Dialysepatienten

Traumaversorgung rockt – Teil II


Nach dem ersten Bodycheck und der Situationsbeurteilung beginnt nun also die Versorgung unseres Traumapatienten.

Die Notärztin hält kurz Rücksprache mit allen Rettungsdienstkollegen, wobei entschieden wird, den Patienten in der Scheune zu stabilisieren und sofort einen Rettungshubschrauber nachzufordern, da der Patient in den nahe gelegenen Kliniken nicht hinreichend versorgt werden könnte und ein bodengebundener Transport viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Der Fahrer der Notärztin kümmert sich nun primär um zuarbeitende Tätigkeiten. Zunächst einmal klärt er jedoch über die Leitstelle die Alarmierung eines Hubschraubers ab und gibt eine erste Lagemeldung ab.

Zusammen mit dem Rettungsassistenten lege ich nun den Stifneck an. Danach legt die Notärztin mit Unterstützung durch uns zwei großlumige Zugänge am unverletzten Arm. Es wird darüber zunächst großzügig Vollelektrolytlösung als Infusion verabreicht. Der Patient soll nun eine Analgosedierung mit Dormicum und Ketanest bekommen, damit er schmerzfrei umgelagert werden kann. Dazu ziehe ich die Medikamente auf. Des Weiteren wird der Blutdruck gemessen und das Pulsoxy versucht in eine Lage zu bringen, im dem es verlässlich misst.

Der Patient wird nun auch soweit erforderlich entkleidet, indem die Kleidung zerschnitten wird. Dazu bekommt er zum Wärmererhalt Einmaldecke sowie eine vorhandene Wolldecke.

Der Fahrer des NEF holt nun Sauerstoff sowie Spineboard mit Spinne zur Immobilisation. Des Weiteren klärt er über die Leitstelle telefonisch immer noch den Rettungshubschrauber ab.

Unser Patient wird jetzt analgosediert und bekommt 8 Liter Sauerstoff über eine Maske. Nachdem die Medikamente wirken, beginnen wir den ziemlich muskulösen Mann möglichst schonend auf das Spineboard zu lagern. Dies gestaltet sich recht schwer, da der linke Oberarm und die Schulter durch die Fraktur in einer äußerst ungünstigen halb angewinkelten, sehr unnatürlichen Position liegen.

Zur weiteren Schmerzbekämpfung bekommt der Patient daher zunächst zusätzlich Fentanyl verabreicht. Dies muss ich erst aus dem RTW aus unserer BTM-Kassette holen und aufziehen. Nach dem Spritzen des Betäubungsmittels kann das Umlagern nun endlich beginnen.

Das insgesamt 4-köpfige Rettungsteam kann den Patienten nun achsengerecht auf das Spineboard lagern. Dabei werden die Vitalwerte und die Atmung des Patienten ständig beobachtet. Beim Drehen kann die Notärztin auch noch einmal den Rücken des Verletzten abtasten, wobei sich kein weiterer Befund ergibt. (mehr …)

Adventskalender Tür 16: Dialsye Fahrten mit MRSA welches Transportmittel


Diese Frage ist eine sehr berechtigte und auch einfach zu beantworten bzw. zu erklären.

Zunächst einmal müssen Dialysepatienten sehr regelmäßig zwischen ein und dreimal wöchentlich zur Dialyse. Zur Hin- und Rückfahrt bekommen sie normalerweise einen Transportschein von der Dialysestation ausgestellt.

Hier wird dann entsprechend angekreuzt, welches Transportmittel erforderlich ist. Die Krankenkassen bezahlen hier nicht jeden das gleiche Transportmittel. Es kommen in Frage: Taxi, Behindertenfahrdienst und der Krankentransportwagen.

Die meisten Patienten fahren mit einem Taxi, denn dies ist für sie ausreichend. Notwendigerweise wird auch ein Behindertenfahrdienst bezahlt, wenn zum Beispiel die Mitnahme eines Rollstuhls erforderlich ist, welcher nicht auch mit dem Taxi mitgenommen werden kann.

Dazu gibt es noch die Indikation für den qualifizierten Krankentransport (mehr …)