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Ein Leben retten


Es ist wieder einmal Zeit auf das Thema Reanimation aufmerksam zu machen. Aktuell läuft vom 16. bis zum 22.09. bundesweit die Woche der Wiederbelebung. Dazu werden an vielen Orten Veranstaltungen rund um das Thema Reanimation angeboten, viele davon sind zum Mitmachen gedacht. Dabei geht es hauptsächlich darum, die Bereitschaft der Bevölkerung für die Laienreanimation zu steigern.

Von der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. und dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e.V. gibt es dazu die deutschlandweite Kampagne Ein leben retten, 100 pro Minute. Mehr Infos zur Kampagne findet ihr hier: www.einlebenretten.de

In Deutschland sterben ca. 100.000 Menschen im Jahr am plötzlichen Herztod.  Dabei helfen nur in ca. 15 Prozent der Fälle die Menschen und beginnen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Doch dies ist gerade in den ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sehr wichtig. So sinken pro Minute ohne Herz-Druck-Massage die Überlebenschancen um ca. 10 %.

Hier noch einmal die wichtigsten Schritte: (mehr …)

Türchen Nr. 23: übergewichtige Menschen reanimieren


Reanimationen gehören zum Alltag im Rettungsdienst dazu. Genauso gibt es aber auch immer mehr übergewichtige Menschen und denen geht es auch manchmal sehr schlecht. So gehören diese ebenfalls zum Rettungsdienstalltag. wenn sich beides verbindet, erleichtert es die Arbeit nicht wirklich.

Man trainiert sehr oft den Algorhythmus der Reanimation an der Puppe. Hier kann man sehr gut drücken und es herrschen in allen Bereichen Idealverhältnisse.

Doch draußen im Alltag sieht dies anders aus. So hat man meist keinen Platz (muss sich überhaupt erst einmal den raum organisieren, um Arbeiten zu können) und auch teilweise stark übergewichtige Menschen, die man reanimieren muss. Bis auf die Herzdruckmassage ist es nicht unbedingt ein Problem.

Aber bei Menschen mit deutlich mehr an Körper ist meist auch der Bauch sehr dick und dies stört bei der Herzdruckmassage. (mehr …)

Nicht Gaffen, sondern Drücken!


In Deutschland wird leider durch Passanten oder Angehörige sehr selten bei reanimationspflichtigen Patienten mit der Herzdruckmassge begonnen. Die Quote der sogenannten Laienreanimation liegt nur bei ca. 5 %. Dabei sind beim Herz-Kreislauf-Stillstand jedoch die ersten Minuten besonders wichtig, da bereits nach wenigen Minuten irreberable Schäden im Gehirn durch die Minderversorgung mit Sauerstoff entstehen.

Durch Erste-Hilfe-Kurse wird zwar versucht diese Hemmschwelle zu brechen, doch wie oft besuchen denn die meisten Menschen einen solchen Kurs. Des weiteren besteht bei der Beatmung sehr oft Ekel vor dem direkten Kontakt mit dem meist unbekannten Patienten.

Viele trauen sich einfach nicht zu drücken, da sie Angst haben, etwas falsch oder „kaputt“ machen zu können. Andere erkennen zwar eine leblose Person, doch sie gehen einfach weiter und helfen gar nicht oder stehen nur herum und warten auf professionelle Hilfe.

In Ulm wurde jetzt zu diesem Thema eine Kampagne mit dem Slogan „Nicht gaffen, sondern Drücken rettet Leben“  gestartet, wobei sich das Universitätsklinikum im Rahmen einer Studie und Medienkampagne zusammen mit verschiedenden Organisationen und Firmen beteiligt, um die Bevölkerung zum Thema Herzdruckmassage aufzuklären und zu sensibilisieren.

Weitere Infos zur Kampagne gibts unter nichtgaffen.de