Monat: November 2015

Auf dem Weg zur Rettungsassistentin: Das Warten auf die Urkunde


Nachdem ich also mein Abschlussgespräch mit Erfolg abgelegt hatte, war meine Praktikantenzeit im Rettungsdienst wieder offiziell beendet.

Um mich wirklich Rettungsassistentin nennen zu dürfen, fehlte aber noch die Berufsurkunde.

Für diese müssen neben der Bestätigung des Praktikums mit Abschlussgespräch auch wieder das Prüfungszeugnis zur RA-Azsbildung sowie meine RS-Urkunde vorgelegt werden. Dazu musste ein amtliches Führungszeugnis beantragt werden. Auch wurde noch einmal ein ärztliches Zeugnis zur Eignung des Berufes gefordert, welches mir ein bekannter Notarzt ausstellen konnte.

Dies ging nun alles per Einschreiben auf dem Weg zur zuständigen Bezirksregierung.

Jetzt kann ich einfach nur noch auf den Brief mit der Rettungsassistenten- Urkunde warten.

Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl endlich fertig zu sein, aber es fehlt eben noch was.

Auf der Wache behandeln mich noch fast alle wie eine RA-Praktikantin und so hat sich noch nicht viel verändert.

Freitagsfüller


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1.    Es gibt Schlimmeres als  eine kleine Brandwunde, Allergie und eine hartnäckige Erkältung (all dies habe ich gerade bin und leider liegt dagegen eine Arbeitskollegin im Koma) .

2.   Meine Adventswochenende sind fast alle komplett geplant.

3.   Der erste Schnee ist leider schon längst wieder weggeschmolzen.

4.    Mit drei sehr positiven Nachrichten bzw. Urkunden ist der November offensichtlich für mich ein guter Monat.

5.    Meine Lieblingsplätzchen sind Schoko-Nuss-Sterne.

6.   Ich trage im Winter selten Handschuhe, oder es sind wirklich sehr kalte Temperaturen und ich friere .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Feierabend und einen Bereitschaftsabend in meiner Hilfsorganisation, morgen habe ich  eine Nachtschicht auf dem RTW geplant und Sonntag möchte ich mich erholen und Zeit mit der Familie verbringen!

Zurück ins Leben… Gedanken nach einer langen Reanimation


Im Sommer hatte ich eine Reanimation, die mir in Erinnerung geblieben ist. Sie war sehr anstrengend, vor allem lang, und hat mich einige Male nachdenken lassen.

Ich war zusammen mit einem langjährigen Rettungsassistenten auf dem RTW unterwegs und wir wurden an einem Sonntagnachmittag in eine Außengemeinde zur bewusstlosen Person alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde uns durch die Leitstelle gesagt, dass es wohl eine Reanimation ist.

Am Einsatzort haben wir einen etwas älteren Herrn leblos und zyanotisch im Beisein seines Bruders vorgefunden. Er war im Haus einfach so umgefallen, hatte diverse Vorerkrankungen.

Ich war sehr froh meinen Kollegen dabei zu haben, denn er ist meiner Meinung nach, der beste Rettungsassistent auf der ganzen Wache. Wir haben angefangen zu reanimieren, es lief im Team sehr gut. Ich war zwar innerlich ziemlich nervös und aufgebracht, doch nach außen hin funktionierte alles. Unser Patient hatte ein Kammerflimmern. Nach Aufkleben der Defi-Elektroden drückte ich kontinuierlich, während mein Kollege sich um die Atemwegssicherung kümmerte. Bis zum Eintreffen des Notarztes hatten wir bereits zwei Schocks abgegeben, dazu einen Larynxtubus gelegt und auch einen venösen Zugang hatte unser Patient bereits. Wir versuchten dabei jedoch die Herzdruckmassage nur möglichst kurz zu unterbrechen.

Der Notarzt war sich am Anfang recht unsicher, versuchte aber während der Reanimation alles für den Patienten. Wir reanimierten sehr fleißig, gaben immer wieder Schocks ab. Dies alles im Beisein des Bruders, der alles beobachtete. Die Reanimation lief in der Wohnung bereits sehr lange. Das Kammerflimmern blieb jedoch, wurde aber immer gröber. Wir taten für den Patienten alles, er bekam zahlreiche Medikamente, wurde endobronchial intubiert, es wurde nach reversiblen Ursachen für die Reanimationssituation gesucht, doch der Zustand wurde nicht wirklich besser. (mehr …)

Freitagsfüller


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1.    Gänsebrust mit Rotkohl und Klößen ist unser Weihnachtsessen schlechthin.

2.    Morgen wird der wieder mal gebastelt und zwar der diesjährige Adventskranz.

3.   Vielen Dank für alle die mich während der Rettungsassistentenausbildung unterstützt haben (es war nicht immer so leicht, wie es vielleicht hier rüber kommt).

