Tür Nr. 17: Entspannt auf der nächsten Außenwache


Heute gibt´s das Türchen von gestern mit etwas Verspätung, konnte es gestern nämlich nicht hochladen bzw. veröffentlichen, da ich selbst Nachtschicht hatte.

In diesem Jahr wurde ich irgendwann sehr kurzfristig von unserem Dienstplanersteller gefragt, ob ich nicht eine halbe Schicht auf einer kleineren Außenwache an einem Sonntag fahren könnte. Ich sagte zu und so sollte ich von 12 bis 18 Uhr dort Dienst machen, ich bin auch hier noch nie wirklich gefahren, doch man ist auf dieser Wache des Öfteren zur Gebietsabsicherung.

Kurz vor 12 Uhr war ich schließlich umgezogen auf der Wache. Doch es war niemand da, den ich ablösen sollte. Die eigentliche Besatzung machte eine Fernfahrt und auf der Wache waren der Notarztfahrer sowie eine RTW-Besatzung meiner Stammwache zur Gebietsabsicherung. Ich erfuhr dann, dass die Besatzung, welche ich zum Teil ablösen sollte, wohl noch eine ganze Weile weg sein sollte.  Ich meldete mich schließlich bei der Leitstelle, danach konnte ich es mir noch Stunden lang auf der Wache gemütlich machen. Dabei besorgte ich für die Kollegen noch etwas zum Mittagessen, sah etwas fern und plauderte ganz viel mit den Kollegen. Diese waren zwischenzeitlich auch einmal bei einem Einsatz und kamen wieder zurück. So vergingen für mich insgesamt 3 Stunden und somit die Hälfte meiner Arbeitszeit der geteilten Schicht. So entspannt hatte ich es echt selten. Ich konnte ja auch nur auf die Kollegen warten.

Irgendwann kam der reguläre RTW zurück und ich konnte den weiteren ehrenamtlichen Kollegen ablösen. Dieser hatte nun also doch viel mehr als eigentlich gewollt gearbeitet. Ruhig sollte es dennoch nicht weiter gehen, denn wir wurden direkt wieder alarmiert. Der Rettungsassistent ließ mich gerne begleiten und er fuhr (auch aufgrund seiner besseren Ortskenntnis).
Es ging zum gemeldeten Kollaps als Notfalleinsatz. An der Einsatzstelle erwartete uns eine ältere Dame in reduzierten Allgemeinzustand, diese brachten wir entspannt ins Krankenhaus.

Danach ging es direkt weiter zum Notfalleinsatz auf der Autobahn, im Nachbargebiet hatte es einen Unfall mit mehreren Beteiligten gegeben, wir wurden zur Unterstützung angefordert. Bis zur Einsatzstelle brauchten wir aber aufgrund der ungünstigen Lage mehr als 15 Minuten. Es war bisher ein RTW vor Ort, unser Patient regelte noch einige organisatorische Dinge mit der Polizei. Er hatte ein leichtes Schleudertrauma und einen Unfallschock. Ansonsten hatte er wohl echt Glück gehabt, wir übernahmen den Patienten und machten noch einmal eine Anamnese und Bodycheck. Nun sollte es in die Klinik in unserer Kleinstadt gehen. Mittlerweile hat mein Kollege noch eine weitere Dame als Patientin identifiziert. Wir bestellten uns noch einen weiteren RTW und dann ging es in die Klinik.  Dort übergaben wir unseren eher leicht verletzten Patienten.

Zum Abschluss der Schicht ging es noch einmal kurz auf die Rettungswache und noch zu einer Fahrt im Stadtgebiet. Ein junger Mann hatte sich eine Kopfplatzwunde zugezogen, diese wurde versorgt und er zur weiteren Wundversorgung in die Notaufnahme gebracht. Dort war es mittlerweile ganz schön voll mit chirurgischen Patienten.

Anschließend ging es zurück zur Wache. Wir füllten noch unseren RTW auf und die Nachtschicht war bereits zur Ablösung dort, sodass wir direkt an die Kollegen übergeben konnten. Damit ging die halbe Schicht auf der Außenwache auch schon zu Ende, insgesamt mit 3 Stunden Ruhe und 3 Stunden Arbeit. Einfach ein recht entspannter Tag auf der Außenwache.

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