chaos

Adventskalender Tür Nr. 2: Feuerwehr Übungschaos


Ganz ehrlich bei diesem Begriff musste ich etwas schmunzeln. Jeder Feuerwehrman oder -Frau wird es schon einmal erlebt haben, dass bei einer Übung ein Chaos entsteht. Übrigens ist dies bei den Hilsorganisationen wie dem Roten Kreuz noch um einiges schlimmer 😉

Am Ende heißt es dann aber meistens, dass ja alles super gelaufen ist, besonders bei Schauübungen vor Publikum ist dies so.

Die wahren Probleme werden gesehen, doch sie immer nüchtern ansprechen ist manchmal etwas schwierig. Hier steht einer blöd rum, da wird etwas nicht den Befehlen gemäß ausgeführt. Teilweise fehlen Rückmeldungen oder es wird ein wichtiger Aspekt übersehen.

In der Übungssituation ist dies jedoch nicht weiter schlimm, denn dazu sind Übungen auch da: man muss Fehler erkennen. Ein Fehler im Ernstfall wäre viel schlimmer, also besser es klappt beim Üben nicht, denn schließlich lernt man daraus. (mehr …)

Einsatz bei der Hochwasserkatatstrophe: Der erste Tag


Nachdem wir nach einer langen Anfahrt, wie hier berichtet, endlich in Deggendorf angekommen sind, sollte es für unser Betreuungskontigent sofort mit der Arbeit losgehen.

Unsere Vorgänger waren gerade dabei ihre Sachen zusammenzupacken und einzuladen.

Zunächst einmal gab es für die Führungskräfte eine kurze Begehung der Örtlichkeiten. Wir waren in einer größeren Schulzentrum, hauptsächlich der Berufsschule, untergebracht. Draußen stehen 4 fest installierte Feldküchen, die wir weiter benutzen können. Nach der Besichtigung gibt es noch ein Übergabegespräch und schon ist unser Kontigent offiziell für die Betreuung und Verpflegung zuständig.

Für die „normalen“ Einsatzkräfte heißt es in dieser Zeit sich etwas von der weiten Anreise zu erholen. Wir dürfen endlich unser Mittagessen einnehmen. Es gibt Schweinebraten mit Nudeln und Soße oder aber für die Vegetarier Nudeln mit Champignonsoße. Doch diese Verschnaufpause, die meine Einheit auch zum Kennenlernen weiterer Kräfte genutzt hat, sollte nur kurz sein.

Nun folgt eine Ansprache der Führungskräfte, also hauptsächlich unserer Kontigentführerin und ihrer zwei Zugführer an uns. Die Lage der Vorgänger wurde leider nur sehr grob vermittelt und so herrscht gerade ein wenig das Chaos, was die Führungskräfte noch zu beseitigen haben. Wir werden bereits in wenigen Stunden die nächste Mahlzeit servieren müssen und bis dahin gilt es noch viel zu regeln. Es wird zunächst einmal das Küchenteam eingeteilt. Meine Einheit und somit auch ich gehören dazu.
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Wintereinbruch


Seit gestern herrscht bei uns der Winter, d.h. es schneit ununterbrochen und ist Dauerfrost. Dies scheint weite Teile Deutschlands getroffen zu haben und ist für Ende Oktober schon außergewöhnlich. Wir haben eine Schneehöhe von ca. 12 cm. Wie es eben nun einmal so ist, haben die meisten Autos noch Sommerreifen drauf und die Fahrer sind noch nicht auf Winter eingestellt. Daher ist es im warmen Haus gerade am schönsten.

Doch eigentlich sollte für heute eine Großübung anstehen. Alle Hilfsorganisationen aus meinem Landkreis wären darin eingebunden gewesen. Diese wurde vom Landkreis, genauer dem Amt für Katastrophenschutz geplant und es sollten ca. 350 Personen involviert sein.

Heute morgen sind wir Helfer meiner Bereitschaft alle brav aufgestanden und haben den Schnee und das anstehende Chaos schnell erkannt. Pflichtbewusst wie wir sind, haben alle den Weg zu unseren Räumen gefunden. Leider ist unser Fahrzeug samt Hänger dem nicht gefolgt, denn er ist in einer Wiese, wo er zwischen geparkt wurde, stecken geblieben. So hieß es für uns alle Anschieben und Helfen, damit wir die Übung absolvieren können. Nach einer halben Stunde harter Arbeit mit Schieben, Abkuppeln des Hängers, Drehen und Schieben und wieder Ankurbeln und Schieben waren wir endlich auf der festen Straße und bereit für die Übung.
Es schneite weiterhin vor sich hin und wir malten uns schon eine „echte Katastrophenübung“ aus, denn bei solchen Wetter mit Verletzten und zu betreuenden Personen, dabei auch einigen aus dem Wasser zu rettenden Menschen ist das Chaos und eine große Gefahr für die Mimen und Helfer vorprogarmmiert.

Jedoch kam genau in dem Moment der Anruf bzw. die Funknachricht, dass die Übung abgefsagt wird. Es machten nur die Wasserrettung ihr Übung und alle anderen Organisationen war das ganze zu heikel, sodass die Behörde sich für den Abbruch entschied. Ich muss sagen, dass wir Helfer echt alle froh waren, denn eine solche Übung kann ganz schnell aus dem ruder laufen und dann wird aus der gestellten lage ein Ernstfall, was keiner von uns möchte. Immerhin wissen wir jetzt, dass unser Fahrzeug nicht geländetauglich ist und den Frühsport haben wir auch erledigt.