4.  Den Adventskalender für den Blog habe ich nicht vergessen (bin gerade fleißig am Schreiben und  Nachdenken).

5.   Um 12 Uhr hoffe ich bald mein Büro ohne größeres Chaos verlassen zu dürfen.

6.   „Jeder Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!“ sagte meine Oma immer.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Feierabend nach einer Leistellenschicht, morgen habe ich  noch ein bisschen Aufräumen und Basteln geplant und Sonntag möchte ich Zeit mit der Familie verbringen und auch wieder Arbeiten!

Das Abschlussgespräch auf dem Weg zur Rettungsassistentin


Der Tag des Abschlussgesprächs ist gekommen. Ich bin am Morgen auf der Wache und melde mich erst einmal bei meinem Rettungsdienstleiter. Es ist noch ein bisschen Zeit, ich bin früh dran und ziemlich nervös.

Deshalb gehe ich erst einmal auf die Rettungswache und versuche mich mit den Kollegen etwas abzulenken. Alle sind sich sicher, dass das Gespräch für mich gut laufen wird und wünschen mir noch viel Erfolg.

Mitgebracht habe ich auch noch einen Kuchen fürs Abschlussgespräch. Dies ist bei uns mittlerweile so üblich und da will ich natürlich keine Ausnahme machen.

Irgendwann trifft auch der zuständige Notarzt ein und ich kann ihn kurz auf der Wache begrüßen. Danach treffen sich langsam alle, also der zuständige Notarzt, der Rettungsdienstleiter mit seinem Stellvertreter sowie mein zuständiger Lehrrettungsassistent, im Büro der Rettungsdienstleitung. Ich nehme auch Platz. Dabei bin ich doch sichtlich nervös.

Zunächst kommt ein kurzes Gespräch über die neuen Reanimationsleitlinien auf, es geht hier eher um Details zwischen dem Verantwortlichen für Reanimation / Frühdefibrillation und dem Notarzt. Ich mische mich auch ein bisschen ein. Insgesamt wird dieses Thema jedoch wieder beendet.

Danach beginnt das offizielle Abschlussgespräch. Ich bin bereit für alles weitere. Zudem stellt mein LRA fest, dass mein Berichtsheft vollständig und inhaltlich gut geführt ist, auch alle Bewertungen. Die Anwesenden stellen mir nun nach und nach Fragen. Es wird vereinbart, dass jeder eigentlich nur einen Komplex an Themen bzw. Fragen stellen soll.

Mein Lehrrettungsassistent beginnt mit einem Fallbeispiel: chirurgisch, Treppensturz ohne Notarzt, es ist wohl ein älterer Herr einige Stufen gestürzt und hat starke Schmerzen im Oberschenkelhals. (mehr …)

Wenns einfach gut läuft oder einfach ein gelungener Einsatz – Teil 2


Danach ist Zeit bereits einen venösen Zugang zu Legen, der Patient ist hiermit auch einverstanden. Mein Kollege lässt mir hierbei freie Hand und ich entscheide mich dafür. Er bereitet mir eine Infusion vor. Ich staue schon einmal und suche eine schöne Vene am Handrücken. Auch das legen des Zugangs klappt einwandfrei und der i.v. Zugang läuft auch noch gut. Der Kollege misst noch den Blutzucker aus der Nadel, welcher unauffällig ist.

Danach beschließt mein Kollege in Absprache mit mir, dass er den Transport vorbereite. Dazu bereitet er an der Haustüre die Trage vor und holt den klappbaren Tragestuhl mit nach oben in die Wohnung, da der Aufzug sehr klein ist.

Alles läuft sehr ruhig und dennoch zielstrebig ab. Ich beruhige den Patienten weiterhin. Die Ehefrau sucht ein paar Sachen zusammen. Auch kann ich noch eine genauere Anamnese erheben. Die Zeit vergeht so auch etwas schneller bis zum Eintreffen des Notarztes.

Es wird dabei erörtert, dass der Patient bereits seit einigen Tagen immer wieder über Kopfschmerzen und leichten Schwindel klagt, auch habe er leichte Magen- und Herzbeschwerden. Das Nitrospray verursacht nun auch wieder Kopfschmerzen, doch dies hat er vorher noch nie genommen und diese Nebenwirkung ist normal. Ich erkläre, dass die Beschwerden auch bereits die letzten Tage vom Bluthochdruck kommen können.

Mein Kollege und ich warten ziemlich lange auf dem Notarzt. Der Patient wird weiter beruhigt und seine Werte überwacht, allerdings bleibt der hohe Druck.

Es trifft schließlich ein zusätzlicher Notarzt ein.
(mehr …)