erhöhten Druck im Gewebe die Durchblutung gemindert und es kann zu Gewebeschäden (Nekrosen) bis hin zum Absterben der Muskeln führen. Des weiteren können aufgrund der Immobilität zu Thrombosen und Lungenembolie auftreten.