Türchen 16: Wie viele Schichten macht ein Notarzt im Monat


Wie viele Stunden bzw. Schichten ein Notarzt im Monat macht, hängt sehr viel von ihm selbst ab.

Die Notärzte werden von der Kassenärztlichen Vereinigung eingeteilt. Dies geschieht normalerweise aufgrund ihrer eigenen Angaben.

Tagsüber fährt bei uns in der Stadtwache normalerweise immer ein Arzt von der Klinik, am Wochenende und Nachts sind es teils Klinikärzte, die von zuhause aus fahren, teils niedergelassene Ärzte.

Es gibt dabei Ärzte, die nur ihre Pflichtdienste pro Jahr ableisten. Das sind dann ca. 4 Wochenenden. Andere Ärzte hingegen bekommen vom Notarztdienst nicht genug und fahren sogar in verschiedenen Rettungsdienstbereichen als Notarzt. Sie übernehmen somit ganze Wochen-Dienste im 12-Stundentakt. Somit kommen hier sehr viele Stunden zusammen.

In Schichten gerechnet würde ich sagen, dass es durchschnittlich vielleicht ca. 5 Schichten für einen „Standard-Notarzt“ im Monat sind. Andere fahren eben auch einmal 15 Schichten im Monat, wieder andere Notärzte eben nicht einmal eine Schicht im Monat.

Die Klinikärzte haben hierbei meist einen festen Durchlauf (ca. einen Dienst pro Woche) und fahren auch nur in ihrer normalen Arbeitszeit als Notarzt, müssen sich hierfür aber ausstempeln, d.h. sie machen während eines Notarztdienstes sogar Negativstunden, was die Arbeitszeit anbelangt. Notarzteinsätze werden dann aber natürlich extra vergütet.

Bei den Außenwachen mit Notarztstandort ist dies oft nicht anders. Es gibt eine Klinik, die durchgehend den Dienst sicherstellt, sodass hier nur wenige Ärzte sehr viele Dienste machen (teils aber neben der normalen Arbeit im Krankenhaus). Wiederum auf einer anderen Wache fahren nur wenig Klinikärzte und fast nur niedergelassene Hausärzte, welche dann zwar teils die ganze Woche unterwegs sind, dann aber auch wieder länger nicht (geringes Einsatzaufkommen).

Ich selbst bin übrigens der Meinung, dass es eine Begrenzung der Arbeitszeiten als Notarzt geben müsste. Es kann nicht sein, dass es Ärzte gibt, die das gesamte Wochenende hinweg durchfahren und dann auch noch als Selbstfahrer unterwegs sind. Dies ist weder für die Patienten noch für den Notarzt sonderlich förderlich.

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2 Kommentare

  1. Ich persönlich finde das System
    der „Selbstfahrer“ generell nicht so gut.

    Zum einen hat der Arzt so keinen RD Mitarbeiter an der Seite der Organisatorisches übernehmen kann (Fremdanamnese, Klinikanmeldung etc.) und zum anderen muss immer einer der RTW Besatzung das NEF zur Klinik fahren, was bedeutet, dass der NA beim Patienten alleine ist.

    Schade, dass aus Kostengründen in manchen RD Bereichen oft auf den NEF Fahrer verzichtet wird

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