Praxisausbildung in der Leitstelle


Nachdem unserer Ausbildungsgruppe alle zusammen die Theorie samt der dazugehörigen Prüfung erfolgreich absolviert haben, sollte es nun für alle einzeln in die Praxisanleitung gehen.

Diese Einarbeitung am Arbeitsplatz verläuft für jeden individuell und hat keine genauen zeitlichen Vorgaben. Somit soll eine sehr gute Betreuung und Schulung erreicht werden, um auf unsere späteren Aufgaben adäquat vorbereitet zu werden.

Dabei ist zunächst Einzeltrainung angesagt, d.h. man hat in seiner eingeteilten Schicht immer jeweils einen Praxisanleiter, einen speziell geschulten erfahrenen Disponenten bzw. Schichtführer am Einsatzleitplatz bzw. Ausnahmeabfrageplatz neben einem sitzen, der sich nur um uns Auszubildende kümmert. Eine 1 zu 1 Ausbildungssituation sozusagen. Da man von verschiedenen Ausbildern betreut wird, lernt man auch die unterschiedlichen Arbeitsweisen und -techniken kennen.

Alle meine neuen Kolleginnen und Kollgen sowie natürlich auch ich durchlaufen nun nach und nach das dreistufige praktische Ausbildungskonzept. Dies geschieht in 3 Sufen:

  • In Stufe I erfolgt reines Mithören der Notrufe, paralleles Mitschreiben des Anrufes auf Papier und im Schulungssystem, sowie die  Nachbesprechung des Notrufes Zusätzlich wird in dieser Stufe eine gute Einarbeitung in das Einsatzleitsystem, die Telefonanlage sowie weitere wichtige Dinge und besondere Arbeitsabläufe in der Leitstelle.
  • Während der Stufe II darf man erstmals selbständig Notrufe abfragen und diese im Einsatzleitsystem dokumentieren. Der jeweilige Praxisanleiter hört dabei ständig mit und greift nötigenfalls ein und korrigiert. Auch hier werden die Notrufe nachbesprochen und Fehler korrigiert bzw. weitere Inhalte der Arbeit rund um die Notrufabfrage vermittelt.
  • Bei Stufe III arbeitet der neue Mitarbeiter selbstständig an einem Einsatzleitplatz bzw. Notabfrageplatz. Er vertieft seine Fähigkeiten in eigenständiger Notrufabfrage und wird nur noch nebenbei durch einen erfahrenen Mitarbeiter im Dienstbetrieb überwacht.

Am Ende dieser Ausbildung steht dann noch eine mündliche Prüfung, eine Art Abschlussgespräch. Danach sind wir als neue Mitarbeiter der Unterstützungsgruppe ILS voll einsatzfähig. Wir werden dann in den regulären Dienstplan integriert und bei besonderen Einsatzlagen alarmiert.

Ich hatte dabei das Glück als eine der ersten neuen Mitarbeiter mit der Praxisausbildung beginnen zu dürfen und bin mittlerweile schon recht weit in der Ausbildung gekommen. Bald werde ich euch hier auf meinen Blog in ein paar Artikeln über die Details informieren. Eines kann ich schon vorneweg nehmen. Die Arbeit in der Integrierten Leitstelle ist nicht einfach und die Notrufabfrage fordert einen echt, dabei müssen eben sehr schnell Entscheidungen getroffen werden, was nicht jeden neuen Mitarbeiter gleich leicht bzw. schwer fällt.

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