Adventskalender Tür Nr. 1 – Teamarbeit


Juhu, endlich Dezember und das erste Türchen des Kalenders darf geöffnet werden.
Hier gibt s also die erste Geschichte aus meinem Rettungsdienstleben. Es geht um Teamarbeit.

Es ist bereits einige Zeit her, dass ich als Dritte auf dem Rettungswagen unterwegs gewesen bin, doch manche Einsätze bleiben einfach in Erinnerung.

Ich war eine lange Samstags-Schicht mit zwei sehr sympathischen Rettungsassistenten und Rettungssanitäter unterwegs, es waren bereits einige Stunden vergangen und wir hatten auch bereits einige Einsätze. Ich wurde immer integriert und die Arbeit machte Spaß.

Am Klinikum stehend wurden wir wieder alarmiert. Es ging zu einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße außerhalb der Stadt. Auf der Anfahrt überlegte ich mir schon, was wohl passiert sein könnte.

Am Einsatzort war ein PKW seitlich in den Straßengraben gefahren und stand dort recht schräg an der Böschung herum. Der verunfallte PKW war jedoch wohl stabil und somit nicht absturzgefährdet.

Wir stiegen aus und machten uns ein Bild von der Straßenseite her. Danach kletterte der Rettungsassistent über die Böschung zum Patienten. Ich sollte mitkommen, der Sanitäter wartete erst einmal am Straßenrand. Der Patient war wach und ansprechbar, er klagte jedoch über Schmerzen in der Wirbelsäule. Daher wurde auch gleich ein Stifneck angelegt., was ich übernehmen durfte.

Der RA entschied sich für eine schonende Rettung. Ich durfte immer voll mitmachen. Dazu kam auch noch der Notarzt. Da dieser jedoch irgendwie ein nicht geländefähige Schuhwerk an hatte, beobachtete er uns von der Straße und gab nur Anweisungen (leider nicht wirklich sehr professionell).

Ich durfte also die ganze Zeit mit am Patienten „arbeiten“. Dabei galt es das Monitoring anzuschließen und den Patient vital zu überwachen. Der Patient bekam einen Zugang gelegt, wobei ich dem RA assistieren durfte. Danach wurden noch Schmerzmedikamente verabreicht, welche der Kollege am Straßenrand aufgezogen hatte.

Nach Rücksprache mit dem Notarzt sollte der Patient mithilfe des Spineboard gerettet werden. Ich hatte zwar bereits mit dem Spineboard geübt und auch schon einmal einen Einsatz, doch noch keine Rettung aus einem PKW. Doch es war kein Problem, der RA war unser Teamleiter und erklärte genau wie er was machen wollte. So wurde ich informiert, wie es ablaufen sollte und auch der Patient wurde über alles informiert. Wir drehten den Patienten leicht und zogen ihn dann seitlich aus dem PKW auf das Spineboard drauf. Das ging mit 2 Leuten echt ganz gut, da der weitere Helfer uns am Straßenrand immer alles anreichte und der Notarzt lieber mit seinen „Schuhen“ nicht mehr den Asphalt verließ.
Der Einsatz funktionierte Hand in Hand und ich war eben Teil davon.

Wir fixierten den Patienten auf dem Spineboard und danach konnte er bis zum Asphalt getragen und dort auf die Trage gelegt werden. Danach ging es mit Notarzt ins Krankenhaus, wo wir vorangemeldet waren.

Nach dem Einsatz, meinen ersten Verkehrsunfall mit Personenrettung aus dem Fahrzeug fand auch eine kurze Nachbesprechung statt. Ich wurde auch vom RA gelobt, dass die Zusammenarbeit mit mir sehr gut funktioniert hat. Ich fühlte mich hier einfach als teil des Teams und nicht nur als „Dritte“.

Dieses Erlebnis ist mir im Kopf geblieben und so wollte ich auch später handeln, wenn ich einmal selbst als Fahrer oder gar Begleiter unterwegs sein sollte.

 

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