Day: 9. April 2013

Aus der Sicht der Begleiterin auf dem RTW – Teil 2


Als wir uns auf der Heimfahrt bei der Leitstelle zurück in unseren Gebiet meldeten, bekamen wir direkt einen weiteren Einsatz. Es ging nun mit Sonderrechten zu einem kaltschweißigen Patienten. Dort bracht un die Ehefrau zum ca. 40-jährigen Mann, der im Bett lag und stark verschwitzt ist. Der Blutdruck und Blutzucker und die Sauerstoffsättigung sind normal, doch das EKG (ich darf mal wieder ein 12-Kanal-EKG schreiben) zeigt eine Sinusbradykardie, d.h. sein Herz schlägt zu langsam. Der Rettungsassistent beschließt einen Zugang zu legen und dem Mann aufgrund starker Übelkeit auch ein Medikament dagegen zu geben. Wir warten nun auf den Notarzt, welches ein Hintergrund-Arzt sein sollte, da der reguläre bereits einen anderen Einsatz hat. Sein Eintreffen verzögert sich, da er sich verfahren hatte.
Als er eintrifft, ist unser Patient bereits gut versorgt, wir tragen ihn mit dem Tragetuch die Treppe zu unserer Trage hinunter und bringen ihn in den RTW. Der NA will im Rettungswagen begleiten, da er jedoch mit dem Privat-PKW da ist, heißt dies, dass jemand sein Auto mitnehmen muss. Somit fahre ich nun den RTW und der RA das Auto vom Notarzt. Auch hier bekomme ich das Vertrauen meines Rettungsassistenten, da er mich somit mit dem NA (ein Facharzt, der eher andere Stärken als die Notfallmedizin hat) im RTW alleine lässt. Die Fahrt verläuft problemlos und in der Klinik übergeben wir den Patienten.

Danach wartet auf uns ein leckerer Milchkaffee in der Leitstelle, denn diesen war uns die Disponentin für ihren Fehler noch schuldig. Nach kurzem Plausch mit den Disponenten soll die Nacht jedoch für uns weiterhin auf dem RTW weitergehen. Es steht noch eine Einweisung auf der Liste. Der einweisende Arzt hat die Diagnose „starke Unruhe“ auf die Einweisung geschrieben. Dies trifft leider auch uns zu, denn unruhig ist die Nacht für uns auch 😉
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