Das große „Reanimationswochenende“ auf dem Weg zur Rettungsassistentin – Tag 1


Vor kurzem stand bei meiner Rettungsassistentenausbildung nun das ERC-Wochenende an. Bei diesem sollte sich alles rund um das Thema Reanimation mit den ganzen Themen außenrum drehen.

ERC steht dabei für European Resuscitation Council, dies ist die wichtigste Organisation in Europa, wenn es um das Thema Reanimation geht. Sie geben ca. alle fünf Jahre Richtlinien heraus, an denen sich alle orientieren.

So bekamen auch wir Kursteilnehmer die aktuellen Richtlinien aus dem Jahr 2010 und sollten uns diese bereits vor dem Wochenende genau durchsehen. Dies sind sportliche 230 Seiten an wichtigen Informationen. Ganz ehrlich: ich habe es nicht geschafft, dies alles wirklich gut durchzuarbeiten.

An den drei Kurstagen sollten wir jedoch noch einmal alles durchgehen und vor allem ganz viel üben. So ging es am ersten Tag mit einer Einführungsveranstaltung allgemein zum Thema Reanimation und den allgemeinen Leitlinien los. Dazu kam die erste Besprechung und Vorführung des Algorhythmus.

Danach wurden wir wieder in Kleingruppen zu höchstens 10 Personen geteilt und es ging in die einzelnen Workshops. Der erste war für alle zum Thema EKG und dessen Interpretation. Wir gingen dabei noch einmal das EKG im Allgemeinen und besonders die strukturierte Auswertung durch. In dieser Stunde wurde also viel wiederholt und vertieft.

Es folgte nun ein erstes Training, auch CAS genannt (die Abkürzung habe ich schon wieder vergessen, verzeiht es mir). Dabei konnte jeder einmal als Teamchef üben. Es wurden immer Dreier-Teams gebildet. Am Anfang war es für uns ganz anders, denn bisher haben wir uns zwar versucht an den Algorhythmus zu orientieren, doch nun war eben ein sehr hohes Niveau gefragt. So wurde uns komplett die EKG-Interpretation selbst überlassen, wir durften nicht in den halbautomatischen Defibrillationsmodus schalten, sondern mussten alles selbst entscheiden.

Also nichts mit Ansagen des EKS und Selbstanalyse des Herzrhythmuses, sondern als Teamchef ist man für den Ablauf der Reanimation komplett auf sich gestellt. Somit war die Taste „Analyse“ bei der EKG/Defi-Einheit ab jetzt für uns verboten. In diesem Algorhythmus hineinzufinden war für alle Teilnehmer zunächst nicht ganz einfach, da wir eben eine vereinfachtere Version gewöhnt waren und uns nun an die total eigenständige Entscheidung und den Ablauf mti allen Möglichkeiten mit schockbaren und nicht Schockbaren Rhythmus erst gewöhnen mussten. Doch bereits nach den ersten Trainings merkte man eine Steigerung vom ganzen Ablauf deutlich an.

Danach ging es um Bradykardie und Tachykardie. Man lernte in jeder Einheit zunächst die Theorie in einen kurzen Vortrag kennen, danach konnte man in einen Training wieder selbst aktiv werden.

So lernten wir viel zum Thema externer Schrittmacher oder auch Pacer genannt sowie zur Kardioversion, welche eben beim zu langsamen Herzschlag bzw. bei sehr schnellen Frequenzen notwendig sind, um nicht in eine Reanimation hineinzukommen.

Dazu gab es jeweils auch Übungen, bei denen das gelernte wieder angewendet werden konnte. Hierbei standen immer die jeweiligen Leitlinien im Vordergrund, an denen wir uns orientierten. Gleichzeitig wurden die einzelnen Situationen immer schwieriger und es wurden ein paar Fallen eingebaut. Doch auch auf diese müssen wir schließlich vorbereitet sein und besser einmal im Training nicht alles beachten wie dann in der Prüfung etwas vergessen bzw. auch im Echteinsatz. Hier sei besonders das sehr schnelle Erkennen eines Kreislaufstillstandes mit dem Beginn der Herzdruckmassage anzumerken sowie die Übernahme der Reanimationsmaßnahmen von Laien, bei denen alles noch einmal überprüft werden muss.

Der erste von drei Tagen ging somit sehr schnell vorbei und nach einer kurzen Nachbesprechung konnten wir nach einigen arbeitsreichen und intensiven Stunden den Nachhauseweg antreten.

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