Das große „Reanimationswochenende“ auf dem Weg zur Rettungsassistentin – Tag 2 und 3


So nachdem ich den ersten Teil zum Reanimationswochenende bereits hier veröffentlicht habe, folgt nun der zweite Teil.

Am zweiten Tag des Reanimationswochenendes sollte es gleich wieder voll zur Sache gehen.

Vormittags waren so die restlichen Workshops an der Reihe. Hier wechselte sich wieder einmal Theorie mit der Praxis ab. Es ging dabei um spezielle Themen rund um die Reanimation. Hier wurden spezielle Themen näher beleuchtet und in der Praxis geübt. Es ging um Hypothermie und wie man mit der Unterkühlung umgehen muss. Zum Thema Asthma und Anaphylaxie hörten wir noch einmal das wichtigste zu den ERC-Leitlinien, besonders was man speziell bei den Medikamenten und der Atemwegssicherung beachten muss. Schließlich ging es auch noch um Elektrolyte und deren Veränderungen bzw. Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem.

Nach der Mittagspause ging es noch einmal mit der Theorie weiter.

Wir wurden in kurzen Vorträgen zu speziellen Situationen bei der Reanimation informiert. So lernten wir speziell zur Schwangerschaft, zu Stromunfällen und Traumapatienten sowie Intoxikationen die wichtigsten Dinge, natürlich immer eng verbunden mit dem Reanimationsalgorhythmus.

Danach waren wir voll mit allen, was man so theoretisch rund um die Reanimation und weiteren Richtlinien der ERC wissen kann. Es folgte jetzt der schriftliche Test.

Am späten Nachmittag sollten noch einmal die sog. CAS-Trainings stattfinden. Diese fanden wieder in den eingeteilten Kleingruppen statt, sodass jeder noch einmal als Helfer oder Teamleader aktiv werden konnte. Hier erwarteten uns noch einmal alle möglichen Situationen, die sich recht schnell abwechselten und alles von uns abforderten. Auch ich übernahm noch einmal die Teamleaderrolle und bekam ein sehr ausführliches Fallbeispiel, bei dem es vom ansprechbaren Patienten (mit einer sehr langsamen Herzfrequenz) mit kompletter Untersuchung bis zur Reanimation alles abzuarbeiten gab. Dies lief jedoch wirklich mal gut und ich bekam von Ausbilder als auch von der gesamten Gruppe nur Lob. Da fühlt man sich doch gleich sicherer (zumal ich normale Fallbeispiele eher nicht so mag, da sie immer so künstlich erscheinen).

Am dritten und letzten Tag standen schließlich nur noch die praktischen Prüfungen für alle Teilnehmer an. Es war jetzt eine feste Teambildung mit drei Personen gefragt und jeder sollte einmal als Teamleader bewertet werden. Unsere Kleingruppe erwischte hierbei zunächst einen Dozenten, der zu spät kam und den wir noch gar nicht kannten. Dies erzeugte eine leichte Unsicherheit, doch er schien ganz nett zu sein.
Meine Gruppe musste lange warten, bis wir gepürft wurden. Zunächst war ich als Helferin an der Reihe. Dies verlief alles gut und der Teamchef hat bestanden. Danach hieß es tauschen und ich war nun in der Führungsrolle. Ich sollte ein ähnliches Fallbeispiel wie am Tag zuvor bekommen. Jedoch war der Patient bzw. die das Reanimationsphantom bereits somnolent und nicht mehr wirklich fähig sich zu äußern. Diese Situation ging dann auch ganz schnell zur Reanmation über. Dabei habe ich zwar kleine Unsicherheiten gezeigt (wusste nicht mehr, ob wir einen Notarzt gerufen haben). Doch es funktionierte und auch die zeitlichen Vorgabgen sowie EKG-Auswertung und Medikamentengaben bekam ich gut hin. Auch ich hatte bestanden. Danach folgte noch unsere dritte Kollegin, auch sie machte ihre Sache gut und wir haben alle drei bestanden. Natürlich freuten wir uns ein wenig, es ist schließlich ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Rettungsassistenten.

Am Ende des anstrengende, sehr lehrreichen und gut gelungenen Wochenendes traffen sich noch einmal alle Kursteilnehmer und Dozenten zu einer Abschlussbesprechung. Dort wurde kurz noch einmal das Wochenende zusammengefasst und danach die Noten bekannt gegeben. Ich hatte sowohl schriftlich als auch praktische die Note 2 erreicht und war damit sehr zufrieden.

Nach dem intensiven Wochenende ging es nun für alle sehr pünktlich auf dem Nachhauseweg und wir sind alle mit deutlichen Fortschritten herausgegangen und auch als Gruppe gewachen.

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