Tür 10: Sarkasmus schwarzer Humor Verarbeitung Trauma


Dieser Suchbegriff trifft im Rettungsdienst oftmals zu. Man braucht einfach eine ganz eigene Art um manche Dinge zu verarbeiten. Muss auch mit einem gewissen Maß an schwarzen Humor ausgerüstet sein, um den Alltag gut zu meistern. Es gibt immer ein wenig Sarkasmus.  Egal ob bei der Verarbeitung von Traumata oder aber dem ganz normalen Wahnsinn, es geht nicht anders. Wenn man im Rettungsdienst arbeitet, dann kommt dies irgendwann bei den meisten von selbst.

Viele Außenstehende verstehen diese Art und auch das was dahinter steckt nicht, doch man muss eben mit den Dingen fertig werden und diese verarbeiten können. Hier hilft eine Portion Humor oft weiter. Man kann nicht alle Schicksalsschläge für die Menschheit persönlich nehmen und mittrauern. Rettungskräfte nutzen den Schwarzen Humor auch oft um eine Distanz zu schaffen. Wir können über Dinge lachen, bei denen man auch heulen könnte.

Auch in meinem Hauptberuf habe ich am Schreibtisch oftmals mit dem Tod und Leiden anderer Menschen zu tun und auch hier haben meine Kollegen und ich einen speziellen Humor mit dem Tod umzugehen, vielleicht denken wir hierüber auch anders. Doch der Tod gehört zum Leben dazu und das Leben muss man eben nehmen wie es kommt. Somit lachen wir auch bei manchen Dingen, wo es kein Außenstehender verstehen würde.

Es gibt aber auch immer wieder Fälle, die einen wirklich zum Nachdenken bringen lassen. Dies sind insbesondere Schwerkranke Kinder oder sehr jung Verstorbene.

Insgesamt ist es aber schon so, dass wir trotz allen unsere Art zu Verarbeiten haben und der schwarze Humor hier eine große Rolle spielt. Leider muss man mit diesem nach außen hin jedoch sehr sorgfältig umgehen, denn die meisten Witze kann ein Angehöriger nun einmal so nicht verstehen.

Auf den Suchbegriff oben stößt man übrigens in diesem älteren Beitrag: Andere Sichtweise und Humor als Einsatzkraft

Aus dem Beitrag zitiert nochmals der Hinweis:

Wenn ihr mitbekommt, dass medizinisches Personal einen Witz auf Kosten eines Kranken macht, nehmt dies nicht so ernst. Der Humor ist unsere Möglichkeit, einen gesunden Raum zwischen uns und dem Patienten bzw. der ganzen Situation aufzubauen. Diese Distanz brauchen wir, um uns nicht im Patienten zu verlieren. Denn damit wäre ihm auch nicht geholfen.

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