Einsatzbericht: Kind Atemnot


Einsatzmeldung: Notarzteinsatz: Kind erkrankt, V.a. Pseudokrupp

Vorgefundene Situation am Einsatzort:
An der Haustüre empfängt uns der Opa des erkrankten Kindes und bringt uns ins Wohnzimmer des Hauses. Der Notarzt ist bereits seit einigen Minuten vor Ort. Im Wohnzimmer sitzt die Oma des ca. 3-jährigen Mädchen mit dem Kind auf dem Schoss auf dem Sofa. Das Mädchen ist wach und ansprechbar, jedoch deutlich erregt und leicht weinend. Bereits von weiten ist der bellende Husten mit Dyspnoe hörbar.

Verdachtsdiagnose/ Arbeitsdiagnose: Pseudokrupp

Vitalparameter/ Monitoring:
RR : —
Puls: 90 bpm
EKG: —
SpO²: 100 %
AF: 25/ min
BZ: —

Beschreibung des Einsatzablaufs mit zeitlichem Verlauf:

Nachdem wir von dem Opa der kleinen Patientin in das ebenerdig gelegene Wohnzimmer des Hauses gebracht werden, finden wir dort auf dem Sofa sitzend die Oma mit dem dreijährigen Mädchen sitzen. Die kleine Patientin hat einen sehr deutlichen anfallartigen, bellenden, trockenen Husten mit inspiratorischer Stridor. Zudem ist das Mädchen sehr erregt und weint leicht. Die Oma versucht das Kind zu beruhigen.

Der Notarzt hat bereits eine erste Anamnese und Untersuchung bei der Patientin durchgeführt und macht uns eine kurze Übergabe. Das Mädchen hat wohl seit einer halben Stunde den Kruppanfall mit starken bellenden Husten, davor war wohl ein leichter Infekt bekannt.

Es wird entschieden, dass die Patientin NaCl über eine Verneblermaske inhalieren sollte. Der Rettungsassistent holt die Verneblermaske mit NaCl aus dem RTW.

Mit der Oma wird besprochen, dass das Kind zusammen mit ihr als Begleitperson in die Klinik mitkommt. Zudem wird die Mutter telefonisch informiert.

Insgesamt versuchen alle das Mädchen möglichst zu beruhigen und den Anfall auf diese Weise zu lindern. Ich halte dem Mädchen nun die Verneblermaske mit NaCl vor.

Nach telefonischer Abklärung mit der Mutter geht es nun in den RTW. Die Oma trägt das Mädchen auf dem Arm in den RTW und nimmt dort auf dem Stuhl Platz. Das Kind inhaliert nun weiterhin NaCl über die Verneblermaske.

Dazu wird sie weiterhin beruhigt und bekommt auch einen Tröster-Teddy geschenkt.

Es werden Puls und Sauerstoffsättigung mittels Pulsoxymeter überwacht. Die Werte sind leicht erhöht.

Insgesamt wird die Atmung etwas ruhiger, das Kind ist nun auch deutlich ruhiger.

Nun folgt der Transport unter Überwachung von Sauerstoffsättigung und Puls in die Klinik. Das Mädchen ist weiterhin kreislaufstabil. Die Atmung normalisiert sich zunehmend. Der bellende Husten mit Stridor wird durch die Beruhigung und Inhalation von Sauerstoff mit NaCl deutlich besser.

Ich begleite den Transport bei der Patientin. Die Oma sitzt zusammen mit dem Mädchen hinten auf dem Stuhl im RTW. Während der Fahrt kann ich dabei nochmals einige Details zur Anamnese nachfragen. Des Weiteren erledige ich die Dokumentation.

Der Rettungsassistent lässt uns über die Leitstelle in der Klinik auf der Kinderstation vorverständigen.

Der Transport ohne Notarzt verläuft ohne weitere Komplikationen. Der Notarzt fährt mit dem NEF hinter dem RTW.

Auf der Kinderstation im Krankenhaus übergeben wir das Mädchen zusammen mit der Oma an die diensthabende Kinderärztin und das Pflegepersonal.

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