Adventskalender Tür 1: Rettungsdienst Patienten wiedertreffen


Nachdem ich vor kurzem unter anderem auch gefragt wurde, ob wir im Rettungsdienst Patienten wiedertreffen bzw. Wissen was sie letztendlich genau für eine Erkrankung hatten, beginnt der Adventskalender heute mit dieser interessanten Frage.

Meistens geben wir als Rettungsdienst die Patienten in der Notaufnahme ab. Dort kümmern sich dann das Pflegepersonal sowie die diensthabenden Ärzte um sie. Man sieht die Patienten dort vielleicht noch kurz, wenn man nochmals dort ist.

Danach ist ein Treffen eher selten. Manchmal hat man das „Glück“, dass man die gleichen Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause fahren darf. Somit erfährt man hierbei dann auch weiteres über den Verlauf der Behandlung im Krankenhaus. Dies ergibt oftmals interessante Gespräche.

Es kann auch vorkommen, dass Patienten einen später auf der Straße erkennen und man so noch einmal ins Plaudern kommt. Ich selbst erkenne die Leute dabei eher selten, doch Patienten erkennen die Rettungsdienstmitarbeiter schon noch meistens. Oder aber man fährt den Patienten einige Zeit später nochmals ins Krankenhaus. Dies ist mir bisher schon des öfteren passiert und erleichtert oft die Arbeit, da man noch einiges über den Patienten weiß und so eine Diagnose leichter fällt (auch das Erkennen von Simulanten).

Sehr sehr selten nehmen frühere Patienten des Rettungsdienstes von sich aus gezielt Kontakt mit dem Rettungsdienstmitarbeitern auf.

Nach besonderen Rettungssituationen kommt dies vielleicht auf unserer Wache im Jahr so ca. 5 mal vor. Gerade um Weihnachten herum, steigt der Drang sich hier zu bedanken (z.B. nach einer erfolgreichen Reanimation). Dies habe ich selbst jedoch persönlich noch nicht erlebt.

Man erfährt so also auch eher selten, was genau der Patient für eine Erkrankung hatte bzw. wie der weitere Krankheitsverlauf gewesen ist. Da wir hier im Bereich ein gutes Verhältnis zum Notaufnahmepersonal haben, kommt es allerdings öfters vor, dass man nach speziellen Patienten noch einmal nachfragt, was für ein Untersuchungsergebnis im Krankenhaus herausgekommen ist. Dies liegt aber im Interesse des jeweiligen Mitarbeiters und hängt auch von der Zeit ab. Manchmal spricht man auch mit dem behandelnden Arzt noch einmal kurz über die Situation, um sich fachlich auszutauschen.

Wenn man jedoch direkt auf die Kinderklinik oder die gynäkologische Station fährt, dann erfährt man eigentlich nie mehr etwas von den Patienten. Genausowenig weiß man auch bei Patienten, die in entferntere Kliniken gebracht werden, da hier eben der weitere Kontakt fehlt.

Insgesamt trifft man als Rettungsdienstmitarbeiter die Patienten eher selten wieder und manchmal ist man auch froh, wenn man gewisse Leute nicht wieder fahren muss. Dies liegt jedoch nicht am Desinteresse an den Patienten, sondern einfach an den weiteren Gegebenheiten des Behandlungsverlaufs.

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