Ärgerlich, aber eben doch passiert


In meiner letzten Schicht auf dem RTW war ich wieder einmal als Begleiterin auf dem RTW unterwegs. Mein Kollege und ich haben in Ruhe unseren RTW gescheckt: Auf unserem Fahrzeug befand sich dabei zu diesem Zeitpunkt das Ersatzmodul am Beatmungsgerät, da das Original aufgrund eines Defekts zum Hersteller geschickt worden war.

Nach dem ersten Einsatz sollte ich mit dem Beatmungsgerät zu unseren MPG-Beauftragten gehen. Das Modul konnte wieder zurückgetauscht werden. So montierte er zügig das Original wieder auf die Platte. Danach musste ich das Gerät noch einmal checken, alles war wieder in Ordnung.

Anschließend haben wir zusammen mit einigen Kollegen in der Küche gesessen und über kaputte Dinge geredet und auch über die vielen Schäden. Unser stellvertretender Rettungsdienstleiter und Medizinproduktebeauftragter war auch anwesend. Ich konnte feststellen, dass ich zwar schon einige Schäden an den Fahrzeugen verursacht habe (alles schon einige Jahre her), doch eben noch nie ein Medizinprodukt geschädigt habe. Er stimmte mir hier vollkommen zu.

Mit dieser Aktion scheine ich mir es damit aber echt verschriehen zu haben.

In der gleichen Schicht sind wir abends bei einer Patientin, welche Atembeschwerden hat. Sie bekommt von mir über das Beatmungsgerät Sauerstoff verabreicht. Auf den Weg zum RTW möchte ich dies beibehalten und trage das Gerät neben dem Rollstuhl der Patientin her. Dabei rutscht mir nach dem Umlagern der Patientin auf die Trage das Gerät aus der Hand. Es fällt unsanft aus normaler Tragehöhe zu Boden. Dabei ist leider die Plastikverkleidung des Beatmungsmoduls etwas abgeplatzt, sodass das Gerät nun aus dem Dienst genommen werden und wieder eingeschickt werden muss.

Mir war es echt peinlich, genau den Rettungsdienstleiter nun abends als Bereitschaftsdienst anzurufen und den Schaden zu melden. Eben weil wir einige Stunden vorher noch gescherzt haben, aber was will man machen. Er musste am Telefon auch mal kurz durchatmen, da eben erst nachmittags das Beatmungsmodul zurückgetauscht wurde und zudem wir noch über Schäden gescherzt haben.  Danach wurde das Beatmungsgerät eben wieder ausgetauscht und schon wieder eingeschickt.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich die ganze Restschicht nun darüber nachgedacht habe. Immer wieder hat mich dieses Missgeschick an dem Abend beschäftigt, zuletzt bei der Übergabe an die Nachtschicht. Auch von einen Kollegen wegen der Sprüche am Nachmittag wurde ich einige Tage später noch angesprochen, wir haben es eben eindeutig verschriehen.

Allerdings ist echt zu sagen, dass mir davor noch nie so etwas passiert ist und ich ungern Dinge zerstöre, aber ändern kann man es eben doch nicht. Der Spruch „wo gearbeitet wird, da fallen Spänne“ passt eben manchmal doch.

Advertisements

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s